Fürst Schwarzenberg rechtfertigt seine Krieg—
führung.
Km 26. Februar 1814 schreibt Schwarzenberg an seine Srau:
Kaiser Napoleon hatte alle seine Rräfte gesammelt, um
uns bei Troyes eine Schlacht zu liefern. Dieser feste Wille
war mir ein Beweggrund mit, sie nicht anzunehmen. Die
hauptursache aber, warum ich der Schlacht auswich, war die
wichtige Bemerkung, die mir nicht entgehen durfte, daß, wenn
die Schlacht unglücklich für uns ausfallen sollte, welches doch
immer unter die möglichen Fälle gezählt werden muß, ein
Rückzug von Troyes über den Rhein unsere Krmee gänzlich
würde aufgelöst haben. Die ganze Winterbewegung war
darauf berechnet, den Kaiser Uapoleon zu überraschen, in allen
seinen Dorbereitungen zu hindern und auf diese Art einen
vorteilhaften Frieden gleichsam ihm abzuringen.
Eine Hauptschlacht gegen einen HLeind zu liefern, der,
durch einige vorteilhafte Gefechte aufgereizt, für seine Existenz
sicht, und zwar in der Mitte seines Landes, wo alle
Landleute für ihn sich bewaffnen, eine Hauptstadt hinter sich,
die ihm alle Hilfsmittel nachschiebt, — dies ist ein Unterneh-=men,
zu dem einen nur die unbedingte Notwendigkeit berechtigen
kann.
Wir sind aus allen Nationen zusammengesetzt, leiden an
dem traurigsten Übel, drei Souveräns auf den Schultern
tragen zu müssen, haben, sobald die ernstlichen Operationen
begannen, durch Nachzügler alle Transportmittel geplündert,
denn, um bei diesen Dölkern auf einer großen Cinie die Exzesse
zu verhindern, müßte man eine Krmee im Rücken der Operierenden
aufstellen; es wird daher unmöglich, die Magazine
für eine so bedeutende Truppenmasse nachzuschaffen. Das
alles war vorausgesehen und hundertmal gesagt, aber nie
gewürdigt worden, sowie die Wichtigkeit des Saonetales, indem
der Heind doch einmal von Lyon vorrücken mußte, um
auf unsere Kommunikationen zu wirken. — War ick berechtigt,
in dieser Lage eine hauptschlacht im Innersten Frankreichs
zu geben, ohne auf meine Slanke und Rücken, auf den Zufstand
der Bauern, auf die Anwesenheit der Souveräns zu denken?
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