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Rußland befinde sich am Rande des Verderbens. Mit seinen: Abgang wird hier
eine der Hauptquellen für ungünstige Gerüchte über Rußland beseitigt werden.
Hoffmann versuchte, den englischen Gesandten zu überzeuzen. daß er sich nur
deshalb in die Tätigkeit Grimms gemischt habe, weil letzterer selbst ihn gebeten
hatte, ihm «ie deutschen Friedensbedingungen zu senden. Er behauptet auch,
daß er auf eigene Gefahr gehandelt habe, und daß dem Bundesrat bis heute
morgen nichts von seiner Vermittlertätigkeit bekannt gewesen sei. Ich nelıme
an, daß diese letzte Erklärung mit der Wahrheit übereinstimmt. Hoffmann sagte
noch dem englischen Gesandten, daß ein Hauptgrund für seinen Auftiag an
Grimm seine tiefe Besorenis um «das Schicksal der Schweiz rewesen sei, welche
im Falle der Fertdauer des Krieges im Winter durch eine Versorgungskrisis leiden
würde. Die Austiüchte Hoffmanns überzeugten den britischen Gesandten
nicht davon, daß Hoffmann nur eine einfache Unvorsichtigkeit beging. Meinerreits
zweifle ich nieht, daß das Programm Hoffmanns ein reiflich durehaachtes
Manöver ist. Ich nehme sogar durchaus an, daB Hoffmann sieh hierüber mit
Grimm vor dessen Reise nach Rußland besprochen hat. Mir erscheint es höchst
wünschenswert, auf (den Abgang Hoffmanns von seinem Posten ‚durch einen
außergewöhnlich geräuschvollen, gegen ihn gerichteten Feldzug in der russischen
Presse hinzuwirken. Ich halte es für meine Pflicht. zu berichten, daß in
Anbetracht der krankhaften Eigenliehe der Schweizer ein Druck nf ihre Regierung,
der die Entfernung einer für die Interessen des Verbandes schädbehen
Persönlichkeit beabsichtigt, in gewöhnlichen Zeiten wenig Aussicht auf Erfolg
haben dürfte; aber jetzt ist Hoffmann ertappt, und es wäre sehr wünschenswert.
den günstigen Augenblick nicht zu versäumen.
(Unterschrift) Onou.
(Iswestija vom 20. Januar 1918.)