7. Feststellung der Entschädigung. 243
dies auch, sobald die entschädigungspflichtige Berufs—
genossenschaft oder Krankenkasse es beantragt. An der
Untersuchung können teilnehmen oder sich dabei vertreten
lassen: der Verletzte oder seine Hinterbliebenen; die Ver—
tretung der Berufsgenossenschaft oder Krankenkasse; der
Unternehmer; das Versicherungsamt; der Gewerbe—
inspektor.
Durch die Untersuchung werden namentlich festgestellt:
Veranlassung, Zeit, Ort, Hergang und Art des Unfalls;
Namen der getöteten oder verletzten Personen sowie der
entschädigungsberechtigten Angehörigen bzw. Hinterbliebenen;
die Art der Verletzung; der Verbleib des Berletzten;
die Höhe von Unterstützungen und Renten, die der
Verletzte aus der Reichsversicherung bezieht. Die Ortspolizeibehörde
übersendet die Verhandlungen nach Abschluß
der Untersuchung der Berufsgenossenschaft. Die
Beteiligten können Einsicht in die Verhandlungen und
Abschrift (gegen Erstattung der Schreibgebühren) verlangen.
Die Berufsgenossenschaft Kann noch weitere Ermittlungen
anstellen, auch durch den Vorsitzenden des Versicherungsamts
den gesamten Sachverhalt aufklären
lassen und sein Gutachten einholen. Das Versicherungsamt
kann Zeugen und Sachverständige vernehmen und
beeidigen, auch Besichtigungen vornehmen. Der Unternehmer
hat der Genossenschaft auf Verlangen binnen
1 Woche den Lohn anzugeben, der für die Entschädigung
maßgebend ist.
Wird die Unfallentschädigung nicht von Amts wegen
festgestellt, so ist der Anspruch spätestens 2 Jahre nach
dem Unfalle anzumelden, desgleichen wenn der Verletzte
infolge des Unfalls stirbt, binnen 2 Jahren nach dem
Tode — nach dieser Frist nur, wenn die Unfallfolgen
erst später oder in erhöhtem Maße hervorgetreten sind.
Die Auszahlung der Entschädigungen an den Berechtigten
erfolgt auf Anweisung des Gepnossenschaftsvorstandes
durch die Postanstalt, in deren Bezirk der
Empfänger wohnt.
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