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Die Fahne.
Meiner Fahne gilt dies Lied, — Sie bleibt mir
hoch verehrt, — Sie zu schänden wer sich müht, — Ist
keiner Antwort wert. — Slattre, du Banner, — Hoch
in blauer Luft!— Wehe voran auf dem Pfade, — Wenn
mich die Ehre ruft, — Wehe voran, — Dehe voran!
Feinden wehet sie zum Trutz, — Dem Cand und
Dolk zum Ruhm, — Jedem Schwachen beut sie Schutz,
— Der Krieger Heiligtum. — Flattre, du Banner usw.
Treulich folgen will ich ihr, — Wohin sie führen
mag, — Sieg und Corbeer bringt sie mir, — Stürm'
ihr drum freudig nach. — Slattre, du Banner usw.
Wenn der Tod mich bettet weich auf Corbeers
Ehrenbahn, — So unmschwebe meine Ceich’' die vielgeliebte
Fahn'. — KFlattre, du Banner usw.
Morgenrot. volksweise.
Morgenrot, Morgenrok, — leuchtest mir zum frühen
Todd — Zald wird die Trompete blasen, — dann
muß ich mein Leben lassen, — ich und mancher Kamerad!
Kaum gedacht, kaum gedacht, — wird der TLust ein
End gemacht! — Gestern noch auf stolzen Rossen, — heute
durch die Brust geschossen, — morgen in das kühle Grab!
Ach wie bald, ach wie bald — schwindet Schönheit
und Gestalt! — Strahlst du gleich mit deinen
Wangen, — die wie Milch und Hurpur prangen, — ach,
die Rosen welken all!
Darum still, darum still — füg ich mich, wie Gott es
will. — Nun, so will ich wacker streiten, — und sollt ich
den Tod erleiden, — stirbt ein braver Reitersmann!
(Umged. v. Wilhelm Hauff.)
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