Welsen und Staufer. Cokhar von Sachsen. Ronrad III. 9 149. 103
rad. Sie waren die Neffen Heinrichs V., und was er an eignem Gut
besessen, ging als Erbe auf sie über. Es war das edle Geschlecht, das zu-
erst durch seine Treue gegen den unglücklichen Heinrich IV. seine Macht be-
gründet hatte. Seine Heimat war der Staufen in Schwaben, der hoch über
dem digen Thale der Rems emporragt und in das schöne Land mit
seinen Rebenhügeln und seinen Thälern, die einem ununterbrochenen Obst-
walde gleichen, hinausblickt; sein Stamm war der finnige, gesangreiche, hoch-
begabte der Schwaben, dem unsere besten Dichter alter und neuer Zeit ent-
sprossen sind, die Wiege so vieler herrlicher Geister. Friedrich war og
dieses schönen Landes, Konrad waren die Besitzungen in Franken zugefallen:
auf einen von beiden — man meinte auf Friedrich — schien die Wahl fallen
zu müssen. Aber schon wünschten die Fürsten wie die Kirche keinen zu mäch-
tigen Herrscher, am wenigsten einen solchen, den man als den Erben des
waiblingischen“““) Geistes, d. h. als einen Kämpfer gegen Papst und Fürsten-
tum, ansehen könnte. Als solchen aber glaubte man den Staufer Friedrich
betrachten zu müssen. Dazu kam, daß die Wahl Friedrichs wie eine Aner-
kennung seines Erbrechtes auf den Thron angesehen werden konnte, den
deutschen Fürsten aber galt seit der Erklärung Rudolfs, des Gegenkönigs Hein-
richs IV. (6 141), Deutschland als Wahlreich. Endlich war der Erzbischof
von Mainz, der sich in den Besitz der Kroninsignien gesetzt, Friedrichs per-
sönlicher Gegner. So lenkte sich die Aufmerksamkeit der Kardinäle, die im
Namen des Papstes der Wahl mit beiwohnten, wie der Fürsten auf ein
anderes Geschlecht. An der Spitze der gegen Heinrich V. aufständischen
Sachsen hatte Lothar von Supplinburgt) gestanden, der 1106 nach
dem Aussterben der Billinger Herzog in Sachsen geworden war und durch
Verwandtschaft und Heirat die Güter der ausgestorbenen Nordheimer
(* 135) um Göttingen und der Brunonen um Braunschweig in seiner
Hand vereinigt hatte. Er hatte nach der Schlacht am Welfesholze fast mit
königlicher Gewalt in Sachsen geherrscht, mit unveränderlichem Glücke die
—
"“.) Welf von Bayern 1 1101. Friedrich von Büren.
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Welf Heinrich der Schwarze edrich von Schwaben.
+ 1119. von Bayern 1 1126. — Heinrichs IV. Tochter.
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Heinrich d. Sioche v. Bayern rs Judith. Friedrich v. Schwaben + 1147. 4 I##
39. 191. ) .
Gem.: Gertrud, Lothars Tochter. Friedrich I. Barbar###sa 1 1190.
! tha 2. Gem.: Beatrix v. Burgund.
Heinrich d. Löwe v. Sachsen
u. Bayern 1 1
Suo V. Pühelm. Helursch W. y119. Fredrich v. Schwaben Piillr
1218. I Gem.: Konstanze. + 1191. + 1268.
1285 Qur — Pruanche II Beatrix 1212
. v. Bra riedt x .
g fl250. Gem.: Otto IV.
rich #en#h IV. Enzio Manfred.
1242. 1 **v 1272. 1 ss.
Konradin Ko ze.
1268. Gem.: Peter III. v. Aragonien.
3) Habblinger den zuerfg die —* und nach ihnen die Staufer genannt.