Full text : Soziale Kriegs- und Friedens-Fürsorge in der Stadt Leipzig.

Vorsitzende:  Frau  A.  Heppe,  Schleußig,  Seumestr.  19.  Wirkte
durch  Verbreitung  von  Flugblättern  über  Enthaltsamkeit  im
Alkoholgenuß,  durch  Beteiligung  am  Lazarettzug  k  II,  durch  Anfertigung
  von  Liebesgaben,  durch  Beiträge  zur  Sammlung  von
Oesestoff  fürs  Feld,  sowie  durch  Einrichtung  eines  Kriegsmittagstisches
  im  Königin  Luise--Haus  (Portion  ohne  Fleisch  15  J,
mit  Fleisch  25  ).  —  Mitglieder  sind  auch  im  N.  F.  tätig.

8.  Deutsch-  Ev.  Frauenbund,  O.-G.  Leipzig,  Vorsitzende:
Frau  E.  Beier-  Lodde,  Gohlis,  NRichterstr.  12.  Sofort  in  den
ersten  Tagen  nach  Kriegsausbruch  errichtete  die  Vorsitzende  in
ihrem  Hause,  Gohlis,  Richterstr.  12,  eine  Sammelstelle  für  das
Rote  Kreuz,  der  reiche  Spenden  an  Geld  und  Liebesgaben  zuflossen.

Ferner  übernahm  die  Ortsgruppe  im  Einverständnis  mit
dem  Generalkommando  die  Militärverpflegungsstelle  auf  dem
Vorortbahnhof  Engelsdorf,  wo  während  vieler  Wochen  die
durchreisenden  Truppen  Tag  und  Nacht  gestärkt  und  mit  Liebesgaben,
  die  teilweise  das  Rote  Kreuz  zur  Verfügung  stellte,
erfreut  werden  konnten.  Nach  dem  Aufhören  dieser  Tätigkeit
errichtete  die  Ortsgruppe  im  Einverständnis  mit  der  Stadt,
Anfang  November  1914  in  Gohlis  eine  Filiale  der  Städtischen
Speiseanstalt.  Anfang  Januar  wurde  im  Süden  der  Stadt
eine  Nachmittag=  und  Abendküche  gegründet.  Der  Liter  Suppe
10  7  der  halbe  5  F.  Eine  Tasse  Kaffee  mit  Marmeladenbrot
  5  #,  ein  mit  Wurst  oder  Käse  belegtes  Brot  desgleichen.
Die  Mittel  für  beide  Einrichtungen  flossen  durch  freiwillige
Gaben  der  Mitglieder.

Die  Krippe  des  Bundes  in  Plagwitz,  Fröbelstr.  6,  wurde
erweitert  und  Kinder  werden  auch  für  die  Nacht  aufgenommen.

Die  Jugendfürsorge  des  Bundes  erforderte  vermehrte  Arbeit.
Die  Fälle  für  Ermittelung  und  Schugzaufsicht  häuften  sich.  Für
Kinder,  deren  Bäter  im  Felde  sind,  wurden  vielfach  Pflegschaften
  eingerichtet.

Die  Abteilung  Arbeiterinnenverein  stellte  durch  Stricken
und  Nähen  nütgtzliche  Gegenstände  für  die  Soldaten  her.

Die  Ortksgruppe  ist  außer  bei  dem  N.  F.  noch  bei  dem
Kriegsausschuß  sozial  tätiger  Vereinigungen  vertreten.

9.  Deutscher  Frauenbund,  O.-G.  Leipzig,  Vorsitzende:
Frau  E.  Meiner,  Georgiring  9.  Der  D.  Fr.-B.  schloß  sich  sofort

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