408 Ratelier
(holl.) m., —6; —: (s. Se.) Honigdachs, auch
Rattel (vgl. Abu-Keem). — 2) (ar. 2c.) m., —8;
—# : Pfund, s. Retl. — Rätelier (frz. —ie), m.,
—6; —#: (s. Rateau): Naufe; Kleider-Rechen; Gestell
zum Anhängen u. Fortstellen v. Waffen; Zahnreihe,
Gebiß. — Räth: 1) (ind.) m., —#; —:
Wagen für Götter= od. Götzenbilder. Slobus 7,
22b ic. — 2) (eelt. räth): Dun ss. d.) .soviel als
Hügel. .. R. hat ungefähr dieselbe Bed. Kohl Jrl. 2,7;
Nodenberg Ins. Heil. 1, 2412e. — Rathänga (sanskr.),
m., —# ; -6: s. Kakrawaka. — Nati-sicièren (lat.),
tr.: Etwas, wie es durch Unterhandlung festgestellt
ist, genehmigend zum endgültigen Abschluß bringen
u. vollziehn, Dazu: Ratificatiön, —s= Urkunde
2c.; Ad ratiticündum, zum R., zur
Natificierung. habkeren, tr.: etwas v. einem
Andern Gethanes anerkennend genehmigen 2c.:
Wir haben alle Verträge zu r. Erst nach Ratihabitiön
derselben. Nat-3. 20, 585.— Ratifn, m., —e);
e: dem Rasch ähnliches geköpertes Wollenzeug, —
srz. ratine l-in], f.: Frisierter od. coating (s. d.)
artiger R., R.-Coating. — Wren, tr.: Wollenzeuge
r., frisieren. — Nating: s. rate 2. — Häti-o
(lat.), f. [§# 24, 3, önis): Rechnung; Vernunft,
z. B.: Contra —nem, gegen die Vernunft r2c.;
Vernunftschluß; Ursache, Grund, z. B.: R. decidendi
(s. d.), Entscheidungs-; dubitändi, Zweifels-Grund;
lägis, Grund — od. Absicht — des Gesetzes;
R- nes prö ét cöntra, Gründe für u. gegen;
R. sufficlens, zureichender Grund; Ultima (s. d.)
r., der letzte Grund, das letzte Entscheidungsmittel;
Stät prö r—e voluntas (s. Sic) 2c.; ferner: Rücksicht,
bes. : r— ne, in Nücksicht, Betracht 2c., z. B.:
Rne conseĩéntiæ, Gewissens-, osfĩcii, Amts-,
Pflicht-halber 2c.; auch (Math.): Verhältnis rc.
ocination, f.; —en: Vernunftschluß, Begründung
durch solchen. -ocinkeren, tr., auch o. Obi.:
berechnen; Vernunftschlüsse ziehn od. durch solche
begründen 2c. -oeinium, n., —; ken [8 24, 2,
n.j: Natloeination. -olalrié, f.; 0: mit der Vernunft
getriebne Idolatrie (s. d.), wie die Offenbarungsgläubigen
sie ihren Gegnern vorwerfen.
Ton, f.; —en: (vgl. Rate) die tägl. Portion von
Lebensmitteln (u. Fourage) für Mannschaft (u.
Pferde): Eine Erxtra (s. d.)-R. -onäbel, a.: 1)
vernünftig, vernunftmäßig. — 2) genau ausrechenbar.
onabilitäl, f.; 0: Vernunftmäßigk.
2c. onädl, a.: (Ogstz: irer.): 1) rationabel (1),
rationell. — 2) (Math.) o. Sleigrung (s. rationabel
2): durch die Einheit od. durch bestimmte
Theile derselben sich vollstindig messen u. ausdrücken
lassend: R.-Zahl. -ionäl, n., e)s: -e:
R., R-e [8 24, 2, n., 4dlis; Mz.: älial, ein dem
Efod (s. d.) entsprechender Theil der priesterl.
Kleidung. Weiss 2, 683 ff. -onalisieren, tr.;
intr. (haben): dem Nationalismus gemäß behandeln;
denselben zur Anwendung bringen 2c.: Eine
auffallend rationalisierte Schrift. Volhsz. 16, 281.
Tonalismus, m., uv.; 0: die Denkweise, die
Nichts anerkennt, was mit der menschl. Vernunft
sich im Widerstreit besindet, — in engrem Sinne,
Ravaudage
nam. auf religiösem Gebiet (Vernunftglaube):
Das strikte Gegentheil des R. ist ausgesprochen in dem
Satze: Crédo qufa absürdum lich glaube, weil es der
Vernunst widerstreitet! 2c.; doch auch allgemeiner,
z. B.: Sie standen eben unter dem Geiste res R. vulgäris,
der Nichts anerkannte, was nicht für den gewöhnlichen
Menschenverstand handgreifl., klar, eben u. nalurlich
dalag. IFalke Gsch. d. Gschm. 335 2c. onalist,
m., -en, (-s); -—en: Anhänger des Ratienaliemus.
onalistik, f.; 0: rationalistische Weise: Die R.
unserer Philesophen. Krwald Genf 44. Jonaliflisch,
a.: in der Weise der Rarionalisten. -onalität, f.;
0:. das Rational (s. d. 1; 2) -Sein. Lonell, a.:
rational (nam. 1), vernunftgemäß, auf Vernunft
u. Vernunftschlüsse gegründet 2c.: Der seg. empirische
Is. d.] Arzt. .. Anders der r— Arzt. BDittttlj. 40.
239 ic. — Rätis: 1) (lat.) f. 18 24, 3, uv. J:
Floß: Jus rãtium, das Floßrecht (ogl. grũtia). —
2) n., uv.; uv.: ein ostind. Diamanten= u. Perlengewicht
= 7 Karat. — Ratissoire (e#r), f.; :
Werkzeng (Eisen) zum Abkratzen des Schmutzes 2c.
— Natlohnum: s. Rahat. — Ratofkit, m., —e)s;
e: erdiger Fluß (spat) „aus Natofka“ im Gouvernement
Moskan. — HRat-on (frz. —öng), m., —S;
—6: 1) kleine Ratte, Maus, — bes. als Kosewort
für Kinder, z. B. auch: Der sog. R., das Mäuschen,
ein gewandter, schmächtiger, kleiner Junge muß nun hincin,
um die ihm bez. Ggstre zusammenzuraffen u. sie den
Dieben draußen zuzustecken. Gartenl. 17, 610b. — 2)
s. Racenn. - ting: s. Rat 2. — Rallang: s. Retang.
— Nattrapieren (frz.), kr.: aufs Neue attrapieren
(s. d.) rd. erwischen 2c. — Rälula, f. [8 24, 111
s. Raspatorlum. — Ratus (lat.), a.: ausgerechnet
u. festgesetzt; beschlossen; genehmigt, bestätigt 2c.:
Rätum, das bestimmt Ausgesetzte; das Genehmigte
ic.; Rätum ét grütum, bestätigt u. genehm;
Dẽ räto kawieren, für die Genehmigung bürgen;
Cäütio (s. d.) dé räto od. räti; Süb spẽ räti, unter
vorauszusetzender Genehmigung 2c.; Matrimönium
(s. d.) rätum rc.
Rauc-ddo (lat.), f. /IS 24, 3, dinis): -itas,
f. [824, 3, tätis): Heiserk., s. raris. — Nanda:
4) (ar.) f.; —#: Die R. od. Grabstätte des Stifters
lin Moscheen, gw. hinter dem Mihrabl. Schack 2, 78.
— 2) (finn.)n., —#; —#: Klagelied (Rauru dicesma),
Todtenklage. Uosenkranz POsch. 283; 284; Ramo.
Uai3. 21, 313. — Nandäl (span.), m., —; -es;:
Gießbach, Stromschnelle (vgl. Napires): Doch treikt
auf solchem Fahrzeuge der Indiauer tagelang über Res,
Pallisaden u. Strudel hinunter. Grenzb. 21, 2, 991.
— Rändo, m., —#; —#: s. Raura 2. — Uqürma
(serb.), f.; —#: Dagegen lieben die Morlacken eine
Mischung aus gestamofter Gerste, Blut, Kaldaunen,
Leber, Lunge u. getrocknetem Fleisch mit Speck u. Zwiebeln,
R. genannt. Globus 5, 10 2a.
Uavag--e (srz. —ash'), f.; —n: Verheerung,
Verwüstung. -eur (-ör), m., -; —, e: 1) Verwüster.
— 2) Ein R. war ein Mann, der .. Hufnägel,
Stücke Kupser od. ähnliche Dinge suchte u. sie dann an
Trödler verkaufte. Ansld. 38, 1144a. ĩcren, tr.:
verwüsten. — NUavand-age (srz. -woräsh.), k.;