Metadata : VHD-Reglement.

Teil  3.  Was  zeichnet  den  preußisch-deutschen  Beamten  aus?

B.  Bedeutung  des  Reichsbeamteneids.

Den  Reichsbeamteneid  zu  leisten  bedeutet,  sich  nach  bestem  Wissen
und  Gewissen  um  seine  Pflichten  in  seiner  Stellung  zu  bemühen.  Nur
die  gewissenhafte  Pflichterfüllung  jedes  Einzelnen  sichert  Stabilität,
Verläßlichkeit  und  Einsatzfähigkeit  des  gesamten  Kollegiums  im
Kleinen  als  auch  im  Großen.

C.  Bedeutung  des  Fahneneids.

Den  Fahneneid  zu  leisten  bedeutet,  sich  vom  gewöhnlichen  Zivilistendasein
  zu  lösen,  um  sich  als  „rechtschaffener,  unverzagter,  pflicht-  und
ehrliebender  Soldat“  der  Führung  seiner  Vorgesetzten,  insbesondere
und  an  erster  Stelle  des  Deutschen  Kaisers  als  obersten  Kriegsherrn
unterzuordnen,  ihm  unter  Einsatz  des  eigenen  Lebens  zu  dienen  und
ihn  in  jeder  Hinsicht  zu  beschützen.

Ein  Soldat  zu  sein  bedeutet  nicht  zwangsläufig,  einen  Kampf  mit
Waffen  zu  führen,  wie  dies  meist  in  der  Vorstellung  verankert  ist.  Ein
Soldat  zu  sein  bedeutet,  alle  dienstlichen  Tätigkeiten  mit  fester
Überzeugung  und  Standhaftigkeit  bis  zum  Schluß  durchzuführen,
Befehle  bzw.  Anweisungen  auszuführen  und  Folge  zu  leisten.  Nur  wer
gelernt  hat,  „Jawoll!“  zu  sagen,  wird  es  so  weit  bringen,  daß  andere  zu
ihm  „Jawoll!“sagen  wollen.

D.  Geschichtlicher  Rückblick.
Eines  haben  wir  gelernt,  sowohl  aus  der  deutschen  Geschichte  als
auch  aus  der  Schmach  durch  den  heimtückischen  Staatsumsturz

unserer  Staatsgewalt:  Der  Zusammenbruch  1918  war  nur  möglich

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