Full text : Deutsche Heerführer im Kriege 1914. Band 2. (2)

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Alexander  von  der  Marwitz,  ein  jüngerer  Bruder  Friedrich
August  Ludwigs,  machte  durch  seine  Beziehungen  zu  der  berühmten
  Rahel  Antonie  Friederike  Levin,  die  im  September
des  Jahres  1814  die  Gattin  des  bekannten  Schriftstellers  Varnhagen
  von  Ense  wurde,  viel  von  sich  reden.  Rahel  Levin  war  in
inniger  Freundschaft  mit  Alexander  von  der  Marwitz  verbunden,
  und  niemals  konnte  sie  den  Schmerz  darüber  verwinden,
daß  Alexander  von  der  Marwitz  im  Gefecht  bei  Montmirail
seinen  Tod  fand.  In  dem  bekannten  Werk  Fontanes:  „Wanderungen
  durch  die  Mark  Brandenburg“  finden  sich  ausführliche
Daten  über  das  Leben  Alexanders  von  der  Marwitz.

Diesem  Geschlecht,  das  sich  um  das  deutsche  Heer  schon  seit
Jahrhunderten  so  hoch  verdient  gemacht  hat,  gehört  auch  der
jetzige  Generalinspekteur  der  Kavallerie,  Georg  von  der  Marwitz,
  an.  Der  Hauptmann  und  nachmalige  Rittergutsbesitzer
Adalbert  von  der  Marwitz  und  dessen  Gattin  Marie,  geborene
Hennrichsdorf,  waren  die  Eltern  Georgs,  der  am  3.  Juli  des
Jahres  1856  in  dem  im  Kreise  Stolp  gelegenen  Klein-Nossin
das  Licht  der  Welt  erblickte.  Nachdem  er  ursprünglich  das  Gymnasium
  zu  Stolp  besucht  hatte,  folgten  seine  Eltern  seinem
Wunsche,  die  Militärlaufbahn  einschlagen  zu  dürfen,  indem  sie
ihn  in  das  Kadettenkorps  schickten.  Dieses  verließ  er  am  15.  April
1875,  indem  er  als  Leutnant  im  2.  Garde-Ulanenregiment  in
die  Armee  eintrat.  Am  1.  September  des  Jahres  1881  verheiratete
  er  sich  mit  Helene  von  Kameke,  aus  welcher  Ehe  sieben
Töchter  und  die  beiden  Söhne  Adalbert  und  Georg-Viktor  entsprossen.
  Im  Jahre  1883  kam  er  auf  die  Kriegsakademie,  die
er,  nachdem  er  im  Jahre  1884  Premierleutnant  geworden  war,
bis  zum  Jahre  1886  besuchte.

Im  Jahre  1888  wurde  Georg  von  der  Marwitz  in  den
Generalstab  kommandiert,  und  schon  im  nächsten  Jahre  sehen
wir  ihn  als  Rittmeister  und  Quartiermeisteradjutant.  Im
Jahre  1890  wurde  er  Hauptmann  im  Generalstab,  als  welcher
er  während  der  nächsten  beiden  Jahre  Dienst  bei  der  36.  Division
tat.  Nach  Ablauf  dieser  Zeit  treffen  wir  Georg  von  der  Mar-