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Unvermeidlich hatten denn aber auch alle solche Vorfälle
immer wieder Einfluß auf van der Mersch's Schicksal.
Er verlor immer mehr alle Hoffnung, Recht zu erhalten oder
frei zu werden; er wurde immer härter behandelt, und alle
Anstalten, die man machte, seine Sache durch ein ordentliches
Gericht untersuchen zu lassen, verwandelten sich immer mehr
in bloße Demonstrationen. Selbst die Schreckenspost von
der geschlossenen Reichenbacher Konvehtion, die der ständischen
Partie so klar zeigen mußte, in wic weit sie sicher auf
preußische Hülfe zählen durften, und so denn auch jede neue
Nachricht von einem neuen, beträchtlichen Unglück, das der
Schönfeldischen Armee zugestoßen, hatte auf van der Mersch's
Schicksal nur nachtheiligen Einfluß. Die van der Noots
und Eupens und alle neuen Oligarchen, die ihr Spiel doch
noch nicht aufgeben wollten, brauchten die schändlichsten
Lügennachrichten, den letzten Funken von Fanatismus noch
angublasen, um zu versuchen, was noch versucht werden konnte.
Der unglückliche van der Mersch, der jetzt bald sieben Monate lang,
ohne Urtheil und Recht zu erhalten, auf der Antwerpen'schen Citadelle
saß, lief mit jedem Tage mehr Gefahr, vom wüthenden
Pöbel, in den man eingegossen hatte, was er nur fassen
mochte, ermordet zu werden.
Dieß wurde endlich officiell an den Kongreß berichtet,
und weil vielleicht der Kongreß wohl fuͤhlte, wie leicht solche
Volks-Explosionen bis zu einer Hoͤhe steigen koͤnnten, wobei
ihre eigene Sicherheit sehr gefährdet werden moͤchte, so befahl
er, daß van der Mersch transportirt werden sollte. Abends
den 10. November wurde er abgeholt, und des andern Morgens
frühe sah er sich nach Löwen gebracht zu den Alerianern.
Er und seine. Gemahlin und sein Sohn und ein Kammermädchen
wurden in ein Zimmer zusammen eingesperrt, und,
der ehemglige Chef der ganzen belgischen Armee befand sich