Full text : Also sprach Bismarck. Band II. 1870 - 1888. (2)

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gierung  im  Stadthaus  andere  Unterzeichner  des  Vertrages
zu  finden  wissen.“

Darauf  hin  kamen  die  beiden  Staatsmänner  wieder  auf
die  Waffenstillstandsfrage  zurück.

Bismarck:  „Ohne  Zweifel  verlangen  Sie  von  uns,  daß
Paris  während  des  Waffenstillstandes  Lebensmittel  erhält.“

Thiers:  „Unzweifelhaft,  das  ist  Kriegsgebrauch  und  ein
Waffenstillstand  bringt  es  mit  sich,  daß  die  Kriegsführenden
am  Schlusse  desselben  ihre  Lage  in  keiner  Weise  verändert
haben.“

Bismarck:  „Einverstanden,  aber  Paris  für  30  oder
auch  nur  für  14  Tage  mit  Proviant  zu  versehen,  das  würde
eine  furchtbare  Schwierigkeit  abgeben.“

Thiers:  „Ich  weiß  es,  denn  ich  habe  mit  zu  eben  jener
Proviantierung  beigetragen,  die  Ihnen  wohl  noch  auf  Monate
  zu  schaffen  machen  wird.  Und  ich  kenne  auch  die  Mittel,
sie  zu  vermehren.“

Bismarck:  „Als  Sie  diese  Verproviantierung  vornahmen,
strotzte  die  Umgegend  von  Paris  von  Lebensmitteln.  Heute  ist
sie  erschöpft.  Requisitionen  geben  kein  Ergebnis  mehr  ab,
und  Moltke  kann  seine  Armee  nur  mehr  mit  Lebensmitteln
ernähren,  die  von  entfernten  Märkten  herkommen.  Außerdem
  fehlen  jetzt  die  Eisenbahnen.“

Thiers:  „Was  die  Quantitäten  anbelangt,  so  sind  dieselben
  bereits  in  einer  Arbeit  niedergelegt,  die  ich  Ihnen  übergeben
  werde.  Die  Lebensmittel  könnten  auf  drei  oder  vier
Eisenbahnen  eintreffen.  Kommissare  der  beiden  Nationen
würden  sie  zählen,  und  es  wären  weder  für  die  eine  noch  für
die  andere  Seite  Mißstände  im  Gefolge.  Was  die  Eisenbahnen
  anbelangt,  so  genügen  die  vorhandenen  vollständig.
Wir  haben  Lokomotiven,  welche,  nachdem  sie  ihren  Zweck
erfüllt,  an  ihren  ursprünglichen  Aufenthaltsort  wieder  zurückgebracht
  werden  können.“