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nemmen, ingredi iler pedibus Maaler; etwas unter
die fusze treten, verachtend; einem etwas unter die
hand, den fusz geben, heimlich ratend; einen unter die
erde, unter den boden bringen, seinen Tod veranlassen;
da kuam mir in der vorstadt ein reisender kaufmann
unter die nugen C FMeyer Pesc. 93; er soll mir nie
wieder unter die augen treten!; einem etwas unter die
nase reiben, sagen, vgl. nase 19; alle unter einen hut
bringen, vgl. unter hut; unter die waffen treten; trommeln,
die das kleine heer unter die waffen riefen
Hauff 6, 91; ein land unter wasser setzen. es überschwemmen;
das schiff geht unter segel; in Bezug auf
Gewalt, Rang: sieh unter einen stellen, beugen; unter
das gesetz gethan Gal. 4, 4; (wir) nemen gefangen
alle vernunft. unter den gehorsam Christi 2. Cor. 10, 5;
auf Gemeinschaft: lieszen in durch die ziogel ernieder
mitten unter sie Luc. 5, 19; der unter die mörder gefallen
war 10, 36; er kommt wenig unter leute; es ist
mir gunz unmöglich, unter menschen zu geben Schiller
Kab. 5, 6; unter die solduten gesteckt werden; eine
nachricht, geld unter die leute bringen, u. s. w.; von
Gegenständen: etlichs fiel unter die dörnen Matth. 13,7;
salz unter die speise, wasser unter den wein thun,
den pferden häckerling unter den haler mengen; under
den most thön oder vermischlen, in mustum addere
Maaler; u. a. e) in einigen zeitlichen Verbindungen
mit Gen.: unter essens Adelung; unter weges, dafür
auch: dasz einer unter wegens ist Lessing an EKönig
1770; vgl. unten die Zusammenrückungen unterwegs,
unterdes. 1) unter in untrennbaren und ktrennbaren Zufammensetzungen
mit Verben in gleicher Weise wie uber
(s. d.) sich verhaltend; auch hier vereinzelte Mischungen
beider Reihen (vgl. unterdruücken, Tlaufen, ZTiegen, sschieben,
u. a.)
Unter, m. Flgur im deutschen Kartenspiele, Bube,
sranz. v##e im 15. Ih. noch der untere Adelung, bei
Campe untere und unter; jetzt nur in letzter Form:
einen unter haben, mit einem unter stechen, die vier
unter der karte.
Unterabtellung, f. weitere Abteilung eines schon abgeteilten
Dinges. — Untcrarm, m. unterer Teil des
rmes. — Unterhau, m. unterer Teil eines Baues,
Grundbau: dom, welcher auf sehr gewölbtem unterbau
steht Moltke 6, 97. — Unterbekt, n. unteres Bettstück
Schiller Näub. 1, 2. — unterbinden, untreunbar, durch
Binden am untern Ende an Entwickelung oder Schaden
hindern; eigentlich: die nibelschnur ist nicht unterbanden
worden Schiller Räub. 1, 2; bildlich: ist
dieser besitzung die weitere entwickelung unterbunden
Bismarck Red. 14, 171; dasz hier eine ungeheuere
volkskraft .. kunstlich unterbunden war Treitschke
5, 4; — trennbar, unter etwas anderes binden: er bat
sich fllzähacken untergebunden. unterbleiben, untrennbar,
nicht in die Höhe kommen, wegbleiben, unterlassen
werden: du wirst schen, es unterbleibt nicht,
eærperieris Koc cerfo cerdus ebenfura esse Stieler;
die wintersnat muszte auf einem guten theile der felder
unterbleiben Häusserd. Gesch. 3, 133. — unterbrechen,
untrennbar, mhd. underbrechen, abbrechend dazwischen
treten, rede, urbeit, geschüft; hugel, die von tiefen
Schluchten unterbrochen waren Novalis Osterdingen
47; einen, in einer Beschästigung: wenn ich die worin
unterbreche Schiller Kab. 2, 3; in einer Rede: unterhrich
mich nichl Fiesko 2, 13; Part. ein unterbrochenes
fest. stelldiehein u. ä. — unterbreilen, untrennbar, breitend
vorlegen: substernere underdreiten Dief.; in
neuerer Spr. besonders von Schriftstücken, Darlegungen:
er unterbreitete ihm den brief zur unterschrift; ideen.
die ich hiermit Ihrer kritik unterbreite Bismarck Red.
10, 73; — trennbar, unter etwas breiten: er breitete
ihm einen teppich unter. — unterbringen, in älterer
Sxr. untrennbar, = unterwersen: das land ist unter
Unter — unterbringen.
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bracht fur dem herrn 1. Chron. 23, 16; neuer trennbar,
unter etwas bringen, in Schutz, Obhut u. ä., einen
jungen in die lebre, getreide in die scheune; er hut
sein geld gut untergebrucht; ich habe sie (die Truppen)
bei den kapuzinern untergebracht Schiller Fiesko 3, 4;
zur Heirat: er hat von seinen töchtern noch keine
untergebracht. — Unterbruch, m Handlung des Unterbrechens,
erst in jetziger Spr. für unterbrechung: ging
die entwickelung gunz frisch und ohne unterbruch von
statten Keller Werke 2, 140; dröhnend sonder unterbruch
CFMeyer Ged. 66.
Unterdes, Zusammenrückung von allgemein hinweifendem
Gen. des mit onter (s. d. 36): hot sich unterdesz
zuruekgezogen Schiller Kab. 2, 3; die kammerjungfer
suchte unterdesz hinter allin hecken herum
Eichendorff Taug. 29; in erweiterter Form tvogl.
dessen unter der): unter dessen .. erzähl ich der residenz
eine geschichte Schiller Kab. 2, 7; in Verbindung
mit dasz: unterdessen dasz ew. (Neclienz dieses
besorgen 3, 1; in leiser gegensätzlicher Verwendung, wie
immerhin, jedoch: ich habe (bei einer Declamation)
nichts als vocale gehört . unterdessen ist es meine
schuldigkeit mich für eine so liebenswürdige intention
dankbar zu erweisen Goethe Wahlverw. 2, 5. — nuterdrücken,
zu Boden drücken und dadurch hindern oder
beseitigen; im 1.1. Jh. als neues Wort verspottet (vgl.
Socin Schriftspr. 535), in älterer Spr. ktrennbar: wir
werden untergedruckt 2. Cor. 4, 9; aber auch, wie jetzt,
aunntrennbar: gott hat .. die feinde unterdruckt 1. Macc.
12, 15; arme (Hiob 20, 19), niedere, gegner, eine antwort
(Schiller Kab. 3, 6), thrünen (3, 4), ein buch,
eine zeitung unterdrucken; unterdrücken Sie eine zeitlang,
dusz Sie vater sind Kab. 3, 1; die die unterdruckte
tugend ehrt Schrift. 3, 175; cin in unterdruckten
lauten geführtes gespräüeb CF Meyer Ang. Borgia 142;
substantivisch: unterdruckte, geplagte heulen zu ihm
aut Schiller Ränb. 5, I.
Unterfangen, untrennbar, mhd. undervähen. durch
Unterfassen stützen; in der Spr. der Maurer, eine mauer,
wand, cin gewölbe; desselben jars unterfieng man den
Tiergartner turn D. Städtechr. 10, 286; allgemein —
ergreisend beginnen, etwas: es nehme jbn wunder, was
Casar, oder auch die Römer in seinem landt Gallia
underüngen Zinkgref 1, 400; refl. — sich eines Dinges
annehmen, ausführend, helsend, stützend: wolten sich
der sach der geistlichen nit underfachen D. Städtechr.
3, 118; er unterfünget sich mehr, als er nusrichten kan,
mdores viribus res aggreditur Stieler; wenn trüumend
s. zu schaun in kunftge zeiten ich wich unterling
Freiligrath 1, 139; in tadelndem Sinne: verwegener!
was unterfangt ihr cuch, in euren blotgen
frevel mich zu flechten? Schiller M. Stuart 1, 1;
unterfüngt Er sich, hier . za leugnen? Hrfleist
zerbr. Krug 7; — dazu Ins. als Subst.: ihr unberedter
mund bostraft sein unterfangen Uz 2, 196; waleh ein
schulwidriges onterlangen Keller Nachl. 214. —
untersassen, trennbar, von unten ber sassen, zur Stütze:
er faszte ihn unter, unter den Arm. — Untersutter, n.
untergelegtes Futter eines Kleidungsstücks.
Untergang, m. Gang binunter, mhd. undergane:
u. der sonne, des mondes: Bezeichnung der entsprechenden
Himmelsgegend: am groszen meer gegen der sonnen
untergang Jos. 23, 4: auf dem meerschiff ist es (das
Herrschergeschlecht) gerommen von der sonne röthliehtem
untergang Schiller Br. v. Mess. 207; Gang
zu Grunde, Verderben: #eue' undergang Dief.;
des winters untergang Hagedorn Od. 4, 9; non ist
mein untergang beschlossen Schiller Karl. 3, 6; untergang
des vaterlandes Treitschke 1,217; in älterer Spr.
auch = Gang dazwischen, schiedsrichterlicheDazwischenkunft:
begert einer eins undergangs von dem undern
Weist. 1, 17; Begebung der Grenzen: ein undergang
Unterbruch — Untergang.