484 Fünftes Buch. I: Heinrich in der Verbannung. Friedrichs letzte Taten.
Richard suchte ihn zu trösten und dem Andenken der teuren Verstorbenen
eine Ehre zu erweisen, indem er für beider Tochter Richenza Sorge trug).
Er vermählte sie nämlich mit Gaufried, dem ältesten Sohne des Grafen
Geoffroy von Perche, einem bei dem Könige sehr angesehenen Sprößlinge
eines alten, berühmten Geschlechtes. So konnte Heinrich mit seinem königlichen
Schwager für das erste recht zufrieden sein.
% An. Gesta Henrici II. und bie Historiae duum Normanniase et regum Anglise
(M. G. Ss. XXVI, 702) verwechseln sie — wegen des Namens ihrer Mutter —
älschlich mit Mathilden, der unehelichen Tochter Heinrichs des Löwen, die den
ürsten Borwin ehelichte. Diese kann hier nicht gemeint sein; wohl aber Richenzo,
von deren Schicksal man sonst gar keine Andeutung besitzt.