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stehendes Grundeigenthum dauernd gesichert
werden kann.
Diese Ansicht hat Uns bewogen, mit
Auflösung der bisherigen bloßen privatrechtlichen
Verhältnisse der Fidei-Kommisse ein
öffentliches Institut durch Gründung der
Majorate außzustellen, denjenigen adelichen
Familien, welche sich im Stande befinden,
auf solche Art für die Foredauer ihres Namens
und Stammes zu forgen, die Mittel
hiezu möglichst zu erleichtern, und die
Masorats= Besizer als die ersten Grundeigenthümer
durch solche Vorzüge auszuzeichnen,
welche dieselben eben so sehr mit dem
gehörigen Ansehen umgeben, als an die verfassungsmässigen
Staats-Einrichtungen sich
anschließen.
Damit diese Unsere landesväterliche Absicht
allenthalben anerkannt und erfüllt
werde, haben Wir Unserem geheimen Rathe
aufgegeben, die hirrauf Bezug habenden
Verordnungen in allgemeine Revision zu
nehmen, und in ein das Ganze umfassendes
Edikt zu bringen, welches über diese Gegenstände
als allein geltendes Gesez angesehen
werden soll, und mit dem Tage der Publikation
auch für die seit der Bekanntmachung
des früheren Edikte erworbenen Staaten
und Landes: Theile in Wirksamkeit zu
treten hat.
Diesemnach haben Wir beschlossen, und
beschliessen wie folgt:
Erster Theil.
Von der Erlsschung der vormaligen
Fidei-Kommisse, und den rechtlichen
Folgen ihrer Auflösung.
1. Titel.
Was unter den aufgehobenen vormaligen
Fidei-Kommissen begriffen worden
sey.
G. 1. Durch das Edikt vom 28. Juli
1s sind nicht nur alle Geschlechts-Fideikommisse
der adelichen, und nicht
adelichen Familien Unseres Reichs,
sondern auch alle übrigen fideikommissarischen
Substiturionen, wie sie immer
beschaffen seyn mögen, im Allgemeinen für
erloschen anzusehen.
I. 2. Hiernach haben schon an dem
Tage der Publikation des ebengenannten
Ediktes (am 14. September 1808) nicht
nur alle Substitutioneêrechte der durch
die vormaligen Fideikommiß= Konstitutionen
berufenen, eigentlichen Fideikommiß
Folger aufgehbrt; sondern,
wenn bei solchen Fidei-Kommissen sich etwa
a) Kirchen, b) milde Stiftungen,
oder c) selbst Unser Fiskus substiruirt
befinden sollten, müssen auch diese hierin
den übrigen vormaligen Fideikommiß=Nachfolgern
gleich gehalten werden.
. 3. Es war jedoch Unsere Absicht
keineswegs, unter den erloschenen Fidei-Kommissen,
oder fideikommissarischen
Substitutionen, auch a) die