Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

408  Ratelier

(holl.)  m.,  —6;  —:  (s.  Se.)  Honigdachs,  auch
Rattel  (vgl.  Abu-Keem).  —  2)  (ar.  2c.)  m.,  —8;
—#  :  Pfund,  s.  Retl.  —  Rätelier  (frz.  —ie),  m.,
—6;  —#:  (s.  Rateau):  Naufe;  Kleider-Rechen;  Gestell
  zum  Anhängen  u.  Fortstellen  v.  Waffen;  Zahnreihe,
  Gebiß.  —  Räth:  1)  (ind.)  m.,  —#;  —:
Wagen  für  Götter=  od.  Götzenbilder.  Slobus  7,
22b  ic.  —  2)  (eelt.  räth):  Dun  ss.  d.)  .soviel  als
Hügel.  ..  R.  hat  ungefähr  dieselbe  Bed.  Kohl  Jrl.  2,7;
Nodenberg  Ins.  Heil.  1,  2412e.  —  Rathänga  (sanskr.),
m.,  —#  ;  -6:  s.  Kakrawaka.  —  Nati-sicièren  (lat.),
tr.:  Etwas,  wie  es  durch  Unterhandlung  festgestellt
ist,  genehmigend  zum  endgültigen  Abschluß  bringen
u.  vollziehn,  Dazu:  Ratificatiön,  —s=  Urkunde
  2c.;  Ad  ratiticündum,  zum  R.,  zur
Natificierung.  habkeren,  tr.:  etwas  v.  einem
Andern  Gethanes  anerkennend  genehmigen  2c.:
Wir  haben  alle  Verträge  zu  r.  Erst  nach  Ratihabitiön
  derselben.  Nat-3.  20,  585.—  Ratifn,  m.,  —e);
e:  dem  Rasch  ähnliches  geköpertes  Wollenzeug,  —
srz.  ratine  l-in],  f.:  Frisierter  od.  coating  (s.  d.)
artiger  R.,  R.-Coating.  —  Wren,  tr.:  Wollenzeuge
r.,  frisieren.  —  Nating:  s.  rate  2.  —  Häti-o
(lat.),  f.  [§#  24,  3,  önis):  Rechnung;  Vernunft,
z.  B.:  Contra  —nem,  gegen  die  Vernunft  r2c.;
Vernunftschluß;  Ursache,  Grund,  z.  B.:  R.  decidendi
  (s.  d.),  Entscheidungs-;  dubitändi,  Zweifels-Grund;
  lägis,  Grund  —  od.  Absicht  —  des  Gesetzes;
  R-  nes  prö  ét  cöntra,  Gründe  für  u.  gegen;
R.  sufficlens,  zureichender  Grund;  Ultima  (s.  d.)
r.,  der  letzte  Grund,  das  letzte  Entscheidungsmittel;
Stät  prö  r—e  voluntas  (s.  Sic)  2c.;  ferner:  Rücksicht,
  bes.  :  r—  ne,  in  Nücksicht,  Betracht  2c.,  z.  B.:
Rne  conseĩéntiæ,  Gewissens-,  osfĩcii,  Amts-,
Pflicht-halber  2c.;  auch  (Math.):  Verhältnis  rc.
ocination,  f.;  —en:  Vernunftschluß,  Begründung
  durch  solchen.  -ocinkeren,  tr.,  auch  o.  Obi.:
berechnen;  Vernunftschlüsse  ziehn  od.  durch  solche
begründen  2c.  -oeinium,  n.,  —;  ken  [8  24,  2,
n.j:  Natloeination.  -olalrié,  f.;  0:  mit  der  Vernunft
  getriebne  Idolatrie  (s.  d.),  wie  die  Offenbarungsgläubigen
  sie  ihren  Gegnern  vorwerfen.
Ton,  f.;  —en:  (vgl.  Rate)  die  tägl.  Portion  von
Lebensmitteln  (u.  Fourage)  für  Mannschaft  (u.
Pferde):  Eine  Erxtra  (s.  d.)-R.  -onäbel,  a.:  1)
vernünftig,  vernunftmäßig.  —  2)  genau  ausrechenbar.
  onabilitäl,  f.;  0:  Vernunftmäßigk.
2c.  onädl,  a.:  (Ogstz:  irer.):  1)  rationabel  (1),
rationell.  —  2)  (Math.)  o.  Sleigrung  (s.  rationabel
  2):  durch  die  Einheit  od.  durch  bestimmte
Theile  derselben  sich  vollstindig  messen  u.  ausdrücken
  lassend:  R.-Zahl.  -ionäl,  n.,  e)s:  -e:
R.,  R-e  [8  24,  2,  n.,  4dlis;  Mz.:  älial,  ein  dem
Efod  (s.  d.)  entsprechender  Theil  der  priesterl.
Kleidung.  Weiss  2,  683  ff.  -onalisieren,  tr.;
intr.  (haben):  dem  Nationalismus  gemäß  behandeln;
  denselben  zur  Anwendung  bringen  2c.:  Eine
auffallend  rationalisierte  Schrift.  Volhsz.  16,  281.
Tonalismus,  m.,  uv.;  0:  die  Denkweise,  die
Nichts  anerkennt,  was  mit  der  menschl.  Vernunft
sich  im  Widerstreit  besindet,  —  in  engrem  Sinne,

Ravaudage

nam.  auf  religiösem  Gebiet  (Vernunftglaube):
Das  strikte  Gegentheil  des  R.  ist  ausgesprochen  in  dem
Satze:  Crédo  qufa  absürdum  lich  glaube,  weil  es  der
Vernunst  widerstreitet!  2c.;  doch  auch  allgemeiner,
z.  B.:  Sie  standen  eben  unter  dem  Geiste  res  R.  vulgäris,
  der  Nichts  anerkannte,  was  nicht  für  den  gewöhnlichen
  Menschenverstand  handgreifl.,  klar,  eben  u.  nalurlich
  dalag.  IFalke  Gsch.  d.  Gschm.  335  2c.  onalist,
m.,  -en,  (-s);  -—en:  Anhänger  des  Ratienaliemus.
onalistik,  f.;  0:  rationalistische  Weise:  Die  R.
unserer  Philesophen.  Krwald  Genf  44.  Jonaliflisch,
a.:  in  der  Weise  der  Rarionalisten.  -onalität,  f.;
0:.  das  Rational  (s.  d.  1;  2)  -Sein.  Lonell,  a.:
rational  (nam.  1),  vernunftgemäß,  auf  Vernunft
u.  Vernunftschlüsse  gegründet  2c.:  Der  seg.  empirische
Is.  d.]  Arzt.  ..  Anders  der  r—  Arzt.  BDittttlj.  40.
239  ic.  —  Rätis:  1)  (lat.)  f.  18  24,  3,  uv.  J:
Floß:  Jus  rãtium,  das  Floßrecht  (ogl.  grũtia).  —
2)  n.,  uv.;  uv.:  ein  ostind.  Diamanten=  u.  Perlengewicht
  =  7  Karat.  —  Ratissoire  (e#r),  f.;  :
Werkzeng  (Eisen)  zum  Abkratzen  des  Schmutzes  2c.
—  Natlohnum:  s.  Rahat.  —  Ratofkit,  m.,  —e)s;
e:  erdiger  Fluß  (spat)  „aus  Natofka“  im  Gouvernement
  Moskan.  —  HRat-on  (frz.  —öng),  m.,  —S;
—6:  1)  kleine  Ratte,  Maus,  —  bes.  als  Kosewort
für  Kinder,  z.  B.  auch:  Der  sog.  R.,  das  Mäuschen,
ein  gewandter,  schmächtiger,  kleiner  Junge  muß  nun  hincin,
  um  die  ihm  bez.  Ggstre  zusammenzuraffen  u.  sie  den
Dieben  draußen  zuzustecken.  Gartenl.  17,  610b.  —  2)
s.  Racenn.  -  ting:  s.  Rat  2.  —  Rallang:  s.  Retang.
—  Nattrapieren  (frz.),  kr.:  aufs  Neue  attrapieren
(s.  d.)  rd.  erwischen  2c.  —  Rälula,  f.  [8  24,  111
s.  Raspatorlum.  —  Ratus  (lat.),  a.:  ausgerechnet
u.  festgesetzt;  beschlossen;  genehmigt,  bestätigt  2c.:
Rätum,  das  bestimmt  Ausgesetzte;  das  Genehmigte
  ic.;  Rätum  ét  grütum,  bestätigt  u.  genehm;
Dẽ  räto  kawieren,  für  die  Genehmigung  bürgen;
Cäütio  (s.  d.)  dé  räto  od.  räti;  Süb  spẽ  räti,  unter
vorauszusetzender  Genehmigung  2c.;  Matrimönium
(s.  d.)  rätum  rc.

Rauc-ddo  (lat.),  f.  /IS  24,  3,  dinis):  -itas,
f.  [824,  3,  tätis):  Heiserk.,  s.  raris.  —  Nanda:
4)  (ar.)  f.;  —#:  Die  R.  od.  Grabstätte  des  Stifters
lin  Moscheen,  gw.  hinter  dem  Mihrabl.  Schack  2,  78.
—  2)  (finn.)n.,  —#;  —#:  Klagelied  (Rauru  dicesma),
Todtenklage.  Uosenkranz  POsch.  283;  284;  Ramo.
Uai3.  21,  313.  —  Nandäl  (span.),  m.,  —;  -es;:
Gießbach,  Stromschnelle  (vgl.  Napires):  Doch  treikt
auf  solchem  Fahrzeuge  der  Indiauer  tagelang  über  Res,
Pallisaden  u.  Strudel  hinunter.  Grenzb.  21,  2,  991.
—  Rändo,  m.,  —#;  —#:  s.  Raura  2.  —  Uqürma
(serb.),  f.;  —#:  Dagegen  lieben  die  Morlacken  eine
Mischung  aus  gestamofter  Gerste,  Blut,  Kaldaunen,
Leber,  Lunge  u.  getrocknetem  Fleisch  mit  Speck  u.  Zwiebeln,
  R.  genannt.  Globus  5,  10  2a.

Uavag--e  (srz.  —ash'),  f.;  —n:  Verheerung,
Verwüstung.  -eur  (-ör),  m.,  -;  —,  e:  1)  Verwüster.
  —  2)  Ein  R.  war  ein  Mann,  der  ..  Hufnägel,
Stücke  Kupser  od.  ähnliche  Dinge  suchte  u.  sie  dann  an
Trödler  verkaufte.  Ansld.  38,  1144a.  ĩcren,  tr.:
verwüsten.  —  NUavand-age  (srz.  -woräsh.),  k.;