Inhaltsverzeichnis : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1869. (46)

 

 

 

und  Felertage).

 

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Der  „Nosenheimer  Aeiger.  erscheint  fäglich  nachmllltage  3  Uhr  (mil  Ausnahme  der  Zonn-  6
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RNosenheimer  Anzeiger

 

 

 

Die  einip.  Pe#ttzeile  im  Anzelgenteil  koftet  20  Plg.,  im  Reklamelell  50  Plg.,  Lokalanzeigen
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Schluß  der  Anzeigen-Annaohme  11  Uhr  millags.

 

 

Rosenheimer  Tagblakt

Amkliches  Publikakions--Organ

 

Nmmer  26  Kath.:  Januarius
ur  Geschäftsordnung.

Seit  vier  Jahren  gleicht  die  Welt  einem
großen  Areoba,  in  welchem  sich  die  Völker  teils
durch  die  beweiskräftige  Sprache  der  Waffen,
leils  durch  die  nicht  minder  wundenpchaffenden
erregten  Reden  darüber  auseinandersetzen,  auf
welcher  Seite  der  Rechtsanspruch  be'stehe.  Aus
dem  Zusammemwirken  von  Waffen  und  Worten
  hat  sich  nachgerade  ein  Wirrwarr  entwickelt,
dessen  Entwirrung  kaum  jemand  noch  Mittel
und  Wege  angeben  kann.  In  dem  brausenden
Getöse  erhebt  sich  nun  einer  und  erbittet  das
Wort  zur  Geschäftsordnung.  Er  versucht,
die  jahrelang  in  die  Irre  gegangenen  Debatten,
mochten  sie  nun  mit  ffen  oder  mit  Worten
ausgefochten  sein,  auf  den  eigentlichen  Gegen-(tand
  der  Tagesordnung,  die  Frage  des  Friedens
  und  der  Friedensmöglichkeiten  zu  lenken.

In  dieser  Rolle  des  Redners,  welche  die  Debatten
  auf  den  Ausgangspunkt  der  Auseinandersetzungen
  wieder  zurückzuführen  sucht.  befindet
sich  Oesterreich-Ungarn  mit  seiner  Friedensnote
an  alle  kriegführenden  Mächte.  Mochte  man  auch
euber  die  Eignung  gerade  des  jetzigen  Augen  -
blicks  zu  einer  solchen  Aktion  verschiedener  Meinung
  sein,  man  wird  nicht  umhin  können,  dem
An#tag  auf  diEwelchäftordnungedrba  te  zuzustimmen.
  Die  deutsche  Reichsregierung  kann  das
um  so  aher  und  um  so  achrioseh  weil  sie  ja
pisher  schon  keinen  Augenblick  einen  Zweifel  über
ihre  Friedensbereitschaft  ließ  und  weil  die  Buriansche
  Note  im  Grunde  nichts  anderes  als  eine
Verwirklichung  der  schon  vor  langerer  Zeit  durch
den  Grasen  Hertling  im  Reichstage  vorgetragenen
  Richtlinien  für  die  Beendigung  dieses  Ringens
  ist.

Die  neue  Lage,  die  nunmehr  durch  dieses  aktive
  Hervortreten  unseres  Verbündeten  geschafsen
  ist,  erfordert  nun  aber  auch,  daß  die  für  die
Führung  unserer  Politik  maßgebenden  Faktoren
der  Regierung  wie  des  Parlaments  ihrerseits
das  Wort  zur  Geschätsordnun  ergreifen.  mit
anderen  Worten:  Eine  möglich't  baldige
Einb  erufung  des  Reichst  ages  oder
mindestens  seines  Hauptausschusses  ist  jetzt
uermeidlich.  Man  mu  sich  klar  darüber  sein,
daß  in  den  allernäch'ten  Tagen  schon  die  für  unser
  Volk  und  Vaterland  wichtigsten  Entscheidungen
  fallen  können.  Es  ist  unerläßlich,  daß  die  parlamentarische
  Vertretung  des  Deutschen  Volkes
in  diesem  bedeutungsvollen  Augenblicke  in  steter
enger  Fühlung  mit  der  Reicheleitung  selbtt  sich
besindet.  Das  gilt  gleicher  Weise  dafür,  ob  das
Angebot  nun  angenommen  oder  abgelehnt  wird.
Kaß  letzteres  ohne  weiteres  geschehe,  wird  in
holitischen  Kreisen  jedoch  nicht  angenommen,  dem
nanche  Anzeichen  im  feindlichen  Lande,  so  u.  a
die  überraschende  diplomatische  Erkrankung  Lioyd
Georges  lassen  den  Schluß  zu,  daß  man  die  gebo-#enen
  Möglichkeiten  zu  überprüsfen  gedenkt.  Aber
wie  dem  auch  sei:  Auf  alle  Fälle  muß  das  Deutsche
  Volk  wissen,  ob  und  wie  unsere  Regierung
für  die  Notwendigkeiten  der  Lage  gerültet  ist.

Der  abgelehule  Wiener
Friedensverschlag.

Eine  ablehnende  Antwort  Wilsons.-Rotterdam.,
  17.  9.  Aus  Washington  wird
hemeldet:  Die  Iiemeihilc  ungarisce,  Note  wurde
  hier  durch  Vermittlung  der  schwedischen  Gesandtschaft
  dem  Auswärtigen  Amt  bereich.
Wie  weiter  gemeldet  wird,  veröffentlicht  der
amerikanische  Staatssekretär  des  Auswärtigen
Lansing  lolgendm  Erklärung:
räsident  Wilson  ermächtigt  mich,  zu
erklären,  daß  folgendes  die  Antwort  unserer  2.
gierung  auf  die  österreichisch-ungarische  Friedensnote
  sein  wir
Die  gegierung  der  Vereinigten  Staaten  ist
1.  der  Ansicht,  daß  sie  lediglich  eine  Antwort
  auf  den  Vorschlag  der  k.  u.  k.  Regierung
  geben  kann.  Sie  hat  zu  wiederholten
Malen  und  durchaus  offenherzig  die  Bedingungen
  mitgeteilt,  auf  Grund  deren  die  Wereinigten
  Staaten  einen  Frieden  in  Erwägung
ziehen  wollen;  sie  lanm  und  will  keinen

 

Vorschlag  zur  Abhaltung  einer  Konferenz

 

 

Donnerstag,  19.

Lesterreichisch-talienische  Verhandlungen

Willon  lehnt  bie  österreichische  RNote  ab.  —
Gorschlag.  —  Eine  (Esterrertchllche  Note  an  den  Papft.

den  Wiener

September  1018

Balfour  spricht  gegen

—  Neue  Kriegshetze  in  Rumnien.  —  Erneute  feindliche  Angriffe
zwischen  Ailette  und  Aisne  gescheitert.  —  Vereinigung  Dosniens
mit  der  Herzegowina.

 

in  einer  Angelegenheit  annehmen,  in  der
sie  ihre  Haltung  und  ihre  Absichten  deutlich
zu  erlkennen  gegeben  hat.

Vorgebliches  Mihtrauen  Balfours.

5  Ro  tterdam,  17.  9.  Aus  London  wird
gemeldet:  Balfour  sagte,  der  öslterreichische
Konferenzvorschlag  sei  kein  wohlgemeinter  Versuch,
  den  Frieden  herbeizuführen,  denn  er  bekmecke,
  die  Alli#erten  zu  spalten.  Die  Einleitung
von  Besprechungen  würden  keinen  Nutzen  haben
Zuischen  den  Alliierten  und  den  Mittelmächten
bestehe  keine  Uebereinstimmung.  Deshalb  entbehrten
  die  vorgeschlagenen  Besprechungen  des
praktischen  Wertes.  Balfour  sagie  weiter  zu
den  deutschen  Ansprũchen,  die  Kolonien  zurückzubekommen,
  niemand  in  England  werde  diesem
Vorschlag  zustimmen  können,  weil  er  ungereimt
ift.

Ablehnung  durch  Lioyd  George.

„  Amsterdam,  17.  9.  „Daily  Mail“  meldet,
  daß  die  Regierung  Lloyd  Georges  ge-Benüber
  der  Friedenskundgebung  der  Gegenseite
uUnverrückkar  auf  dem  bisher  eingenommenen
Standpunkt  stehe.  Lloyd  George  habe  die  gleiche
(Ansicht  in  Manchester  deutlich  ausgesprochen,
'daß  dem  Friedensbedürfnis  der  breiten  Volksmassen
  das  Lebensinteresse  der  Staaten  gegenüberstehe,
  dem  unter  Umständen  der  Wille  des
Volles  untergeordnet  werden  musse.

Ablehnende  Antwort  der  Entente?

*s  Lugano,  17.  9.  Wie  uns  eine  Berner
Information  meldet,  soll  die  ablehnende
Antwort  der  Entente  bereits-  feststehen.


Eine  Kollektivnote  der  Entente.

5F-Rotterdam,  17.  9.  Der  parlamentarische
Berichterstatter  der  heutigen  „Daily  News“  erfährt
  aus  elonnatabe  Kreisen,  da  ##die  Alli#erlen
  eine  gemeinsame  Note  verfassen  werden,
  welche  die  durch  die  öfterreichische  Note  und
andere  Friedensversuche  geschaffene  Lage  aufklären
  soll.  Man  nimmt  dabei  den  Standpunkt
ein,  daß  die  öfterreichische  Note  unbestimmt  sei
und  daß  ein  Antrag,  Besprechungen  einzuleiten,
in  jedem  Falle  von  Deutschland  kommen
müsse,  weil  Deutschland  der  Hauptfeind  lei.  Es
mird  weiter  betont,  daß  die  Vereinigten  Staaten
dct  gewillt  sind,  einen  Frieden  anmnehmen,
der  den  Osten  dem  Westen  opfern  würde  und

dah  die  Alliü#erten  die  Aufhebung  der  Verträge

von  Brek  t  Litowsk,  die  Räumung  Serbiens,  Rumäniens,
  Montenegros,  Nordfrankreichs  und
Belgiens  fordern  müssen.  In  französischen  diplomatischen
  Kreisen  nehme  man  den  Standpunkt
ein,  daß  die  österreichische  Note  eine  Kriegsli
  "t4  sei  zu  dem  Zwecke,  die  Alliierten  zu  spalteu.
*  den  polkilschen  Kreisen  Londons  meint  man,

o  schließt  der  Mitarbeiter  der  „Duily  News“,
L  die  Note,  weil  sie  Deutschland  nicht  binde.
wertlos  sei,  und  daß  sie,  wenn  sie  Deutschland  binden
  solle,  auch  von  Deutschland  ausgehen  müßte.

Amerika.

*Neuyork,  16.  9.  (Neuter.)  Die  öffentliche
[(Meinung  und  die  Zeitungen  der  Vereinigten
Staaten  verwerfen  mit  einigen  Ausnahmen
unzweideutig  den  österreichischen  Friedensvorschlag;
  sowohk  die  demokratischen  wie  die  republikanischen
  Mitglieder  des  Kongresses  stehen  einer
Annahme  des  ölterreichischen  Vo  ges  unter
den  gegenwärtigen  Verhältnissen  glei  woeise  ablehnend
  gegenüber.  Senator  Lodge,  darüber  befragt,
  sagte,  er  sei  nicht  der  Meinung,  dah  der
Friedensbewegung  irgendwelche  Aufmerksamkeit

Heschenkt  werden  solle,  der  Vorsitzende  des  Senatsausschusses
  für  die  auswärtigen  Angelegeniten

  Hitchcock  erllärte,  das  Friedensgerede  in
der  jetzigen  Zeit  wäre  lächerlich  und  er  würde
raten,  Amerika  und  die  Alliierten  sollen  bis

ummilitärischen  Triumph  kämpfen,  der
Die  vollitändige  militärische  Niederlage  des  Feindes
  bedeute.  Der  Vorsitzende  des  Ausschusses
für  die  militärischen  Angelegenheiten  im  Repräsentantenhause
  Dont  sagte,  das  Anerbieten  bedeute
  ohne  Zweifel,  dab  Deutschland  geschlagen
#ei.  Er  sei  gegen  eine  Konferenz,  es  sei  denn,
idaß  man  darunter  verstände,  der  Krieg  solle  weiter
  gehen,  bis  der  Friede  diktiert  werden  lönng

Stolze  Worte  der  Franzosen.

*  Paris,  16.  9.  Im  Palais  Bourbon,  wo
trotz  des  Sonmags  einige  Abgeordnete  erschienen,
  wurde  erklärt:  Die  Kriegsziele  Frankreichs
und  der  Alliierten  sind  bekannt:  die  Unversehrtheit
  des  Vaterlandes,  das  Gleichgewicht  der
Welt,  die  Befreiung  aller  unterdrückten  Völker
und  Wiedergutmachung  des  angerichteten  Schadens.
  Inmitten  aller  Wechselfälle  des  Krieges,
sagten  die  Abgeordneten,  hat  sich  das  Programm
  Frankreichs  nicht  geändert.  Unsere  Feinde
  beginnen  heute  zu  wanlen  und  glauben  nicht
mehr  an  einen  Frieden  durch  den  Sieg  der
Waffen.  Wir  sind  anderer  Meinung,  Frankreich
und  die  Alliierten  zweifeln  nicht,  daß  ihre  siegreichen
  Armeen  die  Vetwirklichung  ihres  Programms
  sichern  werden,  dessen  Aenderung  nicht
in  Frage  kommt.

Die  Antwort  Itali  ens.

s  Lugano,  I7.  9.  (Tel.  Union.)  Nachdem
nunmehr  die  Besprechungen  der  Burian-  Note
in  sämtlichen  maßgebenden  politischen  Vlättern
vorliegen,  kann  man  das  italienische  Urteil  dahin
  zusammenfassen,  daß  in  ganz  Italien  kein
Mensch  von  der  öllerreichsschen  Note  einen  Erfolg
erwartet.

—

Eine  öfkerr.  Nole  an  den  Papft.
Wien.  16.  9.  Der  Minikter  des  Aeußeren
hat  an  den  apostolischen  Nuntius  Msgr.  Valfre
di  Vonro  am  14.  d.  M.  eine  Note  gerichtet,  welche
in  deutscher  Uebersetzung  folgendermaßen  lautet:

Nach  vier  Jahren  unerhörten  Ringens  und  ungeheuerlichen
  Opfern  hat  der  Kampf,  der  Europa
verheert,  rnoch  keine  Emscheidung  zu  bringen  vermocht.
  Die  K.  u.  K.  Regierung,  von  dem  Geiste
der  Versöhnlichkeit  geleilet,  der  schon  in  ihrer
Note  vom  12.  12.  1916  zum  Ausdruck  kam,  hat
beschlossen,  an  alle  kriegführenden  Staaten  heran-Futreten
  und  sie  einzuladen,  durch  einen  vertraulichen
  und  unverbindlichen  Gedankenaustausch,
einem  für  alle  Teile  ehrervollen  Frieden  die  Wege
  zu  ebnen.

Hierbei  gedenkt  die  K.  u.  K.  Regierung  voll
feierlicher  Dankbarkeit  des  iise  Appells,
  den  Seine  Sriiglen  der  Papst  im  verflossenen
  Jahre  an  alle  Kriegführenden  mit
Mahnung  rihtete,  eine  Verstandigung  zu  suchen
und  wieder  in  brüderlicher  Eintracht  zu  leben.

In  der  sicheren  Ueberzeugung,  der  Heilige
Water  ersehne  es  auch  beute,  daß  die  leidende
Mernschheit  wieder  der  Segnungen  des  Friedens
teilhaftig  werde,  hoffen  wir  zuversichtlich,  daß
er  unseren  Schritt.  mit  Sympathie  begleiten  und
mit  seinem,  auf  der  ganen  Erde  anerkannten  moralischen
  Einfluß  unterstützen  wird.

(Von  diesem  Gedanken  begleitet,  bitte  ich  Euere
Erxzellenz  den  zuliegenden  Text  unserer  Note  Se  Seiner
  Heiligkeit  unterbreilen  zu  wollen.

 

 

 

Prot.:  Januarius  61.  Jahrgm#
Die  Schlacht  im  Weslen.

Abenbbericht.
WITE.  Berlin,  17.  9.,  abends.  Amtlich.
Zwischen  Ailette  und  der  Aisne  scheiterten  erneute
  Angriffe  des  Feindes
Von  den  anderen  Fronten  nichts  Neues.

—

Der  amll.  österreichische  Berichl.
!1  WTB.  Wien,  17.  9.,
Italien#scher  Kriegsschauplatz.
BGwischen  der  Brenta  und  dem  Monte
Solaro  lo  setzten  die  Italiener  gestern  früh
nach  slarker,  bis  um  Trommelfeuer  gesteigerter
MArilllerievorbereitung  zum  Angriff  an.  Ihre
Sturmkolonnen  wurden  im  Brentalal  und  vor
dem  Col  Caprile  durch  unser  Feuer  zurückgetrieben.
  Auf  dem  Asolone  vermochten  sie  unter
der  Wirkung  unferer  Batterien  ihre  Gräben  überbant
  nicht  zu  verlassen.  Auf  dem  Monte  Pertica,
  dem  Solarolo  und  dem  Tasson-Rücken  kam
#s  zu  erbitlerten  Kämpfen,  n  denen  der  Feind
gleichfalls  reitlos  weichen  muß
*  In  den  anderen  Scdkenirden  vielfach  lebhafte
Flegertärigkeit.

Westlicher  Kriegsschauplat.

Bei  den  örlerreichischungarischen  Truppen  keine

größeren  Kampfhandlungen.
Albanien.

(Bei  Pojan  scheirerten  erneute  italienische  Vorstöße.


Der  Chef  des  Generalstabs.
——"

Die  Ereigulsse  in  Kußland.
Die  Tschecho=  Slowaken  in
Bedrängnis
:  JZürich.  17.  9.  Nach  übereinstimmenden  Meldungen
  üalienischer  Blätter  i't  die  Lage  der  an
der  Wolga  kampfenden  Tschecho-Slowalen  zunehmend
  schwierig.  Die  Berichte  bereiten  auf
eine  vollständige  Niederlage  vor.  Die
Sowiettruppen  verfügen  über  reichliches  artille-Tiftisches
  Material,  modurch  sie  den  Gegnern  überlegen
  sind.

——
Allgemeines  vom  rieg.
Neuc  Kämpfe  in  Mazedonien.

"!  Bulgarischer  Heeresbericht  vom
15.  Sent.  Mazedonische  Front:  Westlich  des
Ochridasees  Patrouillenumernehmungen.  An  der
Cervena  Stena  heftige  Feuerüberfälle.  Nördlich
  von  Bitolia  versuchten  französ.  Kombvagnien
  nach  anhaltender  Artillerievorbereitung

-  sich  unseren  vorgeschobenen  Gräben  zu  nähern.

Sie  wurden  durch  Feuer  vertrieben.  Im

Czernabogen  während  des  ganzen  Tages

beftiges  Artillerieseuer  auf  beiden  Seiten.  Im
Abschnitt  von  (Gadesnica  bis  zur  Höhe
Bahovo  fanden  erbitterte  Kämpfe  statt.
Feindliche  Vataillone  grissen  an  mehreren  Punkten
  unsere  Stellungen  südlich  von  Gradesnica
an,  wurden  aber  mit  beträchtlichen  Verlusten
zurükgewiesen:  eine  Anzahl  srnzsiccher  Gefangener
  blieb  in  unseren  Hän  Weiter  östlich
griffen  nach  besonders  kftiger-  Artillerievorbereitung
  französische  und  serbische  Divisionen  heute
früh  unsere  Stellungen  bei  Solol,  am  Dobropolse
  und  bei  Vetrani  an.  Nach  harten  Kämpsen
  gelang  es  ihnen,  diese  Punkte  zu  besenen.
wobei  sice  schwere  Verluste  erlimen.  Um  unseren
Truppen  unnötige  Opfer  zu  ersparen,  nahmen
wir  unsere  Einheiten  in  diesem  Abschnitt  in  neue
Stellungen  weiter  nördlich  zurück.  Südlich  von
Auma  hält  das  heftige  Artilleriefeuer  auf  beiden

  Seiten  an.
Anslans.

Vereinigung  Bosniens  mit  der
Herzegowina?
s  Budapest,  17.  9.  „Pesti  Hirlap“  meldet
aus  Wien,  daß  die  Vereinigung  Bosniens
  und  der  Herzegomina.  mit  Kroatien
  kurz  bevorstehe.  Graf  Tisza  sei  zum
König  berufen  worden,  weil  er,  wie  es  heiht,  an

die  Spitze  des  neuen  Gebildes  treten  soll.

 

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