Full text : Kriegshetze und Völkermorden. I. Teil (2)

tion.

Nummer  50

und  Kriegsinvaliden  bat  bis  jeht  schon  über
7300  Mark  zu  vetzeichne

Afrauenchiensec,  l  2.  Das  Eis,  welches
die  nach  dem  Oslfurm  der  letzten  Woche  eingetretene
  Windstille  uns  gebracht  hatte,  wurde  am  23.

Februar  durch  einen  kräftigen  Südwest,  wöährend

ein  Flieger  über  dem  See  seine  Kreise  zog  zum
großen  Teil  wieder  zertrümmert  und  abge  rieben.
Bad  Uibling,  26.  2.  Besitzwechsel.  Die

Villa  Nr.  35511  in  der  Willingerstraße,  Eigen-  .

tumchHemIPktoaktcksFobaunPöUmgekm
Holzlttchcn,halbetk  Meggermeister  Frank  in
München  erworben.

Bas  Mibling,  26.  2.  Magistratssitzung
  vom  5.  Februar.  Auf  das  von  der
Gemeinde  abgefandte  Glückipunschtele  K#amm  anlahlich
  der  goldenen  Hochzeit  des  Königs  und  der
Königin  ist  eine  LHankadresse  mit  Bildnis  der
Majestäten  eingelausen.  Zwees  seitlicher  Erweilerung
  des  Ftiedhofes  wird  ein  anzrenzendes
Erun#täi  de;  derrn  Polthalters  Knabl  angelauft.

  Das  Bürgerrecht  w.  d  nachlehendden
Feldzugsteilnehmern  unentzelt  lich  rerliehen:
Dem  Magistralzassiikenten  Nit.  Kö-A

  Kriegogese  nen  Karl  Schröbinger,  dem
r#  lh.  ¾  und  dem  Maurermeister
rruer  gegen  Gebühr:  dem  Krämer
Martin  Sig.  Lien  20  Mk.,  dem  Geschäftsführer
der  Ortsiranlen  ilasse  Hans  Nigal  gegen  50  Mk.,
dem  Walserwart  W  Lidl  gegen  50  Mk.  und
dem  Marttselteiͤt  Josej  Eberle  gegen  85  Mt.
Die  Rechnung  des  Schlachthausbaufonds  pro
1913.  16  u.  die  Rechnu:  ig  der  Forktdildungeschullasse
  pro  1016  wird  genehmigt.  Zur  Bürgerheimstistung
  wurden  von  dem  Ehrenbürger  Hrn.
Marltobersekrelir  Wagner  in  Straubing  300
Mark  gettiftel,  vovon  dankbarst  Kenntnis  genommen
  wird.  Als  St#  Iifiungsverwalter  wurde
Magistratsrat  Nöler  ausgeftell!.

Fcilnbach,  W.  2.  Brandeines  Transsormators.
  Vei  dem  hestigen  Sturmwind
in  der  Nacht  zum  23.  Februar  entstand  in  der
zur  Ortschaft  Wichs  füh  zenden  elektrischen  Hochspannleitung
  brahrscheinlich  durch  Zu'ammenschlagen
  zweier  Drähte  Kurychinz  wodurch  der
am  nördlichen  Oltsrand  be  uefindlich:  Transformator
  und  die  nächststelenden  Masten  durch  Feuer
zerstört  wurden.

Finsterwall,  24.  2.  Schadenseuer.
Samstag  früh?  Uhr  brach  im  Miweese  der
Bauerswitwe  Tlöger,  zum  Stögmayr.  Feuer
aus,  mesches  in  lurzer  Zeit  das  ganze  Anwesen
in  in  Aehe  ua  egte.

erhalnuchrichien.

Rosenheim,  27.  Februar.
eförderung.  Unteros's  zier  Sim.  Mayer
aus  Wesierndozbei  Pang  wurde  zum  Sergeanten
  lefördert.
Mit  dem  Krönig-Ludwig  Kreuz  kind
Usgezeichnet  vorden:  Situmbeck  Gertrand,  Fabhwuesigeinn,
  Nggauer  Joserxh,  Möbelsabrikant
"6  1  Grad  E  Lasnermei
ster  und  Gemeide#  Silmachiigt  er;  Dunkel  Vikltor,
  ODlrelior  des  Städt.  Eleltrizilätsmerkes;
Bernti  dar  Jr##rh,  Staotpfarrprediger;  Jäger
Anton,  früber  Sladtlavlan  hier,  nun  Srititnal
in  Jangberg:  M.  Richildis  Böl  m.  arme  Schulschwester,
  Lellaiit  der  Kir  bderhorts.  Ferner  er:
bielten  anlärlih  der  Durchsehrung  der  U-  VBoot.
Srende  dab'et  die  gleiche  Anerlennung:  Jeis
Berta,  Amtzzerich  sdireltorsgatein;  Purucer
Emma.  Kaufimne  gattin;  Wäschenfelder  Karl,
Prokurist.
Gestollen  wurde  ein  Handleiterwägerl,

   

mittlerer  Gräte,  und  zwei  braune,  wollene
Merrdedeen  als  der  Slallung  des  Galhauses
Dusch

*

!*  ipenoreinsse  lion  Rosenheim.
Vor  einer  zahreich  besuchten  Versammlung  im
Flötzingerbrän  auch  Damen  waren  ercchienen
suprach  gessern  das  Ebrenmitglied  der  Sek-Herr
  Bezrlsarzt  Dr.  Mayr,  über  „Siiftskellerudien“".
  Mit  seinen  prächtig  aufhebauten
und  schön  stülfierten  Ausführungen  führte  der
Redner  in  die  zahlreichen  Klotert  iste  Ober=  u.
Niederösterreichz,  somie  Tirols,  2eigte  deren
Berkwürdiglein  und  Kunnschäge  und  führrte
im  Geiste  binab  in  die  liebtichen  Jdille  verschwiegener
  Rellereien,  deren  Weine  er  in  begeisterten
  Worten  zu  preisen  verstand.  Es  waren
dußerst  anregerde  und  gennßreich:  Schilderun.
gen,  die  am  Schinß  durch  eine  Anzahl  guter
Lichtbilder  ergintt  wurden.  Unier  dem  Beifall
der  Anwesenden  sprach  der  Vorsitzende  seinen
Dank  aus  und  knüpfte  den  Wunsch  daran,  der
sehr  geschätzte  Redner  woille  die  Sektion  Rosenheim
  bald  wieder  mit  solch  prächtigen  Ausführungen
  ersteuen.

ie  Jugen  dabteilung  des  K.  F.-B.
hält  am  Donnestag,  den  28.  Februar,  abends
balb  8  Uhr,  ihre  Versammlung  mit  Vortrag  im
Vereinslokal  ab.  Als  Reserent  wurde  Herr  Konrektor
  Wismayer  gewonnen,  der  uns  schon  im
Vorjahre  durch  zwei  literarisch  hochinteressante
Vorträge  erfreute.  Sicher  ist  auch  diesmal  der
Besuch  recht  schnend.  Mögen  darum  die  Mitglieder
  der  Jugendabteilung  recht  zahlreich  kommen.
  Besonders  herzliche  Einladung  ergeht  hiemit
  an  die  Damen  des  K.  F.-B.

Die  Freivilligen  Automobil-Kolonnen
  des  Migemeinen  Deutschen  Automobil-Klub
  (F.  A.  K.)  nehmen  wieder  Neuanmeldun.
gen  von  Herrfahrern  mit  eigesem  Kraftwagen
und  Fufreiscein  3b  sdwie  von  Berufs-Kraft.
Dagenfahrern  entgegen.  Betreffs  Militäroer-————

  Ayelzer

bältnis  gellen  dieselben  Vorschriflen  wie  für
Mitglieder  der  Freimilligen  Krankenpflege.  Es
lönnen  sich  also  auch  Hilsediemspflichtige  sielben-Näheres
  durch  die  Gesch  sstestel  der  F.  A.
München,  Neuturmstr.  5.

Zum  Kammerer  .  Kapitels  Ro—
senheim  wurde  HH.  Pfarrer  Joseph  Almer
von  Psassenhofen  erwählt  und  als  solcher  ober-Tirllich
  beslätigt.

Schlachtviehenteignung.  Mit  Rücksicht
  auf  die  unbedingte  No:Jwendigke  I,  das  zur

Belieserung  des  Feldheeres  erforderliche
Schlachtoieh  aufzubringen,  hat  die  Bayerische
Fleischversorgungsstelle  beantragt,  bis  auf  wei
leres  alle  durch  Beschluß  des  Mblieferungsausschusses
  als  enbehrlich  bezeichneten  Schlachtvielhucke
  zu  enteigucu:  bie  nicht  freiwillig.
an  die  Vayerische  Fleischversorgungefslelle  abgegeben
  werden.

Der  Kampfgenossen  und  Veteranenverein

  Rosenheim  hielt.  wie  bereitc
mitgeteil|,  am  ber  gangenen  Sonntag  imn  Hotel
t,Knig  Otto“  seine  25.  orden'l.  Generalversammkung
  ab.  Nach  üblicher  Begrüßung  der
erschienen  Ehrcrmünlieder  und  Kanteraden  durch
den  1.  Vorstand.  Herrn  Karl  Nußrainer,  wurde
  ein  begeiitertes  Hoch  auf  den  allverehrten
Protettor  des  Gampfgenossen  und  Veteranenvereins,
  König  Ludwi!  3.,  Zu  seinem  60  jährigen
  Ebeiubilänm  ausgebrachl.  Redner  sprach  seinen
  besonderen  Dank  aus  allen  denen.  swelche  ich
auch  im  verflossenen  Jahre  der  Vereine  zur
Verfügung  gest  ellt  hatten.  Besonder-  wunde  die
hochherz'ige  Gabe  des  2.  Vorsitzenden,  Herrn
Perr,  dankend  anerkannt,  welcher  an  mehrere  bedürftige
  Kriegerfamilien  zu  Weihnachten  23  Ster
Holz  verteilen  ließ.  Dem  Jahresbericht  iit  Folgendes
  zu  entnehmen:

1917  sanden  tatt:  1  Hauptversammkung,  2
Monaterersammlungen  und  4  Ausschußsitzungen.
Ausgetreten  bzw.  versogen  sind  83.  gestorben
11  und  im  Kampfe  fürs  Vaterland  Daben  13
tapsere  Kameraden  den  Heldentod  erli#ten.  An
Gollesdiensten  bzw.  Beerdigunden  in  der  Verein
leit  Kriegsbeginn  278  mal  ausgerüdt.  Der  Mitgliederstand
  ab  1.  Jannar  1913  im  65  Ehrenmitglieder.
  1001  allive  und  64  padive,  zusammen
  1100  Mitgliet  der.  Mit  dieser  Milgliederzahl
sieht  der  Verein  unter  den  mililäriichen  Vereinigungen
  in  Bayern,  die  dem  K.  B.  Kriegerbund
angeschlossen  snd,  an  J.  Stelle.  543  Kameraden
sind  Feldzugesoldaten,  ron  diesen  stehen  wieder

derzeit  unler  Waffen.  An  Auszeichnungen
*  Kriegsbeginn  sind  zu  ver:eichnen:  3  goldene
  und  2  silberne  i  edaillen,  13
Milit.  Verd.-Orden  4.  Kl..  117  Milit.-Verd.
Kreui  I.,  2.  u.  3.  Kl.  mit  Krone  .  Schwerler,
  7  Eiserne  Kr  Peuze  1.  Klasse,  130  Siserne
Kreuze  2.  Klasse,  5  österreich.  filb.  biw.  kronz
**  n  cduthcn  Mit  dem  König-Ludwias=Krenz
  sind  27  Mitgl.  bedacht  worden.  Kafssaitand:
  (Gesa:  gleinnal#men  2302,40  Mk.,  Auegaben
  1900.64  Mk.,  Atiaren  392,  76  Mtk.  HJur
Weihnachtesrende  sind  028  Ml.,  zu  sonnigen  Unterulitzungen
  213  Ml.  veranegabt  worden,  seit
Friegebegim  di:  nanhafte  Summe  von  3020
Mart.  Die  Sterbe!a'sa  schließt  ab  mit  Einnahmen
  3104,40  Pr.,  Musgaben  3001,45  Mk.,  Aktiore#t
  12,.05  Mk.  Das  Reinvermögen.  wolches
um  grösen  Teil  in  Ariege  Sganleihe  angelegt  ist
heträgt  12  702.95  Mk.  Die  Mitgliederzahl  dieser
  Kasse  ist  427.

Die  Vornande.  und  Ausschußergänzungswahl
wurde  durch  Zuruf  vergenommen.  Gewählt  wurden:
  1.  Vorst.  Hr.  Nußrainer,  als  2.  Vorst.  Hr.
Perr  sowie  die  Herren  Bausch,  Knarr,
Loferer,  Obermayer  und  Walz.  Anschließend  an
den  geschäftlichen  Teil  fand,  der  ernsten  Zeit
entslrechend,  eine  schlichte  Feier  statt,  galt  es
doch  10  verdiente  Mitglieder  mit  der  25-jährigen
Mitgliedschaftsurkunde  zu  ehren.  Herr  Ehrenvorstand
  Heinritzi  überreichte  i  in  vorangegangener
patriotischer  Ansprache  den  Herren  Jubilaren
das  künftlerisch  ausgesülrte  Gedenkblat!.  Es  waren
  folgende  Herren:  Nuh  rainer.  Ratebote
und  1.  Vorstand,  n-  Gohner,  Korbmacher.
Josef  Ehrendeck,  Färbermeister,  Gabr.  Huber,
Küser,  Leonhard  Karl,  pens.  Portier,  Math.
Koypenhofer,  Pfründner,  Jos.  Meyerl,  Heizer,
Jos.  Ring,  K.  Oberlokomotioführer,  Jos.  Seidl,
K.  Oberlokomotioführer  und  Anton  Marey,
Möbeltransporteur.  Möge  allen,  nach  dem
Wunsche  des  Redners,  ein  goldenes  Vereinsjubiläum
  beschieden  sein.  Ehrenmitglied,  Herr  PribLatier
  Simon  Haas,  sprach  dem  Verein  seinen
herzlichen  Dank  für  die  ihm  erwiesene  Ehrung
guahuw  seines  80.  Geburtstages  aus.  Vorstand
  K.  Nuktrainer  dankte  in  beredten  Worten
im  Namen  aller  für  die  erwiesene  Ehrung  und
sprach  die  Hoffnung  aus,  daß  die  nächste  Generalversammlung
  im  Zeichen  des  Friedens  stehen
möge.

 

 

Unsere  verehrlichen“  Ceser,  welche  den
„Rosenheimer  Anzeiger“  täglich
an  unserem  Seitungsschalter  abholen,
bitten  wir  Höfl.  Savon  Kenntnis  zu  neh
men,  daß  wir  infolge  der  immer  emp
findlicher  wersenden  Hapierkna  W
Beit  genstigt  sind,  künftig  die  Aush
ölgung  des  latte-  ohne  vorzetgung
  der  Bestellkarte  ausnahms.
los  abzulehnen.

Wir  chten  daher  an  unsere  Schalterabonnenten
  die  Bitte,  die  Bestellkarte
bei  Abholung  der  FSeltung  jeweils  un-Lufgefordert
  porzmieigen.

 

—  —

 

#  v

MTB.  SG  *  I  sauste-sause«  sen
27.  2.  1  Drahtb.

Westlicher  e  ç

An  der  VD#er  wurden  einige  Belgier  gesangen.
  An  der  flandrischen  Front,  beiderseils  der
Scarpe,  in  der  Champagne  und  auf  dem  ölstlichen
  Maasufer  lebie  die  Artiliere.ätigkeit  am
Abend  auf.

Vielsach  lam  es  zu  heftigen  Lustlämpsen.
  Ein  einheitlicher  Angriff  englischer  Flieger
  gegen  unsfere  Vallone  zuischen  OCise  und
NAisne  scheilerte.  Wir  schossen  geitern  15  feindliche
  Flugzuge  unb  drei  Fetjelballone  ab.
Hauptmann  Nitter  von  Tuticheck  ecrang  seinen
24.  Lustsieg.  Gefreiter  Kafiner  brach'e  bei  einem
  Fing  zwei  Fesselballone  zum  Absturz.

Cestlicher  Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe  Eichhorn.

Nördlich  von  Dorpat  nahmen  wir  zweirus.
sische  Regimenter  bei  ihrem  Nückmarsch  gefangen.


Heeresgruppe  Linsingen.

In  der  Ukraine  wurde  ein  feindliches  Bataillon,
  das  sich  bei  Korostysthewo  (30  Kilometer
östlich  von  Shitomir)  unserem  Vormarsch  in  den
Weg  stellte,  unter  Verlusten  zerstreut.  Südlich
von  Shitomir  drangen  unsere  Truppen  bis  Berditschew
  ror.  In  Kremenez  (südtich  von  Dubno)
nalmen  wir  den  Stab  eines  russischen  Generakommandos,
  einen  Divisionsstab  und  200  Mann
gefangen.

Mazedonische  Front.

Englische  Abteilungen,  die  über  den  Butkowa-Fluß
  gegen  die  bulgarischen  Stellungen  vordrangen,
  wurden  im  Gegenstoß  zurückgeworfen.

Ludendorff.

19000  Tonnen  versenkt.

s§s  Berlin,  27.  2.  (UAmtlich.)  Auf  dem
nördlichen  Kriegsschauplatze  vernichteten  unsere
Aboote  neunzehntausend  Bruttoregisier-Tonnen
  seindl.  Handelsschiffsraumes.

Der  Chef  des  Admiralstabs  der  Marine.
Die  Friedensbedingungen.

*  Berlin,  27.  2.  Das  gestern  von  Unter
sigalesekratär  von  dem  Bussche  im  Reichstag
mitgeleilte  Ult/imatum  selt,  mi:  der  „Bervli
  net  Lolata  iger,  ·  sagt,  kktvassai:de75m15clz;
dkkoekcu««ac::u»..Ioch1uOps-·
häue  haven  kömnen.  Wir  sehen  zu  umerer  lelhaften
  Ereude,  daß  das  Wort  von  dem  Frei-  .
brief,  den  wir  umeren  Feinden  nicht  einräumen!

I
l

 

lomcnwennncalatt.-utdcslsirtequmith
Eroberunge=  und  Vernichtungsp!  äne  willen  be
liebig  in  die  Länge  ziehen  zu  können,  mehr  war
als  ein  bloßer  Nezerchwall.  An  den  Grundiggen
  unserer  Friedensvorsch#äge  für  den  Osten
Uaben  wir  festgehalten,  aber  Vorf  schriften  über
die  Art  und  Weise,  wie  dieser  Wille  erkundet
werden  soll,  lassen  wir  uns  nicht  machen.
klirrende  Ton,  den  dieses  Ullimatum  anschlägt,
ist  gar  nicht  mit  zuveritehen  und  er  wird  auch
in  Rußland  und  darütder  hinaus  wohl  verstan.
den  werden.  .

sa5»ockln.ckaq«bu1tt«fäsrcclIllnfckcI
Methode  hat  sich  im  **  genwärtigen  Augenblick
als  sehr  wirlfam  erwiesen.  Trobki  und  Joiffe
sind  bereits  nach  Breit-Litowsk  unterwegs.  SZie
werden  dort  alles  unkerzeichnen,  auch  den  Artilel
  1,  wonach  Rußland  und  Deutschland  fortan
in  Frieden  und  Freundschaft  zu  leden  gedenken.
Sich  zu  große  Hoffnungen  auf  freundschaftliche
Gesinnung  zu  machen,  wäre  wohl  verfehlt.
Man  bringt  uns  auf  einem  Ruhekissen  Jume.
len,  die  gewiß  sehr  kostbar  sind  ein  Rubekis-*
  ist  es  für  Deutschland  nicht.

Die  Friedensverhandlungen

!  Rumänien.

s§  Wien,  27.  2.  Ueber  die  Frirdaiaperbue“  «
lungcnnutanamcnvetlautetdaßdtMit--telmächte,
  besonders  Oesterreich:  Ungarn,  auf
der  freien  Donau  bis  zum  Schwarzen
Meer  bestehen  werden.  Rumänien  duldete,  als
es  noch  neutral  war,  daß  Serbien  die  Donau
mit  Minen  verseuchte,  obwohl  dies  den  Bestimmungen
  des  Berliner  Vertrages  widersprach.
Gegenwärtig  bilret  Rumänien  das  einzige  Hindernis
  für  den  ukrainischen  Getreide-Transport.
Freih.  Aurel  v.  Anziul,  Reichsratsabgeordneter
und  Führer  der  österreichisch-ungarischen  Rumänen,
  bezeichnete  in  einer  Unterredung  die  Auffassung,
  das  neue  rumänische  Kabinett  sei  ententefreundlich,
  als  unrichtig,  da  Averescu  der
gemäßigteren  Richtung  angehöore  und  der  Außenminister
  Mischu  ein  enischiedener  Freund
Oesterreichs  sei.  Carp,  Marghiloman  u.  Stera.
die  belannten  Freunde  der  Mittelmächte,  werden
  bei  den  Verhandlungen  eine  große  Rolle
spielen.
entstehen,  doß  Rumänien  noch  ein  Teil  der  Butowina
  Und  zwei  siegenbürglsche  Konitale.  verlangt;
  noch  wichtiger  sei,  was  die  Monarchie  von
Rumänien  verlange,  nämlich  die  Linie  von  Predeal
  bis  Carprina.

Der  deutsche  Vormarsch  im  Oken.
*  Kopenhagen,  27.  2.  Die  „Times“
meldet  aus  Petersburg:  Die  russischen  Sas
ten  seyen  dem  deutschen  Vormarsch  leinen  oder
nur  a#rrinhen.  Wivertand  entgegen.  Die  volme

  scheinen  mit  den  Deutschen  zu-Ten
  r  Die  Stadt  Minsl  wurde

l
l
Der
I
»

 

auf  gegen  Me'rre.

Große  Schwierigkeiten  dürsten  dadurch
1

Donnerstag,  28.  Feblune  1913

von  polnischen  Soldatken  im  Einverständnis  mit

den  Deutschen  beseyt.  Die  Deutschen  entwaff

neien  40  00,,  Russen,  machten  sie  aber  nicht  zu

Kriegsgefangen  ln,  sondern  ließen  sie  lausen,  sobald

  sied  ie  Wassen  cberler  hatten.
Kinnland.

5  -todbolm,  27.  2.  (Drahtb.)  Der  Führer
der  Roten  Garde  in  Finntand  ist  nach  Peters.
hurg  zuruqnelelrt.  um  über  die  Lage  in  Finnland
  Bericht  zu  erüatten.  Seine  Acukerungen
eigen,  daß  Fiunland  für  Rußland  als
cendgültig  verlorengilt,  da  vo#:  fremde
Eiemente  der  Weißen  Garde  großhe:n  Beistano
leisten  und  die  Finnkänder  U  udier  ung  bei  den
Schweden  finden.

Elemenee  us  Frontreisee.

*  Vern.  27.  2.  (Drahtb.)  Clemencenn  erklär.
te  uber  seine  Frontreise,  seine  Einorecke  seien
ausgczeichnet.  Die  Stimmung  der  belg’schen  Armee
  sei  vorzüglich.  Sie  sei  entschlossen,  bis
zum  Tode  (7)  das  noch  freie  belgeehe  Gel  iet
zu  verteidigen.  Hierauf  sKtattete  Cleinen
auch  der  rortugiesischen  und  englijchen  Front
einen  Besuch  ab.  Er  sag:e  darüber,  unfere  #
liierten  erwarten  mit  Ungeduld  den  furchtbaren
Vor'cß  des  Feindes.  der  nich  lange  mehr  auf
sich  warten  lassen  wird.

Vorzeitiger  Schluß  der  itallenischen

  Kammertagung.

*  Zürich.  27.  2.  Drab#b.)  Das  Giornate#
Italia  meldet.  der  oorzeitige  Schluß  der  ito  lien
schen  Kammerdiskussion  unter  Verzicht  auf  eit
Budget-  Dekatte  sei  durch  die  ernften  Nr
nijie  der  italienischen  Negierung  über  die  in
lernationale  polilische  Lage  rerurfacht
worden.

Abberufung  des  englischen  Marine
Attacheés  in  Washington.

s  Bern.  2).  2.  r  rahtb.)  #  Der  englische  Morine-Attach
  Walbing'on  i't  nach  Eng'and
Szurüdberusen  weroen.  Die  Abberu##ung
w##rd  auf  persênliche  Di  fererzen  mit  dem  neue:
englischen  —p#ztaidoflschafier  Lord  Rearoinze  zu
rückgeführt.

Kleine  Tagecschreonik.

Venedig  wurde  am  22.  Februar  abends  drei
mal  von  österr.  Fliegern  angegriffen;  im  ganzemwurden
  27  Vomben  abgeworfen.  Zwei  Kaffee
äuser  in  der  Nähe  des  Campo  Goldono  seien
zerstört.  drei  Perlonen  gelözet  und  neun  verwundet
  worden.  Di  Flieger  wandten  sich  bie  r
Uo  i..-I«Ko"ileiici.i
scsizii1«ciI-iciusirvc.is.i.ic«.  inslicsss
ockwuii"c«.’«.i.i..""so-iieir.i:irdeCa7!clfranco
  getroffen.

—

Die  Bolscheu##i

 
      
 

   

erfüllt.

  

 

4  är#esten  Pezfem
Justut  und  Tauritchen  Par  n
Ja  i.»1ii«(-i.L-ci«  noen  à-  i
EEIIIIIE  eroten:  ai
Vlätter  sind  unier  drüch
Volkskommssjar  Sti#  ieligraz  i#t  aus
iew,  die  marimaliftisch:  Rada###erde  der
[Frieden  mit  der  Rada  der  ut  —iilii
chen  V  Belitere:  ’e  re  **“

 

Aus  dem  Gerichsfaal-—

Vodenloser  Leichtsinn  und  seine
Folgen.  Die  00  jahrile  Bauerttochter  Amnag
Mitterer  von  Aigleham.  einzige  Toch'cr  eines
wollhabenden  Bauern  in  5  Dievoldeberg  ließ  sich.
obwohl  sie  hereits  ron  cinem  ebenfalls  b:  guterlen
  Vauerssohn  in  der  dortigen  Gegend  ein  Hei
ratsversprechen  hatic.  trotzdem  mit  einem  dert
Guie  ihres  im  Felde  ilchenden  Vaters  zugetcilten
rufsischen  Kriegsgefungenen  in  Beziehungen  ein.

die  bald  ihre  Folgen  zeigten.  Am  9.  November

1917.  während  sie  in  Oberhößlwang  bei  einer
Beerdigung  weilte,  frellten  sich  die  Vordoten  der
Geburt  ein.  Sie  degab  sich  in  ein  nahe  gelegenes
Holun  schenkie  dort  einem  Mädchen  das  Leben.
Bob  cs  vom  Boden  auf,  heckte  ihm  das  Taschen:
tuch  in  den  Mund.  daß  es  erktickte,  wickel.  es
in  einen  Rock  und  machte  sich  auf  den  über  eine
-tunde  entfern:  gele  zenen  Hei  mweq.  Auf  dem
Wege  dorthin  grub  sie  die  Leiche  in  einem  einzeln
dastehenden  Stadel  einen  Meter  tief  in  das  Heu
wo  es  wider  ihr  Erwarten  nach  wenigen“  Tagen
gefunden  wurde.  Zu  Hause,  wo  sie  ihre  Schwangerschaft
  stets  geschicht  zu  verdergen  verstand.
angekommen,  kleidete  sie  sich  um,  begab  sich
losort  an  ihre  Arbeit  und  schaffte  auch  in  den
nächsten  Tagen,  als  od  gar  nichts  vorgesallen
wäre.  Als  die  Leiche  gefunden  wurde  und  der
Berdacht  sich  gegen  sie  richtele,  leugnete  sie  und
war  jehr  entrüstet,  daß  man  ihr  so  etwas  nur

zumute.  Erst  als  sie  nach  11  Tagen  sich  einer

ärztlichen  Untersuchung  unterziehen  mußtce,  legte

sie  ein  umfassendes  Geständnis  ab.  In  der  Verhandlung

  wiederh##te  jie  dasselbe  und  gab  als
Grund  die  grenzenlose  Furcht  vor  ihrem  überaus
strengen  Valer  an.  Derselbe  habe  ihr  oftmals
gedroht,  sie  samt  dem  Kinde  aus  dem  Hause  zu
jagen,  wenn  so  etwas  vorkomme  und  ihr  Vater
I  sei  ganz  der  Charalter,  seine  Drohung  auszuführen.
  Diese  Behauplung  wurde  auch  von  verschiedenen
  Zeugen  bestätlgt.  Die  Angeklagte  wurde
vom  oberbayer.  Schwurgericht  freigesprochen.

Wekterbericht  für  Donmerstag  den  28.  Februar.
Veränderliche  Bewölkung,  zeirweile  Strichregen.

ch  ßes