Full text : Verfassung und Grundgesetze des deutschen Reiches.

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Uebersetzungen  genießen  gleich  Originalwerken  den  Schutz  dieses
Gesetzes  gegen  Nachdruck.

c.  Wasnicht  als  Nachdruck  anzusehen  ist.
g.  7.  Als  Nachdruck  ist  nicht  anzusehen:

a)  das  wörtliche  Anführen  einzelner  Stellen  oder  kleinerer  Theile
eines  bereits  veröffentlichten  Werkes  oder  die  Aufnahme  bereits
veröffentlichter  Schriften  von  geringerem  Umfang  in  ein  größeres
Ganzes,  sobald  dieses  nach  seinem  Hauptinhalt  ein  selbstständiges
wissenschaftliches  Werk  ist,  sowie  in  Sammlungen,  welche  aus
Werken  mehrerer  Schriftsteller  zum  Kirchen-,  Schul=  und  Unterrichtsgebrauch
  oder  zu  einem  eigenthümlichen  literarischen  Zwecke
veranftaltet  werden.  Vorausgesetzt  ist  jedoch,  daß  der  Urheber
oder  die  benutzte  Quelle  angegeben  ist;

b)  der  Abdruck  einzelner  Artikel  aus  Zeitschriften  und  anderen  öffentlichen
  Blättern  mit  Ausnahme  von  novellistischen  Erzeugnissen
und  wissenschaftlichen  Ausarbeitungen,  sowie  von  sonstigen  größeren
Mittheilungen,  sofern  an  der  Spitze  der  letzteren  der  Abdruck
untersagt  ist;

()  der  Abdruck  von  Gesetzbüchern,  Gesetzen,  amtlichen  Erlassen,  öffentlichen
  Aktenstücken  und  Verhandlungen  aller  Art;

4)  der  Abdruck  von  Reden,  welche  bei  den  Verhandlungen  der  Gerichte,
  der  politischen,  kommunalen  und  kirchlichen  Vertretungen,
sowie  der  politischen  und  ähnlichen  Versammlungen  gehalten  werden.

d.  Dauer  des  ausschließlichen  Rechtes  des  Urhebers.
§.  8.  Der  Schutz  des  gegenwärtigen  Gesetzes  gegen  Nachdruck
wird,  vorbehaltlich  der  folgenden  besonderen  Bestimmungen,  für  die
Lebensdauer  des  Urhebers  (§§.  1.  und  2.)  und  dreißig  Jahre  nach  dem
Tode  desselben  gewährt.

§.  9.  Bei  einem  von  mehreren  Personen  als  Miturhebern  verfaßten
  Werke  erstreckt  sich  die  Schutzfrist  auf  die  Dauer  von  dreißig
Jahren  nach  dem  Tode  des  Letztlebenden  derselben.

Bei  Werken,  welche  durch  Beiträge  mehrerer  Mitarbeiter  gebildet
werden,  richtet  sich  die  Schutzfrist  für  die  einzelnen  Beiträge  danach,  ob
die  Urheber  derselben  genannt  sind  oder  nicht  (I.  8.  11.).

§.  10.  Einzelne  Aufsätze,  Abhandlungen  2c.,  welche  in  periodischen
Werken,  als:  Zeitschriften,  Taschenbüchern,  Kalendern  2c.,  erschienen
sind,  darf  der  Urheber,  falls  nichts  Anderes  verabredet  ist,  auch  ohne
Einwilligung  des  Herausgebers  oder  Verlegers  des  Werkes,  in  welches
dieselben  aufgenommen  sind,  nach  zwei  Jahren  vom  Ablauf  des  Jahres
des  Erscheinens  an  gerechnet,  anderweitig  abdrucken.

§.  14.  Bei  Schriftwerken,  welche  bereits  veröffentlicht  sind,  ist  die
im  §S.  8.  vorgeschriebene  Dauer  des  Schutzes  an  die  Bedingung  geknüpft,
daß  der  wahre  Name  des  Urhebers  auf  dem  Titelblatte  oder  unter  der
Zueignung  oder  unter  der  Vorrede  angegeben  ist.

Bei  Werken,  welche  durch  Beiträge  mehrerer  Mitarbeiter  gebildet
werden,  genügt  es  für  den  Schutz  der  Beiträge,  wenn  der  Name  des
Urhebers  an  der  Spitze  oder  am  Schluß  des  Beitrags  angegeben  ist.

Ein  Schriftwerk,  welchés  entweder  unter  einem  anderen,  als  dem

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