Die Teilung des Schildes. Heroldsbilder. 25
maliger Spaltung des Schildes, wodurch derselbe in drei
Plätze zerfällt, wird der obere Schildrand in drei gleiche
Teile geteilt, und von den Teilungspunkten werden senkrechte
Linien herabgezogen.
Die älteren Heraldiker zählen meistens die Teilungen nach
der Zahl der Plätze. Logischer aber ist es, die Teilstriche zu
zählen, daher ein dreimal gespalteter Schild ein solcher ist,
der durch drei Längslinien in vier Plätze geteilt wird (nach
älterer Ausdrucksweise ein viermal längsgeteilter Schild).
Bei dreimaliger Spaltung (durch drei senkrechte Linien)
erhält man einen dreimal gespaltenen Schild, bei vier—
maliger zwei Pfähle (Abb. 20, zwei Pfähle Rot in Silber),
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Abb. 21.
bei fünfmaliger den fünfmal gespaltenen Schild (Abb. 21,
von Blau und Silber fünfmal gespalten), bei sechsmaliger
drei Pfähle usf. Bei ungerader Anzahl der Teilungslinien
erhält man Spaltungen, bei gerader Pfähle, deren Zahl die
Hälfte der Spaltlinien beträgt. Bei sieben= und mehrmaliger
Spaltung sagt man auch bloß gestreift (senkrecht), z. B. von
Rot und Gold gestreift (wobei Rot die erste Farbe rechts ist
oder beginnt).
Bei mehreren Pfählen haben diese begreiflicherweise nicht
½ oder 2/ der Schildbreite, sondern bei zweien hat jeder
1/, bei dreien jeder ½ derselben. Aber auch einzelne Pfähle
sind bisweilen bedeutend schmäler; ein Pfahl, der nur die
Hälfte der gewöhnlichen Breite, also etwa ½⅛ der Schildbreite,
einnimmt, wird ein Stab (Stabpfahl), hat er nur