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Ist's nun aber nicht laͤcherlich, wenn man sieht, wie
das Comité oder der Ausschuß zu Breda, der aus Advokaten,
Mönchen, Kaufleuten, Künsilern, Handwerkern bestand,
einem Feldherrn dieser Art, dessen willkürlicher Führung sie
so eben erst den ganzen Krieg überlassen hatten, nun gleich
darauf Operations-Plaue vorschreiben wollte? Laͤcherlichere
Irrthuͤmer lassen sich nicht denken, als in diesen Operations=Planen
vorkamen, und schoͤnere Entwuͤrfe haͤtte man nicht
machen koͤnnen, als sie thaten, um sicher — das Ganze zu
ruiniren. Doch nahm ihre Kuͤhnheit zu, wie das Gluͤck des
Feldherrn zunahm, und der Entschluß, den van der Noot
und sein Gehuͤlfe, der Antwerpische Groß-Poͤnitentiar van
Eupen, diese dirigirenden Personen, schon gefaßt zu haben
schienen, des siegreichen Feldherrn, als Vonkischen Anhängers,
allmählich sich zu entledigen, entwickelte sich immer
mehr, je mehr Hoffnung eines schnellen, glücklichen Ausganges
der Revolution durch die Klugheit und Tapferkeit von
van der Mersch gewonnen worden war. Keine Gelegenheit
blieb ungenützt, um erst nur durch böse Gerüchte seinen
Fall vorzubereiten; die Geschichte mit dem Kanzler von Crumpipen
war einer der ersten Fälle dieser Art.
Crumpipen hatte sich nach Aufhebung des hohen Raths
von Brabant mit seiner Familie auf eines seiner Schlbsser
begeben, und war dort den 26. Oktober Morgens früh 4 Uhr
von einigen Bauern hinweggeholt worden, die ihm nicht einmal
Zeit ließen, einige Kleider mitzunehmen, sondern ihn
gleich in den Wagen setzten und nach Hoogstraet führten.
Dieß sollten Repressalien seyn wegen der Gefangennehmung
des Pensionarius der Kastellanei von Audenarde, den man
um diese Zeit auf die Citadelle zu Antwerpen gesetzt hatte.
Der Ausschuß zu Breda erklärte aber sogleich, der Kanzler