ummer 68
sensleisch 1196 Mk.; Kalbfleisch 1,00 Mt.;:
Schweinesleisch 1,60 Mr. Es wurde ettesten.
daß nach den letzien Berichten aus München da
Kalbfleisch dort ebenfalls nicht mehr als 1, 066
Mk. kostet; der Schweinefleischhöchstpreis wurde
für München gleichsalle auf l SOMkfeltgeleyt
mNuknbckqauflSZicPkctgpntsungps
stelle konnte leinen ausschlaggebenden Grund
dafür sehen, warum in Freising Kalb= und
Schweinefleisch teurer sein sollten als in Münden.
Die Kartofselpreise im Kleinhandel wurden
auf 6.200 Mk. festgesett. Ein späterer
Bericht lautet: Die Preisprüsungsstelle hat
solgende Fleischpreise für angemessen erklärt:
NRindfleisch 1.66, Ochsenjleisch 1.06, Kalbfleisch
1.600 Mk. für das. Plund. Den Höchstpreie für
Schweinefleisch höher anzusetzen als 1.60 Mk.
lestand kein Anlaß, auch München hat denseiben
Löchsipreis angesetzl. Nun erklärte eine Abordnung
der Metzgermeister, es sei ihnen nicht
müöglich, zu diesen Preisen zu verkaufen, es müßlen
unbedingt folgende Verkaufspreise genehmigt
merden: Ochsenfleisch 2.30 Mk., Kuhfleisch 2
Marl, Kalb fleisch 1.7u Ml., Schweinefleisch 1.06
Marl per Pfund. Die Lebenemittelkommission
leschloß daraufhin, die Versorgung der Siadt
il Fleisch sellft in die Wege zu leiten. Von
Miltmoch ab wird in fünf Verkaussstellen für
Nechnung des Kommunalverbandes Fleisch abgegeben.
4 !*i’xi-ey
Landshut, 20. März. Die Aullageschrift
egen den ebem. D irektor Vecher der Biesigen
Geurer lebant ist der leitenden Gerichloitelle nun
neetr zugegangen. Der Verl andlungstermin
durite laum mehr vor Osiern jesigesetz r erden
tnnen. Zur Durchführung der Regreßllage
bhegen die tuboren Vorftände und Aufsichtstalsmilglieder
der in Komur? geralenen Gewerbezanl
Bat ein liesiger Judustrieller im Iuiercsio
der scgg ergeschädigten Glänbiger und Genossen
ll n hereit erllr 3 M. der entsitehenden
Prazetoten am sich zu nehmen.
Uugsburg, 5%. März. On dem Bestreben,
den beichäftigungelosen Terilarbeilern Arbeit
em Orle u vernitteln, ist die Stadtrerwaltung
mit dem Deutschen Tabalverein in Verhandlunden
getreien zur Einrichiung einer Nebrnanlage
NH algen erbes in Augsburg. Die Verkas#ennen
ks Crsfolg.
BVurgau, 27/. Marz. Samtiche Müller des
Amilsbernirles VBurgan sind lurzlich empfindlich
geilraft worden, W. il sie nielen Selt strersorgern
melr Brotgelreide vermahlen hatten, als diesen
gebilligt Var. Nunmehr erhielten auch die
in Betracht kommenden Bauern Strafbesehle.
Unsbach, 20. März. Das Gemeindekolleeinm
nahm den Hauêaltplan für 1916 an; er
schließt mit 966 428 Mk. in Einnahmen und
Auegaben ab und bedarf zur Abgleichung einer
Umlage von 1201 Prozent, wie im Vorjahre.
Bapreuth, 20. März. Das schwindelhafte
Gebaren der Bayrenther Vollsbank, deren Vorlland
verhaftet murde, zieht weitere Kreise. Der
Umehsuchungs richter ist bereito bei den ausir
rWl gegründeten Unternehmungen Forsters
talig Obwohl öffentlich wiederholt auf diese
unr#ellen Geldinstitute hingewiesen und vor ihnen
gew##nt wurde, hatiten gerade kleinere Leute
ihr Geld dort vertrauensroll angelegt.
Grenzlande.
Salzburg, 20. März. Das „Salzburger
Vollobtatt“ lundigt an, daß es infolge der Parierlnappheit
zu einer Einschränlung des Umfanges
sich gezwungen sieht und daber Mitteilungen
von nicht öffentlichem Interesse ablehnt.
Verlautbarungen von Aemtern und Vereinen,
die zur Einsparung bisher im Tert erschienen
sid, werden auf den Anzeigeteil verwiesen.
Beßitsses i
Stephanskirchen, 21. März. Die Schallinder
der Gemeinde S#a#nenases haben in
den leiden Schulen Stephanslirchen und Schloßlerg
zusammen über 500110 Mk. zur vierten
Kriegsanleihe gezeichnet. Alle Anerlennung!
vom Simssee, 21. März. Ein Dienstbole
aus der hiesigen Gegend hat sein ganzes ersrarles
Geld bis auf einen lleinen Ret, den er
noch in der Sparkasse slehen ließ, im Betrage
ron taufend Mark zur rierten Kriegsanleihe
gezeichnet. „Dem Vaterland muß man helfen“,
meinte er ganz treuherzig, „und wenn's noch
niht langt, dann gebe ich den lehzten Pfennig
auch noch her.“ Ehre dem wackeren Palrioten!
Bad Aibling, 20. März. Konditor Rupp
retiete den fünfsährigen Sohn der Krämerseheleute
Sigl vom Tode des Ertrinlens. Der Knabe
war in die Glonn gefallen, Konditor Rupp
srrang ihm nach und entriß ihn dem Masser.
Holzkirchen, 20. ärz. Insolge der
Verteuerung der Holzmittel hat die Marktgemeindeverm
altung Holzlirchen die Holzgeldenlschädigung
für den zweiten ständigen Lehrer
ron 100 auf 200 Mt. rückwirkend vom 1. Januar
1915 erhöht.
Wiesbach, 20. Mär. Es geht das Gerücun
daß die hiesigen Metzger ihre Geschäfte
schirzen wollen, wenn ihren Fleischpreisfordekungen
nicht rückhaltlos entsprochen wird.
Varrischzell, 20. März. Vorgestern wurden
150 Russen aus dem Gefangenenlager Stolker
abgerufen, um anderweitig Verwendung zu
sinden. Der unter so günstigen Umständen bedonnene
und fortgeführte Straßenbau von
Bayrischs zell nach Landl ist nun auf unalsehbare
Zeit unterbrochen worden, während auf
österreichischer Seite der Bau rüstig weitergcht.
Dem Distrikte Miesbach erwächst durch die Einstellung
der Arbeiten empfindlicher Schaden
denn die bereits geschehenen Arbeiten drohen
zu verfallen. Schwere Schäden erleiden auch
Private, die nun leine Verkehreamöglichkeit mil
der Grenze mehr haben. Besonders schwer sind
bayerische Sägen betroffen, die auf österreichischer
Seite noch Holz liegen haben. Es wäre
daher sehr zu begrüßen, wenn neue Gefangene
hierher gebracht würden.
Ebersberg, 2 u. März. Am Samstag hörten
Personen im Walde bei Neubiberg ein jammerliches
Gesckrei. Als sie den Klagelauten
nachgingen, sanden sie einen 14 Jahre alten
Güllerssohn aus Perlach mit den beiden Häuden
an einen Baum angebunden freischwebend
vor. Die Leute lefreiten den Jungen, der dann
erzählte, daß ihn zmei etwa 18 Jahre aile
Vurschen überiallen, sein Brot geraubt und ihn
dann buchstäblich an den zuei Armen aufgehängt
hätien, morauf sie davonliesen. Die
Gendarmerie wurde sofort in Kenntnis geseht.
Am Samstag, nachts gegen 11 Uhr, lamen
zei Burichen zur hiesigen Gendarmerie und
verlangten Nachtquarlier, das ihnen rerweigert
wurde. Sie begaben sich darauf in ein Gasthaus,
n sie Unterkommen sanden. Als die Burschen
am Sounntag früuh heimlich und ohne Bezahine
aus dem Gasthaus rerduitet waren, erhielt
auch der Gendarmeriewack lmeister Harpf von
dem Strahenraub telerhonisch Kenntnis; er und
Eerheant. Dirmbirn machten sich sofort auf die
Suche. Die Burschen hatten Ebersberg bereits
verlassen und nuaren uler Kappsweg, wo lie
gesehen wurden, gegen GGrafing gegangen. In
Straßdorf gelang es dem Wachtmeister, die Bur.
chen zu verhaften. Sie entpuppien sich als der
13 jährige Zimmerman Johann Dannser von
Auer in der Schweiz und der gleichalterige
Schlosser Heinrich Appeler aus Bremen.
Traunstein, 201. Marz. Das Ergebnis der
Kriegoanleihezeichnung der lleinen Sparer der
hiesigen Rolteschule Leträgt fase 100300 Mk. Da
sich das Ergel nis in der Vollsschule hauptsäch--lich
aus Spenden von Kindem weniger vermögender
Eltern zusammensetzt, ist es ein vielsagender
Beweis für den Gemeinsinn der einfachen
Leute Traunsteins.
Waging, 20. März. Am Freitag brannte
der Getreidestadel der Bauersfamilie Kaind! in
Ebing. Gemeinde Nirnharting, ab; das Wohnhaus
konnte geretlet werden. Infolge der Ausregung
erlitt der Kaindlvater einen Schlaganfall,
dem er noch in der Nacht erlegen ist.
Der Verstorbene war Mitlämpfer von 1870,
während sein ältester Sohn im jetzigen Krieg
veru undel wurde.
Inzell, 20. März. Die vom Verkehrsverein
Inzell an die Oberposibehörde gerichtete Eingabe
um Wiedereröffnung der Postautostrecke
Traunstein-Inzell-Manthäusl wurde abschlägig
verbeschieden.
—
Die vierle Krlegsamelhe.
Hundertiausende haben ihre Gesundheit, ihr
Leben eingesetzt, um das Vaterland vom Feinde
frei zu halten. Die Kriegslage hat sich jetzt
durch eine Welt von Feinden so verschärft, daß
nun alles auf dem Spiele steht, und nur durch
die größte und mächtigste Artillerie-Entfallung
lann die Kriegsdauer abgekürzt werden. Deshalb
muß auch daheim das ganze Volk zusammenstehen,
um die vierte Kriegsanleihe in jeder
Weise und überall zu fördern. Alle Vereine,
Verbände, Sparkassen, Banken und die Landwirtschaft
und jeder einzelne, der nur irgendwie
kann, müssen sich daran beleiligen. Die Bemittelten
habten die heilige Pflicht, sich diesmal
besonders anzustrengen. Der gute Ausfall der
vierten Anleihe sichert auch die Werte und die
Rente der bisherigen Anlagen; es wäre also ein
Hinausschieben oder gar ein Versäumen der
Sache geradezu ein Verbrechen am Vaterlande.
Eine glänzende Anleihe wird andererseits auch,
auf Amerika, Rumänien und Griechenland einen
für uns günstigen Eindruck machen. Schliehlich
sei betont, daß es betreffs Sicherheit und Zins
leine bessere Anlage geben kann. Zeichnungsschluß
ist morgen Mittwoch, den 22. März
mittags.
Tolenlifte.
Rosenheim; Leonhard Knoll, pens. Wechselwärter;
Therese Achatz, Wagenwärrtergehilfensgat
zn,
Half Privatiere Maria Weiß, ehemalige
Flössegernn 88 Jahre.
Neumarkt a. R.: pens. Bahnwärter Wolfgang
Ecker, 70 Jahre.
Willing: Hauptlehrerstochter
Kreszenz
Wegmann, 19 Jahre.
Wetterbericht für Mittwoch, den 22. März:
Unkteitändig. zeitrreite Regen.
Rosenheim, 21. März.
Ordensverleihung. Dem Generalleutnant
3. D. Gustav Scanzoni r. Lichtenfels wurde
das Furfil. Lippische Kriegsverdienstkreuz veriehen
Veer digung. Im Walofriedhose in München
trug man am Sonntag nachmittag die
Leiche des K. Medizinalrates Dr. Alfons Auer,
Bezirls= und Oberflabsarztes a. D., zu Grabe.
Mit den nächten Angehörigen solgten dem
kranzgeschmückien Sarge Aerzte und Philister
des Korps „Moenania“, unter ihnen Ministerialrat
D. Dötberl, TSenatspräsident Gebhard,
Oberregierungsrat Angerer und Obersllandesgerichtora!
Herbert. Stadtpfarrer Geistl. Rat P.
Remigius Stadler von St. Anna vollzog die
kirchliche Handlung. nahm aber im Sime des
Verstortenen von einer Gedächtnierede Umgang.
Im Namen der „Moenania“ widmeite Regierungs
und Kreiemedizinalrat? Dr. Doorffmeister
„dem lieben, unvergeßlichen Freund, dem geistvollen,
mutigen Manne, unermiüdlich tätigen
Wollliater der leidenden Menschheit und begeisterten
Verehrer der Kunu“ einen warmen Nachruf.
Fuͤr den Aerztiichen Bezirisverein Rosenbeim
legte Medizinalrat Dr. Mar (Pruber eine
Krangpende am Grabe „des langjährigen Mitgliede
uno verdienstrollen Vorsitzenden“ nieder.
Todesfall. Eine sladtbekannte Personlichleit
ill geilern in Rosenheim gestorben. Es iis
der peni. Wechselwärter Herr Leonhard Knoll,
der durch seine langjährige Tätigleit als Fried-Eoffourier
in weilen Kreisen bekannt wurde.
Gar nielen Leichenzugen, gar vielen Prozessianen
gal, er das Geleite. Bei einer Beerdigung lurz
Lor Allerheiligen 1915 erlitt er auf dem Friedhof
einen kleinen Schlaganfall, von dem er sich
nicht mehr erkolle. Jetzt ist er im 79. Leben?
jabre geitorben. Seine Brust schmückten zahlreiche
Orden und Ebrenzeich en. Noch im JSanuar
1014 nurde ihm eine ehrenvolle Auszeichnung
zuleil. Damals wmurde ihm die goldene
Ebhrenmünze des Ludwigsordens verliehen. Die
Auszeichnung erfolgte aus Anlaß der Vollendung
einer Wi) Dienitzeit, die sich auf
den Mililardienit mit Teilnahme an den Feldzügen,
den Bahn= und den Gemeindedienn erstreckte.
Nun wird er selbst zu Grabe getragen,
der so viele auf dem Wege zur letßten Ruhesiatte
begleitete.
Die Schüler der K. Recalschule zu
Rosenle im haben im ganzen 20725 Mk. zur
Kriegeanleihe gezeichnet. Dieser hohe Betrag
verdiem allgemeine Anerkennung.
Die freie Bürgervereinigung hat
sich elensalls an der vierten Kriegsanleihe beteiligt.
Sie zeichnete aus ihren Vereinemitteln
den Betrag von 1100 Mk.
Zur Regelung des Fleischverlrauchs.
In seiner letzten Siyung vom 18.
März beschäftigte sich der Bayer. Landwirtschaftsrat
auch mit der Frage der Regelung des
Fleischverkrauches. Dabei wurde folgende Entschließung
angenommen: „Die Beslimmungen
der vorgeleglen Ausführungsrorschriften zur
Regelung des Fleischverb rauchs scheinen so schwierig,
daß deren Einführung schmer moglich erscheint.
Der Landwirtschaftsrat ist prinzipieli
nicht gegen die Einfuhrung der Fleischlarten,
glault aber, daß durch die Ausdehnung der
fleischlosen Tage auf Private, gemäß dem Beschlusse
des Landu irischaftsrates vom 3. Feruar
1916 die gebotene Einschränung des
Fleischrerk rauck erreicht würde.“
Auf die Bekauntmachung in heutiger
Nummer über Enteignung, Ablieferung und Einziehung
der durch die Anordnungen vom 31.
Juli 1915 und 24. September 10915 beischlagnahmien
Gegenstände aus Kupser usu. machen
Uir hiemit besonders aufmerlsam. Diesenigen.
welche ihr unter die Beschlagnalme fallen deo
Metall nicht angemeldet oder nicht abgeliesert
haben, können es nur meb#r bio 31. Marz 1916
abliefern. Nach diesem Zeitpunlt erfolgt
3#wangsvollstrecung und Bestrafung. Auf die
Strafbektimmungen werden insbesondere diejenigen
Personen bingewiesen, die die Alsicht
haben, beschlagnahmie Gegenande aus Kupfer
ujri. zu verheimlichen und zurückzuhalten.
Außer Bestrafung und Zuangsvollstreckung haben
diese Personen die öffentliche Bekannigabe
ihrer wenig vaterländischen Gesinnung zu ge
Der Weltkrieg.
Versenkt.
London, 21. März. Lloyds meldet: Der
kritische Dampfer „Port Dalhousie“ wurde versenlt.
7 Mann wurden gelandet, der Rest der
Besatzung wird vermißt. Der norwegische Dampser
„Langeli“ wurde versenkt. 16 Mann der
Besatzung wurden gerettet, einer getötet. Der
dänische Dampfer „Slodsberg“ ist gesunken. 17
Personen wurden gerettet, drei Mann der Besatzung
werden vermißt.
Cadorna auf Reisen.
Zürich, 21. März. General Cadorna, der
ceilern früh in Paris eintraf, wird sich zunächst
mittwoch, 22. RNärz 1916
nach London begeben und am 26. März wieder
nach Pari? zurudkehren, um an dem großen
Kriegsrat der Entente teilzunehmen. In einigen
Tagen werden auch Salandra und Sonnino
in Paris erwartet. (3.)
Genk, 21. März. Unter den Begrüßungsarlileln
jur Cadorna ist der Artikel des „Journal
des Debats“ hervorzuheben, in welchem gesagt
wird = Wie Jtaliens Brüderschaft aufK
zufassen sei, werde sich zunächst in Saloniki zeigen.
Die Losung müsse sein: Allenthalben
Schulter an Schulter. ().).)
Kardinal Merecier.
Koln, 21. März. dem Schreiben des
Generalgouverneurs# von Belgien an Kardinal
Mercier sagt die „Kölnische Volkszeitung“ u. a.:
Die deutschen Katholiken lonnen es nur bitter
beklagen, daß ein katholischer Kirchenfürst jo
aus dem Rahmen seiner hohen kirchlichen Stel
lung heraustritn), wie dies Kardinal Mercier
in seinem lenten „Hirtenbrief“, der eigentlich
diese Bezeichnung gar nicht verdient, getan hal.
Vom religiosen Gesichtspunkte aus ist eine Ver
bindung und Vermischung von Religion und
Politik, wie sie bei Kardinal Mercierr im Lausdesd
Krieges in steigendem Maße Gerohner:
geu orden i#, eine ubra#us betrübende und ihren
Wirlungen unlieilvolle Erscheinung. Wie aus
Brüise! gemeldet Uuird, bildet der Brief des
Gencralgonverneur? das Tagesgespräch. Die
Velgiier erkennen mit nenigen Ausnahmen dir
matvolle und würdige s prrache an und finden
es geradem unglaubiich, daß ein Mann mi
Mecrcoier sich so meit verrgeisen konnte, in seinem
Hittenbtiei die reritedte Erilärung auszuipre
chen, das deutsche Heer inoge vernichtet werocn.
Die Bruckenschautne von Uscieszto.
Wien, 21. März. Anlaßlich der helden
mütligen Kämpfe um die Bruckenschanze bei
Uicieszlo erließ der Armeetommandant General
Pslaner Baltin folgenden Armeebefehl: „Die
Dajeurichanze eri'tiert nick: mehr. Sie wurde
ron den Russen in die Luft gesprengt. Seit
Monaten versuchte der Feind, sie in Angrif'
zu nehmen, es gelang ihm aber nie. Er mußte
sic zueri nernichten, ehe der erite Russe den
Boden betreien lote, der durch den Helden
mut unserer Truppen gebeiligt isn. Die Kaiser
dragoner gaten esern ein leuchtendes Beispiel
der Kaisertreue. Die brauen Sappeure harrten
an ihrer Seite treu bis in den Tod aus. Sieben
Stunden nach der Speei ngung lämupfte die heldenmütige
Besatung gegen eine achtfache Ue#er
macht weifer und erst auf Befehl wurden die
Trummer der Schanze. die nur mehr ein Heidengrab
war, geräumt. Die Reste der Besat.
zung entzogen sich unter Führung ihres tapferen
Kommandanten durch einen kühnen Nachtmarich
mitlen durch den Feind, den Dnjeur im Rücen.
der schon san undvermeidlicken (befangennahme.
Die Dujearschanze ist fur unsere Armee eine
stolze Erimerung, fur die Russen aber ein war
nendes Feichen. daß es bei uns für jeden Schrii:
Boden nur einen Preis gibt, den Tod. Ich danke
dem Rommandanten der Besatzzung, Oberst
Plandh, den Ofiizieren und der gesamten Mann
schaft namens der v. Armec.“
Gibraltar!
Kein zmeites
Geni, 21. März. Die svanische Zeitung
„Tril#ung“ erklartl, Sxanien musse fordern, daß
Portugal uUnal hangig bleide. Spanien könn:e
leiner z#eiten Mach: genartien, sich an einem
Errichlum eines neuen (Hirrallar an seiner
Errrichtung eines neuen Gibrraltar an seiner
Flanke konne Spanien nie gestatten. (B—.)
Karitverichte.
München. 20. März. Der Münchener
Schlachtwiehmartt am Freitag, den 17. März
bale ein Gesamtangebot von 4021 Schlacht
lieren und zuar: 177 Ochsen. 273 Bullen, 457
v
Kube. 194 Jungrinder, 2161 Kaälber, 349
Scqueiree, 135 Schaufe und 3231 Lammer sowie
Kipe. Der Groß biehmarkt hatte um 73 Stüͤdce
Melrzuwubt als am Freitag der vorigen Woche.
Der Landel genallete sich ziemlich lebhaft. Ee
raben die Preise neuerlich. und zwar teilwene
nicht untedeutend angezogen. In der Hauptsache
gallen der zeniner Lebendgemicht: Ochsen
1½ 125 Mk., Bullen 95 122 Mk., Kühe.
seuie Kalbinnen 76 12) Mk. und Jungvieh
65 88 Ml. Der Kalbermark hatte um 2½
Ss # Zufuhr als vorigen Freitag.
Bei selrr lebhafter Nachfrage und neuerlich
schu ach steigender Tendenz der Preise war der
Borrat binnen kurzer Zeit bis auf das lekte
Stück geraumt. In der Hauptsache galten le
lende Tiere 110 115 Mik., geschlachtete 128.
137 Ml. der Zeniner. Der Schwmeinemartt hatte
wieder vollitandig unausreichendes Angebot.
Bei lekhafter Nachfrage war auch bier zu den
nach Geuichleklassen gesenlich festgelegten Höchst
reisen der rorhandene Vorrat schnell geräumr.
Es kofleien lebende Tiere 85.8—148.5 Mk., ge
schlachtete 114.4 181.1 Mk. der Zentner. Der
Schafmarkt hatie ebenfalls sehr schwaches Angebot.
Bei ziemlich lebhafter Kauflust konnte
zu unverändert hoben Preisen ebenfalls das
leqzte Stüc ausverlauft werden. Es galten ge
schlad tete Tiere 1000 165 Mt. der Zentner.
Im Wergleich zur vorigen Woche sind in dieser
Wode wieder nur die mit Höchstpreisen belegten
Schweinepreise unverändert geblieben, die
übrigen Biehpreise haben durchwegs weiter angezogen.