kanzler Prinz Mag, der zugleich um seine Enklassung
gebeten, hatte ihm soeben mitgeteilt, daß sich die Lage
in Berlin zur äußersten Bedrohlichkeit entwickelt habe
und daß die Monarchie nicht mehr zu retten wäre,
wenn der Kaiser sich nicht sofort zur Abdankung enkschlͤsse.—
Der Kaiser nahm die Nachricht mit tiefem, schweigen—
dem Ernst entgegen. Farblos die fest geschlossenen Lip—
pen in dem graugelb gewordenen und wie um Jahre
gealterten Gesichte. Nur wer ihn kannte wie ich, konnte
ermessen, was er trotz dieses mühsam aufrecht gehaltenen
Bildes der Fassung und Halkung unter der brüsk und
ungeduldig drängenden Forderung des Kanzlers litt.
Als Hintze zu Ende war, nickte er kurz — suchte dann
mit seinen Augen den Blick des Generalfeldmarschalls,
als müßte er bei ihm Kraft und Hilfe finden in seiner
Qual. Aber da war nichks. — Still, tief erschüttert,
in ausweglosem Schweigen stand der große alke Mann
und ließ das Schicksal seines Königs und Herren, dem er
so lange kren und tapfer als Soldak gedient hakte, sich
erfüllen.
Allein war der Kaiser. Nicht einer mehr von all
den Männern der O. H.L., die einst von Ludendorff zu
einer festen Einheit zusammengeschlossen worden waren,
trak jetzt zu ihm und sprang ihm bei. Zersplikkerk, in
Zersetzung alles auch hier — nichk anders als in der
Heimat. Hier, wo der eisern starke Wille hätte aufpringen,
sich in alle Befehlsstellen zwingend auswirken,
alle gesund gebliebenen Kräfte an den Fronken rings
zur starken Tat hätte zusammenraffen müssen, um sich
durchzusetzen. Richks — nichks davon. Jetzk herrschke
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