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ments Nr. 2 gestellt. Kurze Zeit später kam er an die Spitze
der Leibeskadron des Regiments der Gardes du Corps. Am
4. Juli 1906 wurde dem Kronprinzenpaar ein Sohn Wilhelm
geboren. Als am 18. September 1907 die Beförderung des
Kronprinzen zum Major erfolgt war, trat er in die Zivilverwaltung
ein, um diese durch persönliches Studium kennen
zu lernen. Erst sehen wir ihn ein Jahr lang im Ministerium
des Innern beschäftigt und nachher im Reichsmarineamt. Am
9. November 1907 kam Prinz Louis Ferdinand, der zweite
Sohn des Kronprinzen, zur Welt. Als in den ersten Tagen des
Jahres 1909 ein schweres Grubenunglück die Zeche Radbod
heimsuchte, stellte sich das Kronprinzenpaar an die Spitze der
Hilfsaktion, die in wenigen Tagen für die Hinterbliebenen
der verunglückten Arbeiter 300 000 Mark zusammenbrachte.
Diesem Akt von Menschenfreundlichkeit schloß sich schon wenige
Wochen später ein neuer an, als Mitte Februar durch den Austritt
der Elbe aus ihrem Bett viele Menschen um Hab und
Gut gekommen waren.
Vom 1. April des Jahres 1909 an sehen wir dann den
Kronprinzen beim 1. Gardefeldartillerieregiment, bei dem er
auch später die Führung der Leibbatterie übernahm. Schon
am 20. April erfuhr dieses Kommando dadurch eine Unterbrechung,
daß der Kronprinz in Vertretung des Kaisers sich
nach Bukarest begeben mußte, wo König Carol von Rumänien
in feierlicher Weise seinen 70. Geburtstag beging. Der junge
Kronprinz brachte dem greisen Monarchen ein Handschreiben
des Kaisers, das die Ernennung zum preußischen Generalfeldmarschall
enthielt. Als Kronprinz Wilhelm auf seiner Rückreise
dem Kaiser Franz Josef in Wien einen Besuch abstatten
wollte, ließ es sich dieser nicht nehmen, den ältesten Sohn
seines Bundesgenossen vom Bahnhof abzuholen. Unter dem
begeisterten Jubel der Wiener Bevölkerung fuhr Kaiser Franz
Josef mit seinem jungen Gast im offenen Wagen durch die
Straßen Wiens zur Kaiserlichen Burg. Nach dem Manöver des
Jahres 1909 erfolgte die Versetzung des Kronprinzen zum