Rosenheimer Anzeiger
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SFalb# Verlag und Ndahllon Nr. 72, Inleralen.Ablellung Nr. #.
NKumner 187 Ü Koath.: Fest Marid Himmelfahrt
1 Ase feimdliche Offensive stehl.
Wens#cht.
en
WTB. Berlin, 13. 8.. abends. Amtlich.
Von der Ancre bis zur Avre ruhiger Tag.
Zwischen Auvre und Oise sind Teilangrifse
des Feindes gescheiter!.
* Verlin, 13. B8. Die „B. Z. am Miltag“
schreibt: Nach den Ereignissen der letzten 24
hunden scheint es, daß die große Schlacht im
Westen un allgemeinen um Stehen gekommen
ist. Damit sind örtliche Kämpfe nicht ausseschlossen,
die Verschiebungen an ein:zelnen Teilen
der Linien auf feindlicher oder unserer Seile
herbeiführen können. In wenigen Tagen int mit,
bint dank unseres Widerstandes die englisch frausörische
Offensive nach ihren Anfangserfolgen in
ein Sladimn gelangt, wo einem feindlichen Vordlingen
in geschlossener Front ein Ziel gesetzt ist.
* London. 13. 8. Das Neuter Vureau erannrt:
Die Deutschen unternehmen mit einer befrichllichen
Zahl von Divisionen und Artillerie
wurke Gege nangrifse zischen der Straße
ron Rone und der Somme. Namentlich südwestlich
von Roye isl die deulsche Gegenaktion sehr
bestig ig
ie Luftschlacht an der Somme.
4r 337 13. 3. Die Berichterstatter #n britien
Graßen Hauptguartier beschreiben die
Giftschlacht, die ain Domnerstag und Freitag an
er Somme stattgefunden hat, als die größte
unS sblt cht die jemals geliesert wurde.
die 51 britischen Aprxarate, die laut General.
Nabobericht am Donnerstag verloren gingen, bildien
nur einen kleinen Teil der ausgesandten
Fiugreuge, 100 von ihnen stiegen drei= oder vierzuu
am Tage auf.
—
Drutsche Bomben auf Calaic.
Calais. 12. 3. (Agence Havas., Feind
siche Flug'euge überflogen trotz des Snerrfeuer-¾
der vergangenen Nacht die Stadt, warfen
Vomben ab und schoffen aus Maschinengewehren.
Tagesbefehl des General Pe-Gini.
(Geuf, 12. B. General Pelan hat zu Veginn
der französischen Offensive am 8. Auguit
an die französischen Truppen folgenden Tagesbesehl
gerichtet: Vier Jahre der mit unieren
kreuen Alli#erten unternommenen Anstrengurgen,
vier Jahre Mit Geduld ertragener Entbehtungen
beginnen ihre Frũchte zu tragen. Des
Feindes funster Versuch im Jahre 1918 ißt ge-Weilert;
er muß zurückwr i.hen.
schwächer. Seine Haltung wird unsicher,
Lin
ährend an Eurer Seite die laum gelandeten
Amerikaner den aus der Fassung gebrachten
Feind die Kraft ihrer Schläge fühlen lassen.
Ununterbrochen an der Spitze der kämpfenden
alliierten Völler stehend, habt Ihr den Sieg
von morgen vorbereitet. Gestern sagte ich Euch:
Aufopferung, Geduld, Eure Kameraden kommen.
Und heute sage ich Euch: Ausdauer,
Vagemut. und Ihr werdet den Sieg erzwingen.
Soldaten Frankreichs, ich grüße Eure Fahne, die
neuer Ruhm cut
(Anm. der Red.: Der „„Sieg von morgen“
it den Franzgosen schon “ denn einmal versprochen
worden.)
Aus dem amerikanischen Heer.
Aus Washington wird gemeldet: Durch einen
Armeebefehl wurden die drei bisherigen militärischen
Organisationen der stehenden Armmec,
der Nationalgarde und der nationalen Armee
mit den Neservekorps zu einer einheitlichen Organisation
zusammenfaßt, die den Namen
„Armes der Vereinigten Staaten“
führt.
Feindliche Berichte.
a Französischer Heeresbericht vom
12. August abends: Zwischen Abre und
Oise nahmen unsere Truppen das Dorf Gury
und machten einige Fortschritte nördlich von
Rove-sur-Metz und Thevimourt. An der Besle-Front
wiesen wir zwei heftige Angrifse gegen
unjere Stellungen auf dem Nordufer des Flus-
Seine Bestände
teren
; danchen.
es ihn aber enorm verlungern werde, sodaß
Die emtdaltige Petttzeile im Anzeigenteil koftet 13 Vig., die Petilzeile im Neklameinl 4 M.
Die and von Anzelgen, RNcklamen und Bellagen erfolgt durch die Annon##m-Ex#
& Voaler, A. · G., Rosenheim, Muͤnchen, Nurnberg, Berlin. Bel —
Schluh der A#nzeigen-Annahme 12 Uhr mitiags.
Amtliches Publikakions-Organ.
Donnerstag, 15. Anguft 1918
Die feindl. Offensive zum Stehen gebracht.
Italienische Angriffe im Tonalegebiet.
Tellangriffe des Feinbes zwischen Avre und Oise gescheitert. — Eine
italienische Offenftlde bevorstehenb? —
Amerike als Kriegsverlängerer.
— Die Beratungen im Hauptquartier.
ses in der Gegend von Fismes ab.
der Tag überall ruhig.
Englischer Heere-sbericht voin 12.
August: Wir schoben unsere Linie in der Nähe
der Straße nach Rone, öft glich von Forlußcourt
und auf dein Südufer der Somme vor, wobei wir
hunderte von (Gefangenen machten. Wir besetzten
Proyard südlich der Somme nach heftigem Gesecht,
in dem der Feino schwere Verlunc an Gesangenen
und Toten hatle. Der Kampf dauert:
#n. Die Fran osen a#n britischen rechten Flügel
nahmen Les-Loges
IEnglischer Heercsbericht vom 13.
Au gu si mittag: Wir machten einen wei-Vorstoß
in den Stellungen nördlich der
Stra Déhe von Royc und an deim Nordufer der
Somme und brachten weitere Gefangene ein. Ein
seindlicher Angriff auf unsere Siellungen im
Abschnitt Merris wurde abgeschlagen.
IAm den Feieden.
Sonst war
Amerikas Eingreifen verlängert
den rieg.
.- Zürich, 13. 8. Die „Jurcher WVorgen--rinnn
ssi
über die
Hilse auf.
Die Meinung in die, daß Amerika
den Krieg nicht germinnen könne, daß
keüen mehr uun mehr Zweifel
rechmäßsgkeit der amerilanischen
Heliehlich der Ruin aller europäischen Länder
das Endergebnis dieser Ententehilfe sein wurd
Darunter litlen aber nicht ur die Miltelmäcl- 4
und die Neutralen, sondern in erhöhtem Maße
auch die Ententestaalen, die in finaunielle
Abhängigkeit zu den Vereinigten Staaten
geriete n und dazu noch mit anz ʒuse hen hätten,
wie Japan sich auschicke, gemeinsam mit Amerika
das Erbe des geschmuüchten Europa an:utre
ten.
die Erelswiffe in Auhland.
Die deutsch-russischen Verein—
barungen paraphiert.
Verlin, 13. 8. Die Verhandlungen, die
in den letzten Wochen in Berlin zwischen deutschen
und russischen Vertretern geführt wurden,
haben verschiedentlich die Meinung hervorgerusen,
als handle es sich dabei um eine Revision
des Brester Vertrags, die ja auch bei uns von
mancher Seite gewünscht wird. Diese Ansicht ist
ungutrefsend. Die in den Verhandlungen getroffenen
Abmachungen sind als Ausführungsbestimmungen
d. Friedensverkrags
anzusehen. Wie wir von zuständiger Seite hören,
ist der gewisse Abschluß, von dem in der
gestrigen amtlichen Meldung die Rede war, dahin
aufzufassen, daß die Vrreinbarungen paraphiert
worden sind. Die Reise Jofses nach
Moskau hat den Zweck, die (benehmigung der
russischen Regierung zu diesen Vereinbarungen
zu erwirken, um dann die Ralifizierung zu
ermöglichen.
Die Lage in Sibirien.
*Amsterdam, 12. 8. Nach einem hiesigen
Blatte wird der „Times“ aus Tolio gemeldet,
daß es den Blättern verboten wurde, Einzelheiten
über Truppenverschiebungen zu veröffentlichen.
Das Expeditionskorps wird nur aus einigen
tausend Mann bestehen. Nach Nachrichten,
die läglich aus den sibirischen Zentren in Tolio
einlausen, scheint die dortige Lage über zehn
tausende zu crfordern. Die Tschecho- Slowaken
und die Kosaken können gegen die Bolschewili
nicht standhalten. r japanische Generalstab
und die anderen Departements arbeiten sieberhaft.
vertreter in Moskan dem
Das britische Kriegsant meldet:
diu ofifok gelandeten Engländer sind an die
Alssuri-Front vorgerückt und von den Ischecho-Slowalen
begeistert begrüßt worden.
Die Entente und die
Sowjet-Reg ierung.
B. Nach dem Blatte
haben die Entente-Kommissar
für
auswärtige Angelegenheiten eine Kollektivn
ole überreicht, worin sie im Laufe von drei
Tagen eine nähere Erllärung über eine Aeuße--rung
Lenins fordern, da Nuhland dem frenzösischen#lischen
Imperalièmus den Krieg erklären
wolle. Gleichze itin wird Auf lärung darüber
verlangt., aus welchem Grunde der ##inzösischen
Militärmission die Abreie aus Moskau.
verweigert wird.
Der amkl. österreichische Berichl.
openhagen. 12.
„Peirogradfli Golos“
bart:
An der Tiroler Gebirg-front führten Sturmpatrouillen
des Schützenregiments Nr. 37 einen
gelungenen und für den Gegner verlustreiche n
Ueberfall auf die seindlichen Stellungen auf dem
Monte Corno aus.
Die sor“gesetzten Fliegerangriffe auf den Raum
von Fellre fordern unter der italienischen Zivilbevölkerung
zgahlreiche Opfer.
Auf hiem altonicce en Kriegeschauxlat nichts
von Belang.
r#- Chef des Generalstabes.
J— n
Zum Jusammenstoß in der Deutschen
Buchit.
*Amsterdam. 12. 3. Nach den letzten Beosenheimer
Tagblatt
Die in Wla--«
-
l
tt«Tl’-.Wien,13.8.Anrtlichwirdversaiits
richteiioon4erschellinqirnrdenbeidunaestki.s
gen Gesecht außer dem Zeppelin auch ein deut.
sches Flugieug abgeĩcossen. on den englischen
Motorhooten wurden drei esenrt und drei
beschadigt. Eines der besihiirigten? Boote lonnte
mit eigener Kraft den Strand erreichen, die beiden
anderen murden von holländischen Torpedobooten
nach Terschelling geschieppt. Von den
Mesagungen der Boote wurden 13, nach einer anderen
Version 18 Mann gerettet, darunter ein
Vermundcter.
„Gesunken“.
* R ot terdam, 12. 8. Der Maasbode meldet:
Der englische Dampfer City of Vienna
telll Br.-Reg. T.) in gesunlen. Der amerilanische
Segler #itonsichd- (450 Br.-Reg.-T.)
wurde als Wrack verlassen.
KMeiel.
Die Kämpfe in Tripolis.
Türkischer Heeresbericht vom 12
August: Afrikanische Front: Die Jta-
liener mühen sich weiter vergeblich uri den
Wiederbesin unserer Provinz Tripolis.
Ihre Ausfälle aus den von uns eng
eingeschlossenen Küstenpunkten wurden von einer
französischen Unternehmun an der Crenze von
Tunis und im Sudan begleitct. Unseren braven
Truppen gelang es. bisher überall den
Gegner zu schlagen. Der letzte am 10.
Juni mit mehreren Bataillonen aus Hem heraus
geführte Angriff der Jtaliener scheiterle
unter starken blutigen Verlusten. n
übrigen Fronten ist die Lage unverändert.
HProt.: Mariä Heimgang 1 14. Jahrgaug
NKallen.
Neuc italienische Offe
* Jürich, 13. 3. Die zulent ror der Grenzsperr
in der Schweiz eingetroffenen ilalienischen
Zeitungen vom Tonntag enthielten dir 3
weise Wiederaabe cines Armerbes.hls des
neralissimus Diaz, der ron
opferung des Hreres und Himerland:?
niilde.
1
1 ·0
gemeinfame: Ausin
bevorstehenden
Kämpfen foricht, die für
Italien die Aussicht auf einne glürliche Zll, aft
zu eröffnen bestimntn seien.
——— 4 .«
Hymne-tmDavids-Es
EinwcitererFliegerliesdpefsjsesc
««Mannl)eii:i,!Ti..;3.«j!1ierii
BiibisdieL"aiide—:-«ei:ii-sz««i-i.«l?e·Fr«
rinntHai-.—-Pi:s:·.:riiiiisxlli.i-25Liiftcäinpscii,geiallkir
Der Mord als Kriegsmsteel der
Eukenle.
Von Leutnant d. R. Gerhard nren.
2. Oie Ermordung #zurr d :ei
Sühne die fran ofiscke eierunn
nicht wag:
Raoul 2 birlain, der am 81.
fran öfi? en Sozialinenführer J—
sitzt noch heute, nach mehr als
Untersuchungehaft und ui
Aus dieser Tai#a### allei
genug hervor, daß d„ 8 s-
dsiisJiiIrJlnimL.se.i:-».« f«
sich bringen würde. Man hal. M## i lon
mit dieser Verschleppung Ze'leh: #r ihr: Schni
oder Milschulld an dein M rce ein: dr
erwünscht war, ja daßz feer
heourien hie Nic. um de: rie
ĩche Neill in scnen :n
don lunftänden, unter deren
und am tanchen Züugen r e#r
hervor.
Junchhette eien rie ir
die Parcle au:t "1 ·1
die Gesolgi.h#urt zu sagern
mit den aüllerschmiierianen
Daß es aber leihn dam bha
davon war sie ubereugt, wei
ein Dezitiche ifreund War.
allen Dingen erlamm hatle, daim
Rußland vou aune bratck.
luic:
% “
reich und Englend dein are Seie#1
stehen bralse#nigen. ein Verdreche: (#ren
halle seinen beiammen Vonseredsor- ?"d!!eßu ge
mackht; od er ehrlich gemein: war und ob Gredy
selbt ##nschte. daß er Erfolg baben lnrck
für seine Veurletlung durs Jauresn
che. Tieser äußerte deshalb zu den: Miniter
Malony: „„Nußland muß den engtilnen Voricht
annehmen; wenn sicht, daun hatl Franireich die
Pflicht, ilun en fagen, daß es #ihn me solhnen.
daß es init England urüdbieiben vird.“ Er
drangle zum Frieden. aber ne- freintime M
gierung wollie den Frieden nicht. -ie#e
auch nicht mehr vom Kriege uruck. nachdem ie
imit Rußland und England über die Krichobeteiligung
Un reinen war.
Jaures hat in seinemn lehte en Briefe.
vom 30. Juli 1914, ausgesprochen. was
den m. ahrcn Gruyd erlenn hatie yur dargen
Framreiche. K
einein Kriege. * ße aurg
zn elelhafte Negierden en berriedi
die Var viser uo n
Peter- burg Fpeinli: # hnt
Geld ging er. und deshalll mnien ame Mahnrder
#um Halten Alm behalten
ruse Jaurei“",
riet. uͤngehoͤrt bleiben. „Vielleit mun ih - um
Ein dr ohender Goneral-;
Generalstreil greifen.
streik würde die Mobilisation in Frankeich verhindern“
fährt er in dem iitierten letzten Vriese
fort. Es kain ihen also unter alien Umständen
darauf an- sein Vaterland vor dem Kiiege zu
bewahr
Orr er in rechten Augenblich würde aus dem
Wege geräumt werden. da?s hatte man ihm schon
längst vorher in Aussicht getellt. Maurice de
datier
"K4— ;
ar # 1
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