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können, ohne irgendwie in die Gefahr des Unterganges zu gerathen. Meine
Herren, diese Summe von 160 Millionen Mark geben wir sogar spielend
für andere Dinge aus; wir haben über 50 Millionen für Hamburg und
Bremen votirt und diese Städte veranlaßt, noch 100 Millionen für den
Zollanschluß herzugeben. Was will ein solcher Betrag heißen
in einer sonst ganz gesunden Zirkulation (2), wie wir
sie heben? Ich wünsche sehr, daß die Silberverkäufe wieder aufgenomme
: würden — natürlich cum grano salis, wie ein verständiger Kaufmann
s§ machen würde, der eine Waare abzusetzen hat. Ich bedaure, daß
sie unterbrochen wurden; aber jetzt zu sagen, daß wir ins Wasser springen
müßter aus Angst, zu ertrinken, daß wir zur Doppelwährung, zur Wiederaufnah
ne der Silberwährung übergehen müßten bloß um dieser 400 Millionen
willen, die wir noch haben, — das ist eine Aberration, zu der ich
nie korumen werde“.
Anm. 36. Wie merkwürdig, jetzt sind urplötzlich 160 Millionen Mark,
gleich 6,100000 Mark 4 0% tiger jährlicher Zinsenverlust für die
Steuerzahler, so gut wie gar nichts; als aber Fürst Bismarck den dreihindert
und zwanzigsten Theil dieser Zinsensumme, nämlich 20000 Mark,
fir einen ihm unentbehrlichen weiteren Hilfsarbeiter verlangte, da konnten
Kerr Dr. Bamberger und seine Freunde diese winzige Summe
„ mus Rücksicht auf die Steuerzahler“ nicht bewilligen. So
rüthselhaft diese eigenthümliche Sparsamkeit ist, die einmal 160 Millimen
Mark Kapital für nichts achtet, und ein andermal 20000 Mark
se ungemein hoch schätzt, ebenso räthselhaft ist es auch, wenn der Reduer
segt: „daß wir zur Doppelwährung, zur Wiederaufnahme der Silberwihrung
übergehen müßten, bloß um dieser 400 Millionen Silberthaler
willen, die wir noch haben“ 2c. — denn wer in aller Welt hat denn
dies jemals behauptet, wer hat bloß nur deshalb die Doppelwährung
verlangt, damit wir nicht weitere 160 Millionen Mark an
den noch vorhandenen Silberthalern verlieren, sicherlich noch niemand;
aler es ist gar begnem Behanptungen zu widersprechen, die kein Mensch
aufgestellt hat.
J. d. R. „Uebrigens ist die Gefahr, die aus dem Silberüberfluß
in der Welt existirt, gar nicht so groß; ebenso steht es mit der angeblichn
Gefahr des mangelnden Goldes. Sehr merkwürdigerweise hat
uns Kierr von Kardorff selbst in seiner heutigen Rede die Argumente
geliefent, daß die Dinge gar nicht so schrecklich sind, wie er sie darstellt.
Er hat angeführt, wie große Goldvorräthe Frankreich, Amerika,
Englard besitzen; er hat uns auch darauf hingewiesen, was an Silber noch