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eingebildete Geister. Natürlicherweise athmeten nun auch in den
vormaligen Rheinbundstaaten alle Anhänger der frühern napoleonischen
Zeit wieder frei auf und wurde die deutsche Gesinnung
überall wieder verdrängt durch Wiederaufwärmung der kosmopolitischen
Tendenzen des vorigen Jahrhunderts, und durch den
modernen Liberalismus.
Die Völker waren überall unzufrieden, denn seit dem
Wiener Congreß regierte die sog. europäische Pentarchie, die
Vereinigung der fünf vorherrschenden Großmächte in den periodisch
wiederholten Conferenzen und Congressen zu Aachen, Troppau,
Laibach, Verona mit dem System der Legitimität, der ausschließlichen
Berechtigung der legitimen Dynastien gegenüber den
Principien der glücklich geendigten französischen Revolution, also
jeder Volkserhebung für Freiheit, jeder nur einigermaßen energischen
Volksvertretung und gegenüber neuen Usurpationen, wie
es das Eindringen der Familie Bonaparte in die Reihe der
alten legitimen Dynastien gewesen war. Die Völker sollten nur
noch blind gehorchen. Die eine Nation war unnatürlich in Vielstaaterei
getrennt, die Bestandtheile ein und derselben Nation
unnatürlich auseinander gerissen und dem Ausland unterworfen;
dann waren wieder mehrere Nationen eben so unnatürlich in ein
Staatsganzes zusammengezwungen. Nun sehnten sich die getrennten
Glieder zur Wiedervereinigung und die zusammen
geketteten Nationalitäten nach Losreißung. Daraus ging eine
allmälig wachsende doppelte Opposition gegen die europäische
Pentarchie hervor. Eine liberale, welche sich zunächst in den
romanischen Ländern ausbildete, und nur im Innern des Staats
ausgedehntere Freiheiten, Beschränkung der fürstlichen Alleingewalt
und Beseitigung des reaktionären Systems und der Mißregierung
verlangte, in Frankreich, Spanien, Italien. Und eine
nationale Opposition, welche zunächst in der Türkei von
Griechen, Slaven und Rumänen ausging, die sich vom Joch