Full text : Kronprinz Wilhelm. Meine Erinnerungen aus Deutschlands Heldenkampf.

der  Hauptsache  zwischen  St.  Kaurent  —  Sorbey,  krönte.  Der  Feind  aber
zog  abl  Rechts  neben  dem  VI.  R.  R.  öffnete  das  XIII.  A.  R.  sich  mit
der  27.  J.  D.  über  Hetit  und  Grand  Failly  den  Ubergang  über  den  Bachabschnttt.
  Jeden  örtlichen  Widerstand  brechend,  drängte  es  seinen  Gegner
durch  die  Waldungen  von  Grand  Jailly  über  den  loison-Bach.  Das
V.  A.  R.  endlich  brachte  unter  Einsatz  seiner  schweren  Mörser  das  festungsartig
  aus  dem  Othain-Grunde  aufragende  Maroille  in  seinen  Besitz,  indem
es  über  die  Kinle  Villere  le  Rond  —  Petit  Fallly  zum  Angriff  ansetzte.  Die
aussichtsvolle  Derfolgung  stockte  aber  dann  auch  hier.  Der  zum  Loison
in  Rlchtung  auf.  Jametz  weichende  Feind  entkam.  Ob  vielleicht  hierbei
die  auf  geheimnievollen  Wegen  bie  zum  dußersten  rechten  Armeeflügel
durchgedrungenen  Gerüchte  über  die  Rrisis  am  linken  Flügel  lähmend
gewirkt  haben,  weiß  ich  nicht.  Jedenfalls  konnten  wir  uns  dem  Windruck
nicht  versagen,  als  wenn  es  auf  dem  Hordflügel  die  örtliche  Führung
vorübergehend  an  dem  nötigen  Willen  hätte  fehlen  lassen,  die  Ausführung
der  erhaltenen  Befehle  gegenüber  der  gewlß  stark  ermatteten  Truppe  durchzudrücken.
  Die  Vorposten  dee  V.  A.  R.  sicherten  gegen  die  Linie  Mont—-médy—Jametz
  beiderselts  des  Othain-  Baches.

Unterhalb  Montmédy  hatte  dle  4.  Armee  mit  dem  VI.  A.  K.  den
Thiere  bei  La  Ferté  und  Glizy  errelcht.

Auegang  der  Schlachr.

Zu  dem  schmerzlichen  Derzicht  auf  noch  größere  Erfolge  der  Armee
gesellte  sich  beim  Oberkommando  die  dauernde  Sorge  um  das  Gelingen
der  Koslösung  des  linken  Armeeflügels  vom  Feinde.  Tlachrichten  über
schwache  Marschleistungen  und  über  Unordnungen,  die  bei  den  Fuhrparks
in  der  Aufregung  eingetreten  waren,  drangen  bis  nach  Esch.  Da  lief  die
erlösende  Meldung  ein,  daß  der  stellvertretende  Gouverneur  von  Metz  mit
seinem  Detachement  Conflans  genommen,  und  die  baperische  Brigade  Riedl
immer  noch  ihre  Stellungen  in  weit  auselnandergezogenen  Linlen  sstlich
und  westlich  von  Rouvres  im  Besitz  habe.  Der  in  seiner  Tragwefte
zweifellos  überschätzte  Druck  dee  Feindes  ließ  nach,  sein  Angrifaf  war  zum
Stehen  gekommen.  Diesen  Eindruck  des  Golwernements  bestätigten  bald
auch  die  Meldungen  des  XVI.  A.  Z.,  so  daß  jetzt  die  Diepositionen  für
den  26.  August  einen  festen  Ausgangepunkt  erhlelten.  General  v.  Mudra

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