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A Augsburg ! und die der Grafen und Herrm behandelt.?
. DIE OV.
April 26.
Bairische Rechnung.? Bei der Umfrage werden der zu niedrige
Anschlag, die zu hoch angesetzten Kosten für Proviant und für die
hohen Aemter, für Kuriere und Schickungen, die Anrechnung erlittener
Schäden bemängelt. Ebenso werden die fränkischen * und die konstanzer
Rechnung [fehlt] vorgenommen und schliesslich wird von Baiern erinnert,
dass jeder Kreis nun zur Zahlung seiner Rechnungen zu schreiten habe. —
Dem Grafen von Rietberg wird eine Stimme für sich in der Union zu-
erkannt, so lange nicht andere rheinische Stände in den Bund treten.
Nachmittagssitzung. Baiern proponiert wegen Vermehrung
des Vorrats. Trier will das Unionswesen befördern; man soll sich
dazu einer erklecklichen Defension vergleichen, bei der jeder tut, was er
kann; friedfertige Stände im Reich und ausserhalb suche man zı
gewinnen; vielleicht könnte bei einigen Katholischen der Papst durch
Ermahnungen helfen, unkatholische Stände soll man wenigstens zur
Neutralität bewegen. Zur Verbesserung der Mängel wäre dienlich, die Ad-
junkten zeitlich zu berufen und nicht jedesmal Unionstage auszuschreiben.
Köln schlägt die Erhandlung der Stadt Köln und der Bistümer Lüttich,
Hildesheim und Münster vor, fügtaber bei, dassmit Münsterallein zu handeln,
hm wegen der Generalstaaten bisher bedenklich war, dass Hildesheim wegen
seiner Lage nicht viel Beisprung hoffen kann, in Lüttich bisher geringe Neig-
ung war und dieStadt Köln ihre grossen Ausgaben vorschützt. — Mainz:
man muss wissen, ob sich jeder Stand nach der Reichsmatrikel anschlagen
lassen und wie hoch er sich angreifen will; darnach ist der Anschlag für den
Bund zu machen und aufeinen neuen Vorrat zu denken; Mainz könnte auch
für sich auf Moderation dringen, lässt es aber bei der Matrikel. — Aehnlich
Baiern. — Demnach wird umgefragt,ob jeder Stand sich der Matrikel be-
quemen will: Trier und Köln, ebenso Strassburg und Passau be
gehren Moderation und klagen über die Beschwerung ihrer Stifter, während
die andern es bei der Matrikel belassen wollen. Konstanz beschwert sich
ı Augsburg stellt an Ausgaben 61396 fl. 15 krz, 5 h. in Rechnung,
darunter 52000 fi als Darlehen zur Abdankung des Ligavolks; seine (Quote
betrug 33252 fl. (Winz., a. a. O.).
? Die Grafen und Herrn legten eine Rechnung mit 26329 fl. 46 krz.
für erlittene Schäden und gelieferten Proviant vor; von der Quote hatte
nur a robenius Graf von Helfenstein 2604 fl. erlegt (Mc., Entstehung, Fasz. L,
no. 9; Or.).
® Die Detailrechnung fehlt; Baierns Quote wurde mit 95056 fl. be
rechnet, der vom Herzog geleistete Vorschuss (ohne die Ausgaben) betrag
129053 fl. (Winz., a. a. Ö.).
“ Bamberg und Würzburg verrechnen an Ausgaben für Werbung eines
Regiments Knechte und dreier Kornete Reiter 162860 fl. 8 krz,, wovon auf
Bamberg 69650 fl. 51 krz., auf Würzburg 93209 fl. 17 krz. treffen; an
der gr hatte Bamberg 9600 fl, Würzburg 30500 fl. bezahlt (Wmz,
a. a. O.).