Full text : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1893. (59)

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§  11.  Feststellung  des  Prüfungs-Ergebnisses.

Die  Prüfungskommission  hat  nach  dem  Gesammtergebnisse  der  Prüfung  ihr  Urtheil
darüber  abzugeben,  ob  die  Prüfung  überhaupt  bestanden  und  ob  sie  bejahendenfalls  „mit
Auszeichnung“  (I),  „gut“  (li)  oder  „ausreichend“  (III)  bestanden  worden  ist.

Die  Entscheidung  erfolgt  nach  Stimmenmehrheit.  Ueber  das  Ergebniß  der  Prüfung
ist  eine  Niederschrift  aufzunehmen,  welche  von  allen  Mitgliedern  der  Prüfungskommission,
welche  die  Prüfung  abgenommen  hat,  zu  vollziehen  und  nebst  den  schriftlichen  Prüfungsarbeiten
  bei  der  Generaldirektion  der  Staatseisenbahnen  zur  Aufnahme  in  die  Personalakten
  einzureichen  ist.

Ueber  die  bestandene  Prüfung  ist  dem  Bewerber  von  der  Kommission  ein  Zeugniß
auszustellen.  Ein  Anspruch  auf  Anstellung  oder  Beförderung  wird  durch  das  Bestehen
der  Prüfung  nicht  erlangt.

*  12.  Wiederholung  der  Prüfung.

Wer  die  Prüfung  nicht  bestanden  hat,  kann,  gleichviel  ob  die  Zurückweisung  bereits
auf  Grund  des  ungenügenden  Ausfalls  der  schriftlichen  Prüfung  oder  erst  nach  der
mündlichen  Prüfung  erfolgt  ist,  innerhalb  einer  von  der  Prüfungskommission  festzusetzenden

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Frist  zu  einer  anderweiten  Prüfung  zugelassen  werden.

Diese  Frist  darf  in  den  Fällen,  in  denen  die  Kommission  aus  5  Mitgliedern  zu  bestehen
  hat,  nicht  weniger  als  1  Jahr  und  nicht  mehr  als  2  Jahre,  in  den  übrigen  Fällen
nicht  weniger  als  3  Monate  und  nicht  mehr  als  6  Monate  betragen.

Zulassung  zu  einer  dritten  Prüfung  findet  nicht  statt.

§  13.  Prüfungskosten.
Die  Prüfungen  erfolgen  unentgeltlich.  Auch  die  etwaigen  Stellvertretungskosten  der
zu  Prüfenden  werden  von  der  Staatseisenbahn-Verwaltung  getragen.
Fur  die  Hin=  und  Rückfahrt  zum  Sitze  der  Prüfungskommission  erhalten  die  zu
Prüfenden  freie  Fahrt.

§  14.  Besondere  Bestimmungen  für  Militäranwärter.

Militäranwärter  haben  schon  dem  untersuchenden  Arzte  (8  2),2)  diejenigen  in  ihrem
Besitze  befindlichen  Militärpapiere  vorzulegen,  aus  denen  hervorgeht,  welche  Gründe  für
das  Ausscheiden  aus  dem  Militärdienste  oder  für  die  Invaliditätserklärung  maßgebend
gewesen  sind.

Der  Einreichung  eines  Gesuchs  um  Zulassung  zur  vorgeschriebenen  Prüfung  bedarf
es  für  Militäranwärter  nicht,  vielmehr  werden  dieselben  spätestens  14  Tage  vor  Ablauf