Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

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Ist's  nun  aber  nicht  laͤcherlich,  wenn  man  sieht,  wie
das  Comité  oder  der  Ausschuß  zu  Breda,  der  aus  Advokaten,
  Mönchen,  Kaufleuten,  Künsilern,  Handwerkern  bestand,
einem  Feldherrn  dieser  Art,  dessen  willkürlicher  Führung  sie
so  eben  erst  den  ganzen  Krieg  überlassen  hatten,  nun  gleich
darauf  Operations-Plaue  vorschreiben  wollte?  Laͤcherlichere
Irrthuͤmer  lassen  sich  nicht  denken,  als  in  diesen  Operations=Planen
  vorkamen,  und  schoͤnere  Entwuͤrfe  haͤtte  man  nicht
machen  koͤnnen,  als  sie  thaten,  um  sicher  —  das  Ganze  zu
ruiniren.  Doch  nahm  ihre  Kuͤhnheit  zu,  wie  das  Gluͤck  des
Feldherrn  zunahm,  und  der  Entschluß,  den  van  der  Noot
und  sein  Gehuͤlfe,  der  Antwerpische  Groß-Poͤnitentiar  van
Eupen,  diese  dirigirenden  Personen,  schon  gefaßt  zu  haben
schienen,  des  siegreichen  Feldherrn,  als  Vonkischen  Anhängers,
  allmählich  sich  zu  entledigen,  entwickelte  sich  immer
mehr,  je  mehr  Hoffnung  eines  schnellen,  glücklichen  Ausganges
  der  Revolution  durch  die  Klugheit  und  Tapferkeit  von
van  der  Mersch  gewonnen  worden  war.  Keine  Gelegenheit
  blieb  ungenützt,  um  erst  nur  durch  böse  Gerüchte  seinen
Fall  vorzubereiten;  die  Geschichte  mit  dem  Kanzler  von  Crumpipen
  war  einer  der  ersten  Fälle  dieser  Art.

Crumpipen  hatte  sich  nach  Aufhebung  des  hohen  Raths
von  Brabant  mit  seiner  Familie  auf  eines  seiner  Schlbsser
begeben,  und  war  dort  den  26.  Oktober  Morgens  früh  4  Uhr
von  einigen  Bauern  hinweggeholt  worden,  die  ihm  nicht  einmal
  Zeit  ließen,  einige  Kleider  mitzunehmen,  sondern  ihn
gleich  in  den  Wagen  setzten  und  nach  Hoogstraet  führten.
Dieß  sollten  Repressalien  seyn  wegen  der  Gefangennehmung
des  Pensionarius  der  Kastellanei  von  Audenarde,  den  man
um  diese  Zeit  auf  die  Citadelle  zu  Antwerpen  gesetzt  hatte.
Der  Ausschuß  zu  Breda  erklärte  aber  sogleich,  der  Kanzler