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Redners, gegen die ergreifende Macht des Gesanges! Die Sprache
macht erst den Menschen zum Herrscher über das ganze Gebiet des
Sichtbaren und verbindet dieses mit dem Unsichtbaren, mit Gott;
sie gibt Zeugnis von unserer göttlichen Abkunft.
Solches alles macht den Menshen allein zum vollkommensten
Geschöpfe der Erde und prägt in ihm das Ebenbild Gottes aus.
Durch solche Vorzüge hat der Mensch sich denn auch die sichtbare
Natur dienstbar gemacht und sie zur Verschönerung seines Daseins benutzen
gelernt. Ihre mächtigsten Kräfte sind ihm untertan geworden.
Die Früchte des Feldes veredelt er, nützliche Tiere fesselt er durch
Liebe und Pffege an sich, des Feuers Gewalt wird sein Diener, muß
tip seine Lebensmittel bereiten uud schmackhaft machen helfen, muß
ihm die Metalle zu Werkzeugen, Waffen, Geräten, Münzen und
tausend andern Dingen des Bedürfnisses und des Wohlbefindens
umbilden. Fasern der Pflanzen werden seine Kleidung- Stämme
der Bäume, Erde und Steine die Bestandteile seiner Wohnungen
oder als Glas, Porzellan, Steingut und Töpferton der Stoff für
mannigfaltige Geräte. Dampf, Masser und Wind müssen die kunstvollen
Maschinen treiben und dem Menschen die Kraft leihen, für die seine
geschickte Hand nicht ausreicht.
Menschenarbeit verwandelt das öde Gelände in lachende Saatfelder,
Sümpfe in üppiges Weideland, rodet Wälder aus, zieht Deiche
an den Flußufern entlang und wehrt den verheerenden Uberschwemmungen,
ja weiß selbst den Meeresfluten die fruchtbaren Marschen
abzugewinnen, in denen zahlreiche Anbauer reichlichen Unterhalt
finden, — und alles dieses Land bedeckt er mit Städten, Dörfern
und Gehöften, deren Bewohner sich vereinigen zu gemeinsamer
Tätigkeit für ihr Wohl und ihren Nutzen.
Aber das ist noch nicht alles, was der Geist des Menschen in
der Natur schafft. Uber hohe Gebirge baut er Straßen in das
Nachbarland und tritt mit diesem in Verkehr; an den Meeresküsten
baut er sichere Häfen, für seine Schiffe, mit denen er die Meere
durchschneidet, seinen Uberfluß in die Ferne bringt zum Austausch
für Schätze, die ihm seine Heimat nicht spendet, und die er für die
Verbesserung und Verschönerung seines Lebens verwendet. Mlanzen
und Tiere, Werke des Fleißes und der Kunst gehen von einem Erdteil
in den andern und, was mehr ist, auch die Gedanken, die
Ferchungen, das Wissen und das Wort des Friedens. Das plumpe
ahrzeug auf unsicherem Wege, das schwerfällige Ruderschiff und
das von Wind und Wogen abhängige Segelschiff gebrauchten Wochen
und Jahre zu dem Wege, den der Dampfwagen und das Dampfschff
in Stunden und Tagen durcheilen, und der Gedanke, das