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Noch spaͤt Abends den 1. Okt. kam ein Brief an vom
Probst in Roeskild: unter der Seeländischen Geistlichkeit
sey eine große Bewegung, sie fuͤrchteten ihre Zehenden zu
verlieren. Der Adel habe, wie man aus eigenen Briefen
desselben vernommen, ganz darauf sich gesetzt, daß wenn
ihm der bisherige Genuß der Lehen oder Domanial-Stücke
entzogen werde, so sollten auch die Priester mit ihren Zehenden
dafuͤr buͤßen. Es stehe nahe daran, daß man die
Vollmacht, die den Proͤbsten zum Reichstage gegeben worden
sey, zuruͤcknehmen werde.
Der Bischof rief sogleich Nansen, rief seine Freunde
zusammen; die Gefahr war dringend; Gabel mußte auch
dem Koͤnige Nachricht geben.
Unverweilt — so kam der mündliche Befehl vom Koͤ-nig
— sollte Bischof Suanc einen Convent der Prbste
des Landes auf den 4. Okt. Vormittags 10 Uhr ausschreiben;
man erwarte sicher ihrer aller Gegenwart genau auf
diese Zeit; der Probst von Slagelse habe höchst wichtige
Dinge mit ihnen zu sprechen.
Vier kdnigliche Laquaien, die sich verkleidet zum Thore
hinausmachten, waren die Eilboten, die das Citationsschreiben
zu überbringen hatten.
Alles gieng, wic berechnet. Die Pröbste kamen alle
pünktlich, und der Vortrag des Probsies von Sloagelse,
der die ganze Lage der Dinge viel traulicher schildern konnte,
als man zu schreiben wagen durfte, hub wieder mit einemmal
die Geisier so sehr, daß noch am 4. Okt. der allgemeine
Schluß gefaßt wurde, die alte Vollmacht sollte unverändert
bleiben. Mit dieser Nachricht kam er gleich am
5ten des Morgens frühe nach Coppenhagen zurück.