Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1838. (15)

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Anwendung,  so  lange  die  obenbemerkten  Fristen  von  zwölf  und  sechs  Wochen  (S#.3
und  3)  noch  nicht  verstrichen  sind.
C.  11.

Wenn  ein  Thier  im  höheren  Grade  der  Krankheit  getödtet  worden  oder  an  derselben
  gefallen  ist,  so  ist  darüber  zu  wachen,  daß  es  nach  Abnahme  der  Haut  auf
einem  abgelegenen  Plaße  tief  verscharrt  werde.

«  K.  12.

Verfehlungen  gegen  vorstehende  Vorschriften  (§#.  1—11),  und  insbesondere
Verheimlichung  der  Krankheit  und  Uebertretungen  der  Sperranstalten,  werden  mit
aller  Strenge  untersucht  und  bestraft.

Stuttgart  den  22.  December  1837.

Auf  Seiner  Königlichen  Majestät  besonderen  Befehl:
Schlayer.
Beilage.

Belehrung  des  Medizinal-Collegium  über  die  unter  dem  Nindvieh  vorkommende
  Lungenseuche.

K.  1.

Die  auch  in  Württemberg  zeitweise  unter  dem  Rindvieh  vorkommende  Lungen-Krankheit,
  welche  unter  der  Benennung  Lungenseuche,  Lungen  fäule,  auch
eiternde  Lungen-Entzündung  bebannt  ist,  befällt  in  den  meisten  Fällen  beie
ihrer  Entstehung  zuerst  nur  einzelne  oder  einige  Thiere,  gewöhnlich  solche,  die  erst
kürzlich  in  ein  Ort  eingebracht  worden  sind;  nach  mehreren  Wochen,  oft  erst  nach
Monaten,  zeigen  sich  wieder  einige  Krankheits-Fälle,  und  nicht  selten  berfließen  drei
bis  vier  Monate  von  dem  ersten  Erscheinen  der  Krankheit  an,  ehe  sich  solche  in
einem  Orte  allgemein  verbreitet.

Hat  aber  diese  Verbreitung  stattgefunden,  so  geschieht  es  öfters,  daß,  wenn
man  die  Seuche  beendigt  glaubt,  solche  plößlich  von  Neuem  um  sich  greift,  und  auf
diese  Weise  oft  Jahre  lang  bald  mehr,  bald  weniger  an  einem  Orte  oder  Bezirke
andauert.