befestigt gemeldet war. Das XVI. A. R. wurde also auf Nouillon Pont —
Spincourt angesetzt, die 6. R. D. zur Verfolgung über Spincourt auf
Damwvillers. Dae V. R. R. sfollte zunächst als Reserve am Trusnes-Bach
stehen bleiben, um später nachgezogen zu werden, das VI. R. R. St. Laurent —
Dlllon erreichen, das XIII. A. R. über Tharancy— Longupyon auf Marvllle —
Rupt fur Othain verfolgen. V. A. R. hatte zunächst zu verhalten. Es
sollte zur etwaigen Unterstützung des linken Slügels der 4. Armee verfügbar
sein, Maontmedy abschließen und seine schweren Mörser zu dessen
Beschießung vorziehen. Weitere Anordnungen gegen Montmeédy blieben
vorbehalten. Man hoffte, zunächst Longwy zu Fall zu bringen, wozudem
General Rämpffer Auehilfen vom V. R. R. zur Verfügung standen.
Die Auswertung der gestrigen Waffenerfolge war im Gange. Nach
der sieberhaften Arbeit unter dem rastlosen RKlingeln der Fernsprecher
herrschte im glühend heißen Schulzimmer von Esch größere Ruhe. Aber
Sieg und Verfolgung beflügelten die Gedanken. Wie klangen die aufregenden
Meldungen in den Gemütern nach. „Der Ort ist genommen,
die Straße erreicht, es geht gut, es geht vorwärts."“ Unvergeßliche Stunden.
Wie haben wir diesen Bewegungekrieg später wieder herbeigesehnt in den
Zelten der dreimal verfluchten Stellungsbkämpfe! —
Von Seiner Majestät dem Zaiser traf folgendes Telegramm ein:
„Gratuliere zum ersten Sieg, den Du mit Gottes Zilfe so schön gewonnen.
Verleihe Dir Eisernes Rreuz II. und I. Rlasse. Grüße Deine braven
Truppen mit Melnem und des Vaterlandes Dank. Brav gemacht, bin
stolz auf Dich. Dein treuer Dater Wilhelm.“
Gleichzeitig ging zur Weiterbeförderung folgendes kaiserliche Telegramm
ein: „An Hrinz Oskar von Hreußen, Bönigögrenadiere über
Esch. Bravo mein Junge."
In tiefer Bewegung über dlesen kaiserlichen und väterlichen Dank
gab ich das Telegramm meinem Chef und engeren Stabe bekannt. Im
Bewußtsein der Anerkennung des Zaisers und GObersten Rriegeherrn lag
der höchste Lohn jedes Offiziers und Soldaten für treue Oflichterfüllung.
Der mit Bescheidenheit gepaarte Stolz, ehrlich mitgeholfen zu haben zum
Erfolg, beherrschte die SGmpfindungen aller Anwesenden im kleinen Arbeitezimmer,
und mit innerer Bewegung gab der sonst so eiserne Thef die
Depesche in meine Sand zurück. Ich telegraphlerte: „Tausend herzlichen
Dank für Glückwünsche und hohe Auszeichnungen, über die ich stolz und
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