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die einen geringern Durchmesser hatte
als die Seele, aufstauchte und so in die
Züge preßte. Da hierdurch das Geschoß
seine Form verlor, führte er 1829 ein
Langgeschoß mit konischer Spitze ein.
Besser wurde dieser Zweck 1 durch
Thouvenin erreicht, der das Geschoß auf
einen auf dem Kammerboden stehenden
Dorn auftrieb, wodurch es sich seitlich
ausdehnte. Diese Büchse (Dornstutzen,
Stiftbüchse, Pickelbüchse) ist bei
den preußischen Jägern bis Ende der
50er Jahre im Gebrauch gewesen. Immerhin
war dieses Auftreiben aus den
Dorn, um die für Langgeschosse unentbehrliche
Einpressung der Geschosse in die
Züge zu erreichen, durch den Zeitverlust
nachteilig für den Kriegsgebrauch; unterblieb
aber die Stauchung, so sehlte dem
Geschoß die Führung, Es war daher ein
großer Fortschritt, als der französische Kapitän
Minié 1849 durch seine Expansionsgeschosse
diesem übelstand abhalf.
Dies waren lange Spitzgeschosse mit
einem am Geschoßboden beginnenden Kanal,
in den ein eisernes Näpschen (culot)
eingesetzt wurde; die Pulvergase trieben.
dasselbe bis zum Boden des Kanals, wodurch
die Geschoßwandungen nach außen,
also in die Züge eingedrückt wurden.
Dieses System der Ausdehnung ist vielfach
durch andre Geschoßformen, FVortfall
des Culots; oder Ersatz desselben durch
einen abgestumpften Kegel von Honz ober
Thon, geändert und verbessert worben.
Inzwischen hatte sich durch die Erfindung
der Perkussionszündung eine
neue Epoche in der Entwickelung der
H. angebahnt. Durch den Schotten Alerander
Forsyth fand 1807 das knallsaure
Quecksilberoryd zuerst Anwendung
zur Entzündung von Gewehrladungen.
Die anfänglich gebräuchliche Mischung
des Knallpräparats mit Benzoelösung
hatte Unglücksfälle zur Folge, die der
Verbreitung dieser Zündungsweise hemmend
entgegentraten. Erst als man 1819
den Knallsatz in kupferne Kapseln, die
Zündhütchen ((. b.), einschloß, war sie
lebensfähig geworden und verbreitete sich,
als auch die Massenanfertigung von Zündhütchen
sich praktisch entwickelt hatte, in
Handfeuerwaffen (Erpansion; Perkussion; Kaliberfrage).
den 30er Jahren rasch über alle Armeen.
Viel schwerer wurde es, den gezogenen
Gewehren Eingang zu bansker en. Erst
in den Jahren, nach der Erfindung
Miniés, wurden sie nach und nach
die allgemeine Waffe der Infanterie, als
in Preußen bereits das Zündnadelgewehr
sich im Gebrauch befand. Die gezogenen
Vorderlader, meist aus den glatten
H. berzestell, hatten wie diese ein Kaliber
von 15—18 mm, das seiner Größe
wegen für diese vorteilhaft, für erstere
aber ein Hindernis zur Erreichung einer
rasanten Flugbahn war. Für diegezogenen
7 ist ein Geschoß von etwa 2½ Kaliber
änge notwendige Bedingung. Ein solches
Geschoß würde, selbst mit Expansionshöhlung,
noch 80—100 7 die entsprechende
Puloerladung 20—258 haben wiegen
müssen, dann aber wäre die Waffe als
Handfeuerwaffe nicht mehr verwendbar
gewesen. Jenes Ziel konnte daher nur
urch Verringerung des Kalibers
erreicht werden. Auf diesem Hrundsagz
fußend, hatte der eidgenössische Ober
Wurstemberger 1851 ein Gewehr von 10,5
mm Kaliber eingeführt, das lange Zeit die
vorzüglichste Dandseuerwasse war. Auf
Grund von Versuchen und theoretischen
Forschungen waren nach und nach folgende
Grundsätze zur allgemeinen Anerkennung
gekommen: Das *“: darf mit Bajonett
das Gewicht von 5,3 kg nicht übersteigen,
opne Bajonett wird das Gewicht
wische "5 und 4,8 kg fallen. Um das
Feuern- in zwei Gliedern zu gestatten, muß
es ohne Bajonett 1,3, mit demselben 1,8 m
lang sein. Da eine befriedigende Rasanz
der Flugbahn nur bei mindestens 2½ Kaliber
langen Geschossen mit einer Ladung
von ¼— bes Geschoßgewichts zu erwarten
ist, so ergeben sich hieraus ein
Kaliber von 10—11 mm, ein Geschoßewicht
von 22—25 und eine Ladung von
5—5,5 g. Eine Vermehrung der Ladung
oder eine Herabsetzung des Gewehr-Eercchs
würde einen Rückstoß beim
chießen zur Folge haben, der auf die
Dauer vom Schützen nicht ertragen werden
könnte. Um aber einem so dünnen
Lauf die rforderliche Biegungsfestigkeit für
den Bajonettkampf zu geben, muß er aus