hatte, rief das Bekanntwerden der Abmachung in Petersburg
eine außerordentliche Erregung hervor. Namentlich
die übertragung des Oberbefehls über das in Konstantinopel
garnisonierende I. Armeekorps an General
Liman von Sanders wurde uns als Absicht gedeutet,
die militärische Macht in der Hauptstadt Deutschland zu
sichern. Die Einzelheiten der Abmachungen waren von
den militärischen Stellen und nach rein technischen Gesichtspunkten
getroffen worden:), das Auswärtige Amt
hatte dabei nicht mitgewirkt. Aber um Rußland zu beschwichtigen,
fand man die Form, den General von Liman
zum Marschall zu befördern und mit der generellen Aufsicht
über das Heerwesen zu betrauen, wodurch das Konstantinopler
Kommando wegsiel. Der Zar dankte bei
dem russischen Neujahrsempfang dem Botschafter Grafen
Ponrtales mit großer Wärme für das erwiesene Entgegenkommeny,
Herr Sasonon fand bezeichnenderweise
kein Wort der Anerkennung. Notabene war die übertragung
einer Reorganisation der Flotte an eine englische
Marinemission unter Admiral Limpus anstandslos
hingenommen worden.
1) Es war gedachté, aus dem I. Armeekorps eine Art Mustertruppe zu
bilden, und eine Stärkung der Autorität der deutschen Offtziere durch
Kommar dobefugnisse erschien erforderlich, damit das tärkische Militaͤr
niche, wie fräher, die Weisungen der It strukteure unbeachter ließ.
1) Es war möglich gewesen, auf privatem vertraulichem Wege den
Jaren an das Berliner Gespräch mit Kaiser Wilhelm erinnern und ihm
die Unverfänglichkeit unserer Absichten darlegen zu lassen.
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