Uummer 102
wurde gegen die Stimmen der Sozialdemolraten
§5 1 gestrichen und dafür § 2 Abs. 1 wie folgt
gefaßt: Wer vorsätzlich Schriften, Zeibnungen
und andere Gegenstände, deren Geheim hailung
im Interesse der Landesverteidigung erforderlich
ist, in den Besitz oder die Kenntnis
von anderen gelangen läßt und dadurch
die Sicherheit des Reiches gefährdet, wird mit
Zuchthaus nicht unter zwei Jahren, bei mildernden
Unständen mit Gesänguts nicht unter einem
Jahr bestraft. 2 bedroht mit rerselben
Strafe, wer u- Nachrichten, deren Geheimbhaltung
im Interesse der Landesverteidihung
erforderlich ist, an eine ausländische Re-Lierung
auch durch Vermittler gelangen läßt
und so die Sicherheit des Reiches gefährdet.
Abs. 3 droht, wen sezwerer Schaden enthand
und der Täter ihn vorausfah und gegen Entgelt
handelte, mit lehenssinglichem Zuchlliaus.
Handlungen gemäß § 2 Abf. 1 ohne den Vorlatz
der Reichsgefahrung varrlen mit Gesängnis
oder Festungehaft bis zu fünf Jahren bestraf.
Vorbereitende Hamdlungen zu. einem
Vrgepe gemäß § 2 Abs. 1 worden mi zweibis
rehnjährigem Zuchthaus verurteilt. Der
Rest des Gesetzes wurde unverändert und dann
das ganze Gesetz angenommen. Die dain vorliegenden
Pelitionen wurden für erledigt erllärt
Soziale Kundschau.
Uürnberg, 5. Mai. Vor dem Einigungsamt
des GV. ewerbegerichl# Fürth san den in der Lohnbewegung
der dayer. Spiegelglas=Industrie
Verhandlungen zwischen den Industriellen
und der so: zialdemokratischen Organisation
statt, die aber zu leinem Ergebnis
führten. Ein weiterer Termin wurde dann auf
den 18. Mai Enboraumt.
Nempten, Mai. In der Lohnbewegung
de Enriht is. jetzt eine Wendung
eingetreten. In lethter Stunde, als die Gehilfen
bereits den Strein beschlossen, wurd: ein neuer
Tarifverlrag auf die Dauer von rier Jahren
vereinbart. Die bisherige Arbeitszeit wird von
55 auf 5312 Stunden verlürzt und die Löhne
um 6 Difg. die Stunde erhöht, dementsprechend
steigen auch die Mindenlohnsätze. Die Montag:-zulagen
werden um 50 Pfg. iu Tag erhöht.
Verschiedene Aachrichken.
Berlin, 6. Mai. Heute fand die erste Gläubigerversammlung
in dem Konkurs W. Wertheim
vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte statt.
Der Konkuroverwalter berichtete, daß den Passiren
in Höhe von etwa 23 Millionen nur
wenig mehr als 11 Millionen Marl Attiren
gegenüberstehen.
Berlin, 6. Mai. Eine überraschende Entdeckung,
die ihm nach der einen Richtung unangenehm,
nach der anderen aber nicht unliebsam
war, machte ein Kaufmann hier. Bei diesem
lernte im zweiten Jahre ein 16 — alter, aus
Galizien stammender Morit Reich. Der jüsische
junge Mann war so geschäftstüchtig, daß sein
Chef ihm volles Vertrauen schenkte. Nicht wenig
erstaunt war dieler aber, als er abends nach
Eeschäftsschluß den Laren betrat und den Lehrling
an der Kaste iraf. Der Kaufmann beschlagnahmte,
um in fehen, ob der junge Mann
die Ladenlasse erleichtert hatte, desjsen Portemonnaie,
das er vor sich auf den Ladentisch
gelegt haite. Ganz beürzt war er aber, darm
neben 98 Mk. u Gold und Silber, fünf Tauendmarkscheine
zu fin en. Er glaubte zuerst,
daß sein Stift zum Prahlen fünf „Blüten“ in
se gested! habe, doch rgab einc einjeng.
dal es echte Reich: bankna en
der Bursche zu dem Verwar,
fell: e ihm iede Erllä-
gehende Pri
waren. Dafür
mögen gelon ur
„Sie sollten es nicht, aber Sie tun cs boch,
wie mir scheint. Erzahlen Sie uns die Geschichte
dieser Flecken. Vielleicht, daß diese Erllärung Ihre
Schuld klater macht. Dann wollen wir Sie mit
dem größten Vergnügen verhaften.“
Ich dachte jebt an das, was Hume gesagt
hatte über das Entwerfen einer glaubwürdigen,
wahrscheinlichen Geschichte. Ich wünschte von
ganzem Herzen, daß ich mir unter seinem Beistande
eine zurecht gelegt hätte. Ich bin einer der
denkbar ungeschicktesten Lügner. B⅛ Kehr als einmal
bin ich hekeingefallen, wo eine Lüge mich hätte
retten können. Kein Mensch würde jje eine Lüge
von mir für Wahrlt eit G Ich fühlle, wie die
beiden Schiamt en michst ch ahb eobachteten, während
ihre Gesichter größte Ungläubigkeit ausdrückten. Ich
wußte, ich mußte irgend etwas sagen. Wenn nur
ume dagewesen wäre, um mir zu helsen. Mi
zusammenrassend, nahm ich einen Anlauf.
„Ich will Ihnen alles sagen. Ich will nichts
verschweigen. 2 würde es nützen?! Sie würden
es ja do beraussinden.“
„Stimmt.
„Sie sah, wie ich ihn tötete. 6 versuchte
in zu reiten. Sie stürzte vorwäm daß er in
ihn Arme siel und ihren Mantel aert lo Lebensblut
färbte.“
„Also so war es — daß er rückwärts fiel.
Aus der Stellung, in der er ausgefunden wurde,
ging hervor, daß er vornüber fiel.“
„Nun — möglich, daß er vornüber fiel. Ich
war esen nicht in giner Gemütsperfassung.
um *5 olche Details
omit töteten S Ihn
Mit — mit einem Messer, daß ich vo
einem B an der Westküste Afrikas Mot
beimbrachte.
schagin in größter Not.
HKosenel#zk Al#zeigesn
rung. Dieser konnte seinem Chef in der Bestürzung
auch leine Auskunft geben: er gestand
schließlich in einem scharfen Verhör zu, daß er
lich das Geld nach und nach im Laufe der beiden
Jahre aus der Ladenlasse heimlich angeeignet
botte. Fast täglich machte er unbemerkt einen
Griff in die Kasse und entwendete dab:i Beträge
bis zu 10 Mk. Halte er so für 100 Mk.
Gold. Silber und Nickel zusammengestohlen, so
begab er sich zur Bank und wechselte es gegen
einen Hundertmarlschein ein. Hatte er deren 10
beisammen, so ließ, er sich einen Tausendmarkschein
geben. Fünf dieser braunen Lappen hatle
er sich in den zwei Jahren „erworben“. Wi:
er ĩelbst eingestand, hatte er jetzt genug „gejpart“.
Als ihn sein Chef überraschte, wollte er
nur noch das nölige Kleingeld aus der Kasse
nehmen, um seine Lehrzeit zu verlürzen und
anderwärts selbst sein Glück zu versuchen. Obwohl
der Geschäftsmann keine Anzeige machte,
da er das Geld an lich. nahm und sich so nickt
geschädigt sühlt, lam die Sache zur Kenntnis
der Behörden. Als der Bursche zur Rechenschaft
gezogen werden sollte, war er verichwunden.
Leipzig, 6. Mai. Heute vormittag wurde
die Internalionale Ausstellung für Buchgewerb:
und Graphil, Leipzig 1914, auf dem Gelände
der vorjährigen Vaufachausstellung zu beiden
Seiten der Straße des 18. Oltober am Fuß:
des Böllerschlachtdenkmals in Gegenwart des
Königs, des Prinzen Johann Georg, der Prinzessin
Mathilde von Sachsen, sowie zahlreicher
geladener Gäste eröffnet.
Wiesbaden, 6. Mai. Auf dem Pforzheimer
Ererziermag echchug sich beim Geschüzererzieren
ein Geschütz der 6. Batterie des
hier garnisonierenden 27. Feld= Artilleri: Regiments
und begrub mehrere Kanonier:. Zwei
wurden schwer und zwei *l verletht.
Wien, 6. Mai. In Leoben drang heute
acht der Arlillerieob. Aeutnant Fr. v. Menz in
die Wohnung seines Bruders, des Regimentsarite#
Dr. Friedrich v. Menz, ein und feueri:
auf d diesen sechs Schüsse ah. Der verwundete Regi:
nente sarzt schoß sich dann, als er sah, daß
seine Verletzungen tödlich #ji#m. noch eine Kugel
ins Herz, um seine Leiden abzulürzen. Der
Oberleutnant stellte sich selb der Polizei. Man
glaubt, bo er wahnsinnig ist.
Rom, 6. Moi. Die 22jähr., schöne Komtesse
Maranini 9 Ferrara, die bei ihrer geschiedenen
Schwester, der Gräfin Gismondi, den Winter
über in Rom lebte, hat sich aus Liebeskummer
vergiftet.
Paris, 6. Mai. Dis GEeschworenen verrurteilten
die Bäuerin Lecompte wegen dreifachen
Giftmordes zum Tode; sie hat drei ihrer
lächsten Verwandten aus dem Leben geschefft.
Petersburg, 6. Mai. Wie die „Nowose
Wremia“ mitteilt, besindet sich die Familie des
am 31. März 1904 auf dem „Petropawlosk“
untergegangenen berühmten Malers 2 Wericht-Die
Witwe hat lich
aus Verzweiflung das Leben genommen. Die
Schwiegermutter lebt im Armenhaus. Die ältere
Tochter hat, nachdem sie das Gomnasium.
mit Auszeichnung durchgemacht, einen Sturenten
geheiratet und lebt im Elend, die jüngere
mohnt bei einer schwachsinnigen, tranken allen
Fran. Die Söhne haben die Universität be-2
andet und sind ebenfalls ohne alle Mittel. Das
Blatt bezeichnet mit Recht die Vernachlässigung
der Hinterbliedenen des großen Künstlers al
einen Skandal und fordert das Publilum auf,
für sie zu forgen.
Tiflis, 6. Mai. Die sortwährenden heftigen
Schneestürme verwüsteten im Süd-Kaulafus
neun Dörfer; die Sommerernte der berühmten
Weingärien hat schwer gelitten. Der
Vollewirtschaft erwächst ein Millionenschaden.
„Könnte ich die Wasse 'mal sehen?“
Ich hatte eine ganze Sammlung von solchen
Dingern, wußte aber ganz gut, daß lein einziges
Instrument darunter war, von dem die Wunden
herrühren lonnten, die Edwin Lawrence beigebracht
worden waren
abe sie nicht. ch nahm sle mit, als
ich jeh usging und w ie in den Fluß.“
Das ist doch — schade- Denn abgesehen
von allem anderen, muß es ein ganz ausergewöhnliches
Instrument gewesen sein — des Ansehens
wers a die Aerzte der Ansicht sind, es
müßten mindestene fünfzig verschiedene Messer gebraucht
worden sein
„Mein Miste 8— mehrere Klingen.“
„So? Aue egal lang?“
„Von oerschiehenert lnge. “
„Alle an einem Griff befestigt?“
a, aber es war ein ganz zesonener Griff.“
as will ich meinen. Ich e, Herr
ln daß Sie eine Zeichnun urht diesem
m Messer werden machen müssen, zun dem
chuhaf und den Aerzten klar zu machen, was
f# eine Art von Messer das war. War lulenn
oore im Zimmer, als Sie eintraten?“
e war da, um eine Fürbitte zu tun.=1
sie damit inne, um es Ihnen mitweiß
es nicht.-habe
schon einmal bemerkt, daß Sie
über“ cinige alles wissen und von anderem rig ichts.
Wie!r lange eit nach Ihrem Eintritt fand d
— stürzte mich sofort " a, ihn, ohne ihm
* unheut Sie, ’* Sie das Verbrechen
begangen haben — ganz ausführlich.=#
Bayerische enkralbarlehensrasse.
Der Vorstand der Bayerischen Zentraldarlehenslassc.
eingetr. Genoss: uschaft mil beschränkter
H#ftosich (Roifseisenverband) betont, daß
der blic nach dem am Dezember 19013
sesseeh 20. Jahr der Tätigleit, ein Bild
steter Fortentwicklung, weiteren Ausbaues und
innerer Befestigung des kandwirlschaftlichen Genossenschaftsweseno
in Bayern biete. Di: Mitallederzahl
hat sich von 17P5 im Jahre 1898
auf 2594 im Jahre 1913 erhöht, der Gesamtumsatz
von 77 Millionen Marl auf 769 Mill.
Mi., der Reingewinn von 1147 Mark auf
341 108 Ml.
Für die Landwirtschaft war das Jahr 1913
wierer wenig erfreulich. Bei verminkerten Einnahmen
machte sich ein erhöhtes Kreditbedürfnio
der Lawwwirte geltend, zumal die Hypotheleinbanlen
ihr Darle#z heusgeschäft mangels genügenden
Pfandbriesabs aßes z. itenweise ganz einstellen
mußten. Wie im Vorjahr tonnte rie
Zentrallasse wieder allen Ansprüchen gerecht
werden, obwohl sich der Darlehensstand der Genossenschaften
gegenüber dem Vorjahr noch etwas
erhöht hat. Im Berichtsjahr haben Verhandlungen
zwischen den im rechtsrheinischen
Banern bestehenden drei gröseeren Verbänden
stattgefunden, um eine Verständigung herbeizujũhren.
Leider scheiterten sie an der Fra#
der Besiczslandswahrung, so daß nun neuerdings
die Gegensätze stärler hervortreten. Konnte mit
#er Landwirtschaftiichen Zentralgenossenschaftdes
Banerischen Bauernvercins für Ein= und Verlauf
in NRegensburg eine Verständigung nicht
erzielt werden, so stehe die Zentrallasse mit den
anderen im rechtsrheinischen Bayern wirkenden
Genossenschaftszentraten in gutem Einvernthmen.
Mit dem Land wirtschaftlichen Verband
für Schwaben wurde am 1. Juli 1913 ein neuer
Interessengemeinschaftsrertrag. abgeschlossen.
Bei Begian des Geschäftsjahres war der
Stand der Mitglieder 2537. Zugegangen sind
88 Genossenschaften, ausgeschieden 31. Di: Zusammensetzung
des nunmehrigen Mitgli- deriandes
von 2594 iit folgende: 14 Einzelpersonen,
Zentralgenorsenschaften (Pfälzische Landwirtschaflsbant,
Mitteifräntische Krei:-Darlehenslasse
und LandwirtschaftlicherVerbandfür Schwaben)
2577 Genossenschaflen mit unbeschränkler
Hafloflicht.
Die Entwicklung der verschiedenen Geschäftsebteilungen.
sei durchaus befriedigend gewesen,
obmohl die Warenvermittlungs= wie die Getreide-Abteilung
und Lagerhäuser mit ungünsiigen
Konjunkturen zu lämpfen hatten. Die
Lagerhausbauten Neuburg a. D., Ingolstadt
und Mainburg wurden im Berichtsjahr vollendet,
cbenso das für Unterfranken erbaute Zentral-Lagerhaus
in Würzburg. Neu in Betrieb
genommen wurden di? Lagerhäuser in dein
Orten Kößting, Pfarrlirchen, Rolttenburg,
Weiden, Bamberg, Marlktbreit, Ganiönigshofen.
Es sind nun in eigenem Betrieb 56 Lagerhäuser
und Lager, außerdem stehen 30 selbflständige
Lagerhäuser“ als Verlaufsstelle der Lagerhausvereinigung
im Geschäftsverkehr.
Das Gesamtgeschäftsergebnis wird wieder als
befriedigend bezeichnet, obwohl ein Teil der
Lagerhäuser infolge der ungünstigen Geschäftslage
unter erschwerten Umständen arbeitenmußte
und Verluste ergab. Die beziehenden Genossenschaften
erhalten eine Warendividende von
71 331 (69 620) Mk.
Das Geschäfteguthaben erhöhte sich nach der
Steigerung des Geschäftsanteils von 200 auf
500 Ml. auf 4 204 500 (1 645 800) Mark, so
daß das eigene Vermögen (Geschäftsguthaben
und NReserven) um 2.76 Mill. Mk. wuchs. Mit
den Gesamthastsummen von 8 589 C0O0 Mark
wird die Gesamtsicherheit über die in der Bilanz
—.—..—-„Er
stand, mir den Rücken zudrehend; ich
stach zu, rhe er Zcit hatte, sich umzudrehen: als
er sich umwandie, stach ic ihn auch in die Brust.“
„Und dann ins Gesicht
7r und daun ins Gschn-„Was
tat Fräuen Moore die ganze Zeit
aber?
„Sie schien gan überrascht. Als sie begriff,
was vorging, eille sie zur
vermute, daß di lis dahin schon
9 oder fünfiig Mal zugestochen hatten. D#r.
S ist een von Wundern entstellt.“
weiß en
48 nachtem i#t. berbeigeellt war, fuhren
Eie d drauf los zu stechen
a.“
„ Unb was tat Fräulein Moore — nichts?“
„Sie versuchte, nich zurückzuhalten — sie tat
ür miglichstes.
Zens sle zum Beispiel mit Ihnen?!“
a.“
ie, Sle behaupten, daß Fräulein Moore
mit gi gu 7“
ufel mit 2 nen und Ihren Fragen,
Synde Willen cre, aß ich größie Lust hätte,
Sie Auch wu töten
Ruhlg Gaenen Sie nur etwas weiter weg.
Se uind nicht gerade ein Mensch, mit dem 4
in beinen in zen einlassen möchte
auseg etzt zum ersten vt
2 4 e Lin icht, daß Sie ie jetzt mehr
Lousn Nein, Herr Ferguson. Ich *5r solche
mun worguf Eie Se elen und i
rlni b ich Sie vis ainerichen in
en * bewundere dem ich Kriminalmier
bin. Aber auf 4% — Spiel verer
verschollen. Ob es sich um einen
Treifag, 8. Mai 1914
——— ———
ausgewiesenen Altivwerte hinaus auf 14. 150
(11.18) Mill. Mk. festgestellt.
Der Gesamtumsatz ist 1913 auf 384.50
(402.59) Millionen, cugzt. zurückgegangen. Cs
guifielen 270.98 (296.58) Millionen Mark auf
die Bankabteilung, 49.41 (48.31) Mill. Mk.
auf die Warenvermittlung, 55.62 (45.02) Mill.
Mi. auf die Getreideabteilung, gr dusern 1
Betrieb Memmingen, 8.49 (12.59) Mill.
auf die Güterabteilung. Der Reingewinn bHeiegestegen,
und zwar auf 341 108 (324 174)
Mk., nachdem 26 241 Mk. Verluste abzuglich
Gew'’nn der Getreideabteilung und Lagerhäuler
abgesetzt j ud (i. V. 4507 Mk. Gewinn daraus).
Im emnzelnen erzielten an Gewinnen die
Bankabteilung 207 019 (144.654) Mk., die Warenvermittlung
132 095 (128 925) Mart, die
Güter-Abteilung 28 235 (46 086) Mk.
Von dem Reingewinn sollen 102 090(15382)
Mark zu verschiedenen Rückstellungen dienen,
81 331 (69 620) Mark dem Bayerischen Landeskrhand
nach den Satzungen zufließen, 9021
8624) Mk. vorgetragen werden (im Vorfahr
42#3 10 000 Mk. zum Pensionsergänzungs sonds)].
Die Gesamtreserven erhöhen sich dann auf 1.36
(1.30) Mill. Mk. Auf die Geschäftsgutbaben
entfallen 5 5 (i. V. 4) Proz. Gewinnanteil.
Die Vilanz führt den Betriebsvorschus des
Staates und des Kreises Mittelfranken wieder
mit 4.10 Mill. Mk. auf, ferner u. a. laufende
Verbindlichkeiten 17.82 (160.33) Mill. Mk., Guthaden
der Genossenschaften 17.27 (17.59) Mill.
Ml., andererseits umsoßten) muhenstände im KonO
lolorrent 32.72 7) Mill. Mk., Hypothek.
guthaben 4J.04 (Z. en Mill. Ml., Effeiten 4. 13
(2.79) Mill. Mk., Warenbestände 1.61 12.160)
Mill. Mark. ·
Müncheueeltmgleiteii··
Milnchen,6.Mai.VoreiiiigenTagen
wurde in Dürrenwind bei Rothenburg o. T.
bei einem Einbruch Wertpapiere der Bayerischen
Handelsbank im Betrage von 3300 Mk. gestohlen.
Der Dieb begab sich nach München,
wo er noch drei Burschen traf, von deuen sich
einer erbötig zeigte, die Papiere bei der PVayer.
Handelsbank zu verkaufen. Der Verkauf ich!#en
dem Beamten verdächtig und er ließ den Burschen
verhaften. Dieser gesiand, daß er im
Auftrage eines anderen gehandelt habe, der ihn
in einer Wirtschaft an der Karlstraße erwarte.
Auch dieser und zwei weitere Burschen, die als
Hehler in Betracht lommen, wurden festgenommen
ünchen, 6. Mai. Gestern abend halb
7 Uhr wurde nächst dem Brunnenhaus an der
JFartalstraße die Leiche eines jungen Mannes
aus dem Wasser gezogen, die eine Schußverletzung
an der Stirne aufwies. Der Tote wurb?
als der 35 Jahre alte Katastergebilse Adolf
Doifl erkannt. Doifl war seit Gründonnerstag
abgängig und wurde am 17. Mpril näch't Pullach
von einem Schäfer gesehen. Seit der Zeit war
Selbsimord
oder um ein Verbrechen handelt, ist noch unaufgellärt.
München. 6. Mai. Unterhalb der Föhringer
Brücke siel der 20jährige Brückenbanarbeiter
Gg. Hell, ein Gütlerssohn aus Unterföhring,
bei einer Notbrückenreparatur in die
Jar und verschwand spurlos in den Wellen.
Die armen Eltern haben erst vor wenigen Monaten
einen 22jährigen Sohn verloren.
Bayerische Nachrichlen.
weilheim, 6. Mai. Der 21jährige Schreiner
Franz Holdenricder von Schwifting wurde in
der mechanischen Schreinerei Geisenhofer ven
der Transmission erfabt und an die Wand meschleudert,
so daß ihm di: Hirnschale zersoh#uct-
leirtes Sie nch nicht. Sie sind kein Romanschreiber,
Ihre Komplots stimmen nicht. Wir wissen
immer noch nicht, wie diese Flecke auf den Mantel
der Dame kamen.“
„Wollen Sie — wollen Sie mich denn nichl
verhaften?“
„Augenblicklich nicht. Viellcicht gelingt es
Ihnen, wenn Sie auf der Zeugenbauk sinen, den
Richter zu, veranlassen, Ihre WVerhastung anzuordnen,
aber in Fa irchte ich, wird es
wegen Meigeiest seie Ponnen Sie mit, Gray.
Wenn ich Sie P. Ler erguson, dann würde
ichn den Dingen ihren uf lassen, es nüht nihs
n Sie ch noch so viel M Mihe geben,
5 Iee- en zu semm en. Wenn die Dame un-#.
lommt es heraus und cheufo, wenn
e ni uischiildigislundverlassei st
zut nemn Wort, das ist auch für alle Beielligten
as
Der Inspeltor verließ das. Zimmen mit d
ausgerollten Mantel unterm Arm — ich m
leinen Versuch weiter, ihn danlrn zu 4 nhte
Die Wahrheit ist, daß ih ganz ## wußte, daß
mir nur gelungen war, elnen Esel aus mir zu
machen und sonst nichts. Mein ganges Mückgrat
hatte mich verlassen und ich war schlapp, w
ein alter lappen. Und 1t hatte d
dumme alte Berb von meinen Ueberredungs-Uhusten
gefaselt!
. (Forklehung. solgt.)