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man sein Interesse mit dem des Regimentes gleichsetzen
darf. Eben im Frühjahr 1523 kam es vor, dass sich
das Regiment trotz Ferdinands an ihn wendete. ') Neben
dem Kurfürsten stand sein Vetter Herzog Georg
von Sachsen, 2) der im Herbst 1523, als es sich
um Bestehen oder Nichtbestehen des Regiments handelte,
für ersteres eintrat. Auch Kurfürst Joachim
von Brandenburg stand auf dieser Seite; schon
1521 war er für den Reichszoll thätig gewesen,
welcher jetzt eine Sache des Regiments wurde;
erst nachdem Joachim sich mit Kursachsen verständigt
hatte, ging er nach Nürnberg, um seine Session am
Regiment vom Januar bis März 1523 einzunehmen.
Sein Verhalten nach dem Reichstage von 1524 zeigt,
dass er bei dieser Politik verharrte.°) Casimir von
Brandenburg begünstigte, wie wir oben gesehen haben,
den Zoll ebenfalls; die Sympathien des von den drei
rheinischen Fürsten um 25000 Gulden gebrandschatzten
Kurfürsten-Kardinals von Mainz müssen dem Regiment
gehört haben. *) Ausser den Genannten arbeitete aber
auch Erzherzog Ferdinand zu Gunsten des Regiments.
Das Regiment war die einzige Quelle seines Einflusses
auf Deutschland; fiel es weg, so hatte er in deutschen
1) Ferdinand an Karl V. 12. Mai 1523. Wiener Jahrbücher
der Literatur Bd. 112 (1845) p. 23.
2, Instruction für Otto v. Pack zum Reichstag 1524. Dresd.
Archiv. Loc. 10181 Fol. 105 ff.: „Wenne aber yhe das Regi-„ment
auss mangel der vnderhaltung nicht bleyben kundt,
„welchs wir doch in allewege vors bequemste ansehen vnnd
„als vil an vnns, nicht gerne vrseache geben wolten das
„es zurgehen solt.“
3) Droysen, Gesch. der preuss. Politik D,?2, p. 106—108.
“, Ferdinand an Karl V. 27. Jan. 1523. Wiener Jahrbb,
Bd. 112, p. 13: „les susdits princes composörent l’archevesque
„de mayence en la somme de 25000 fl. dor dont ledict arche-„vesque
et toute sa maison teeuuwent grandement greuez,“