Full text: Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1892. (41)

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XV. Der Reisende kann verlangen, daß ihm auf langen oder sonst beschwerlichen F Entgenen. 
Stationen auf vorhergegangene schriftliche Bestellung Pferde und Wagen entgegengesandt Llnsechen 
und möglichst auf der Hälfte deo Weges, insofern dort ein Unterkommen zu finden isi, wn nd 
aufgestellt werden. Für die Beförderung solcher Bestellungen mit den Posten ist eine 
Gebühr nicht zu entrichten. Die Bestellung muß die Stunde enthalten, zu welcher die 
Pferde und Wagen auf dem Umspannungoorte bercit sein sollen. Trifft der Reisende 
später ein, so ist von der siebzehnten Vierlelstunde an das bestimmungsmäßige Wartegeld 
zu zahlen. 
XVI. Für entgegengesandte Extraposten wird erhoben: 
1. das bestimmungemäbige Extrapost., Wagen und Trinkgeld, 
u) wenn die Entfernung von einem Pferdewechsel zum anderen 15 Kilo- 
meter oder mehr beträgt, nach der wirklichen Entfernung, 
b) wenn solche weniger als 15 Kilometer beträgt, nach dem Satze für 
15 Kilometer, 
. die einfache Bestellgebühr, welche wn der Postanstalt am Stations-Abgangs- 
ort der Extrapost zu berechnen ist. 
Für das Hinsenden der ledigen Pferde und Wagen wird, wenn mit denselben die Fahrt 
nach derjenigen Station, wohin die Merde gehören, zurückgelegt wird, keine Vergütung 
gezahlt. Geht aber die Fahrt nach irgend einem anderen Orte, gleichviel, ob auf einer 
Poststraße oder außerhalb derselben, lr müssen entrichtet werden: 
1. Für das Hinsenden der ledigen Pferde und Wagen von der Station bis 
zum Ort der Abfahrt die Hälste des bestimmungsmähigen Erxtrapost., 
Wagen- und Trinkgeldes nach der wirklichen Enifernung, 
2. für die Beförderung des Reisenden der volle Betrag dieser bestimmungs- 
mäßigen Gebühren, 
3. für das Zurückachen der ledigen Pferde und Wagen von dem Orte ab, 
wohin die Extrapost gebracht worden ist, bis zu der Station, zu welcher die 
Pferde gehören, die Hälfte des bestimmungsmäßigen Extrapost-, Wagen= und 
Trinkgeldes für denjenigen Theil des Rückweges, der übrig bleibt, wenn die 
Entfernung abgerechnet wird, auf welcher die Extrapostbeförderung stattge- 
sunden hat. 
XVII. Für Extraposten auf Entfernungen unter 15 Kilometern werden die Ge. h 
bühren für eine Entfernung von 15 Kilometern erhoben. useranterls 
XVIII. Wenn die Reise an einem Orte endigt, welcher nicht über 10 Kilometer⅜ 
binter ouder. seitwärto einer Station liegt, so hat der Reisende nicht nöthig, auf der letzten eine Statte, 
Poststation die Pferde zu wechseln, vielmehr müssen ihm auf der vorlehten Station dieinanden 
Plerde gleich bis zum Bestimmungsort gegen Entrichtung der vorgeschriebenen Säte für 
die wirkliche Entfernung, jedoch mindestens für 15 Kilometer, gegeben werden. 
XIX. Geht die Zahrt von einer Station oder von einem Eisenbahn-Haltepunkte 
ab und über eine Station hinaus, welche nicht über 10 Kilometer vom Abfahrtsort ent- 
sernt liegt, so kann über diese Station ohne Pferdewechsel ebenfalls gegen fatrsns
	        
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