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vielleicht noch fast die ganze zweite Generation, bis sich
ihnen endlich einige bleibende Europaͤische Sitten mittheilen
konnten. Doch ward schon im Enkel und Urenkel des Eroberers
ein sicherer Anfang von Cultur sichtbar.
Stätt des Bogens, den sie ehedem allein gefuͤhrt, führten
bald mehrere unter ihnen Bogen und Spieße und Säbel,
und ritten mit Panzern in die Schlacht, und hatten auch
ihre Pferde von vornen bepanzert. Sie lernten viel Neues,
und konnten viel lernen, was ihnen einst nützlich seyn mochte,
sobald sie, als Freunde und Feinde, mit dem Byzantinischen
Hofe recht vertraut wurden. Bald ließen sich sogar
ous zwei ihrer Chefs zu Constantinopel taufen. Und
so schwer es auch schien, daß die armen, bedrängten Menschen,
die sie schaarenweise als Gefangene aus Italien und Deutschland
hinab nach Ungarn geschleppt, auf ihre unbändigen,
rohen Herren wirken sollten, so errang sich doch die größere
Cultur allmählig auch hier ihr Recht. Daneben war's gewiß
ein großer Gewinn, daß die Stelle des Ober-Chefs,
auch nach vollendeter Eroberung des Landes, nicht eingieng.
Seine Gewalt mochte vorerst noch so gering seyn, und die
einzelnen Horden-Chefs mochten sich noch so sehr nach alter
Kalmycken-Freiheit halten, so blieb doch ein Richter über
alle, und ein Band der gemeinschaftlichen Oberaufsicht umschlang
noch das Ganze.
907 – 46. Arpads Sobn, VJoltan.
947 — 72. Joltans Sohn, Toxrus.
972 97. Toxus Sohn, Geisa.
8. Unter Arpads Urenkel, dem Ober-Chef Geisa, boͤ-ren
endlich die großen Streifzüge auf; die Magyaren lernen
allmählig in ihrem eroberten Lande einheimisch seyn. Geisa
-selbst läßt auf Zureden seines Weibes Sarolta,