der Beobachtungestellen in oder dicht hinter der vorderen Gefechtslinie
bei größeren Rampfhandlungen die Artilleriebeobachtung völlig lahmlegen
würde. Das war auch die Ansicht des Gberkommandose.
Die einzige Möglichkeit, die taktische Lage bei Verdun überhaupt zu
bessern, bestand in dem Radikalmittel, die VDerteidigung auf beiden Maas-Ufern
bis in die Ausgangsstellungen vor Beginn des Angriffs zurückzuverlegen.
Das aber hätte das offene Wingeständniso des völligen Mißlingens
der großen Verdun-Offensive bedentet und wäre in moralischer
Zinsicht, zumal in diesem für die Gesamtlage kritisch zugespitzten Augenblicke,
von elner in ihrer Tragweite schwer absehbaren Wirkung auf das
Seer, auf die Zeimat, auf das feindliche und neutrale Ausland gewesen.
Daneben hieß es auch unsere militärischen Rarten in unerwünschtem, in
gefährlichem Maße aufdecken. Denn der Feind wußte dann, daß er eine
Wiederaufnahme unseres für den Augenblick abgebrochenen Angriffes auf
Derdun in alle Zubunft nicht mehr zu besorgen hatte, während er unsere
jetzige Stellung trotz der zur Zeit geübten Zurückhaltung doch nach wie vor
als drohende Auefallstellung ansehen mußte. Das erlaubte ihm nicht, seine
eigene Front über ein gewisses Maß zu schwächen. Wir banden wenigstens
Teilkräfte an dieser Stelle.
Gleichwohl waren wir der Ansicht, daß wir vor der Anwendung des
Radibkalmittels der Zurücklegung unserer ganzen Rampffront bis in die
Ausgangsstellungen des Februar unter Umständen nicht zurückschrecken
dürften, wenn nämlich nach der allgemeinen Kriegslage oder aus sonstigen
Anzeichen mit dem Bevorstehen eines feindlichen Großangriffs zu rechnen
war. Oieser Fall aber schlen weder mir noch meinem Chef zur Seit wahrscheinlich.
Die RKraft der Franzosen hatte sich ganz offenkundig von Verdun
weg nach der Somme verlegt. Wir wußten, daß der Feind ganze Divisionen
dorthin ohne Ersatz abgegeben oder mit abgekämpften ausgetauscht
batte. Auch seine Artillerie hatte er verringert, seine Linien überall verdünnt.
Größere Angriffe auf breiterer Front erwarteten wir daher, solange
die Somme-Schlacht anhielt, nicht; örtlich begrenzte Teilangriffe
bielten wir allerdings, besondero auf dem Ostufer, jederzeit für möglich.,
Sie rechtfertigten im unseren Augen nicht den Entschluß der bampflosen
Dreisgabe des gesamten eroberten, mit dem Herzblut meiner Soldaten
getränkten Bodens.
Sehr entschieden sprach sich mein Thef aber auch bei diesem Vortrag
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