Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

582  Kaakuhl

Gutter.  —  Kaahühl  (ar.),  m.,  —:  —6:  Unter  den
rothrindigen  Baumen  (K.),  v.  denen  das  Gummi  arabicum
gewonnen  wird.  Aueld.  38,  862b  (Art  Akacie);  Kakul.
  1091b;„  Kakublbäume,  ssib.  —  Raämah,  f
—§6  :  Art  Antilope  am  Kap,  Hirschthier.  Oen  7,
1388  ff.  —  Küan  (türk.),  m.,  —s:  —6:  Heeresfürst.
  Sammer  10,  351.  —  Kaat:  s.  Kaa.  —
Käadwy  (nürk.),  m.,  —#;  0:  Trank  aus  Weizen
od.  Mais.

J.  Cab,  n.,  —6;  —s6:  C—#.  Diese  2raͤdrigen
Kabrioleis  (s.  d.],  die  so  leicht  ..  gebaut  find  u.  den
Sitz  des  Kutschers  hinten  haben.  Ual3.  19,  379;  Der
Führer  eines  Handsome  ss.  d.  ]C-s6.  ..  Der  C.=Führer.
  Schüching  FrR.  1,  189;  Der  C.-man
Fuührer].  Zoler  Renn.  53;  C.-Pferd.  edd.  2c.  —

I.  Käb;  Sa:  s.  Kaab  2c.  —  III.  Kab  (hebr.):
"7  Hohlmaß.  2.  Son.  6,  25.  —  Kababisch  (ar.),
m.,  ur.;  uv.:  K.,  d.  h.  Schafbirten.  Globus  11,
265a:  Brehm  5%  177  2c.  —  Kabaäche  (russ.),  f
—n:  Branntweinschenke,  schlechtes  Wirthshaus;
verächtl.  Bez.  eines  Hauses,  einer  Wohnung.
Golt  1,  95;  Immermann  M.  3,  224  2c.;  Gaune:
K.  Aleris  Dor.  1,  1415  rc.,  auch:  Kabäck..  Scume
Sp.  51  ꝛc.  u.  (wie  im  Russ.)  m.:  Kabäk.  Kohl
Südr.  1,  32  r.,  Mi.:  Offentliche  Katät  u.  Krüge.
Olrarius  Reis.  99a;  In  den  Kabaken.  Grube  Ch.  1,  6  2  2c.
—  Cabäle  (inz.,G  s.  Kabbala),  f.;  —n:  geheime
Ränke  zur  Erreichung  böser  Absichten  u.:  die  Verbindung,
  die  dgl.  Ränke  schmiedet:  Die  Koulissen-K.
  Houei  Ch.  1,  119  2c.;  Intrigen=  u.  K-n-Schmied;
  K-n=  Schmieder.  Solon  2,  312  ctc.;
Witzig  bezeichnet  man  das  1670  gebitrete  englische  Ministerium
  nach  den  Anfangsbuchstaben  des  Namens  der
Mitglieder  Clifford,  Asblev,  Buckingham,  Arlington  u.
Lauderdale  als  bas  Cabal-Ministeriium.
Manche  haben  dies  Witzspiel  für  Elvmologie  ausgeben
wollen,  vgl.  Hecrig  23,  159;  auch  verallgemeint,
z.  B.  in  der  ersten  frz.  Revolution:  Die  sog.  C.,  die
Minister  Barentin,  Broglio,  Breteuil  u.  Villedeuil.  W.
31,  530  r.  Zenr  Iörl,  m.,  —s;  —e,  —6:  Ränkeschmied.
  Iffland  15,  1,  193.  -ieren,  intr.  (haben):
Kabalen  schmieden,  auch  tr.:  Einen  aus  seinem  Amt
beraus  ()t.ꝛc.  -ist,  m.,  -en,  S;-en:  1)  Kabaleur:
Die  Chefs  der  royalistisch-jesnitischen  Wahrbeits-Ken
  der  Nationalversammlung.  Scherr  Stud.  2,  316  rc.
—  2)  s.  Katbalist  2c.  —  Caball  (gr.-lat.),  m.,
n.,  —en;  -en:  (vralt.)  Pferd,  Gaul  (s.  d.  Se.,
vgl.  Cheval,  Kavalser  2c.):  Kommt  Einer  auf  den  Noßmarkt
  u.  wollte  gern  einen  schönen  u.  rechtschaffenen
Cen  kaufen.  Garzoni  640a;  Weise  Lustredn.  103  2c.
-ẽro  (span.  —alfero),  m.,  —#;  —#:  1)  —  Kavalier
(l.  d.  1b).  Globus  4,  19  8a;  Gregorooius  Kors.  1,  219;
Scherzer  Nat.  351  2c.;  Einen  Sennor  Cav  allero.  W.
19,  263  2c.;  C.  andante  (s.  d.).  —  2)  Cs,  eine
Wollsorte.  -etta:  s.  Cavallelta.  —  Täban:  1)
n.,  —6;  —#:  ein  Gewicht  auf  den  Moluccen,  etwa
45½  Kilo.  —  2)  (frz.  —ing),  m.,  —s;  —s:  Kapot
(s.  d.)  „Rock.  —  Cabäne  ,(frz.),  f.;  —n:  (ugl.
Capane)  Hütte.  Berlepsch  A.  225;  Waldau  N.  2,  12
1c.,  z.  B.  auch  —  urekarre,  Salon  1,  191  vrc.  u.:
kleine  frz.  Flußfahrzeuge  zum  Güter=  u.  Passagier=Kabepun



transport,  mit  leichter  Bretterdecke,  worunter  ein
Mann  aufrecht  stehn  kann.  Dodrik  3593.  —  Käbar,
n.,  —;  —#:  (auf  Madagaskar):  Dann  wurde  ein  K.
gehalien.  Man  bez.  mit  diesem  Worte  sede  Zusammenkunft
  od.  Vereinigung,  bei  welcher  es  auf  Unterballung
od.  auf  ein  Berathschlagen  abgesehen  ist.  Glodus  7,
266a.  —  Cabaret  (srz.  —r#),  n.,  —6;  —:  1)
Wirthshaus,  Schenke:  C.  borgne  (s.  d.),  dunkle,
schlechte  Kneipe  2c.  —  2)  Kaffe-,  Thee-Brett  u.
.Geschirr.  —  3)  eine  in  versch.  Fächer  getheilte
Schüssel,  z.  B.  zum  gleichzeitigen  Präsentieren
verschiedner  Kompotts  zur  Auswahl  2c.  Lier
(-etfe),  m.,  —6;  —s:  Schenkwirth.  ren,  intr.
(haben):  die  Kneipen  freqguentieren.  —  Kabärga:
Bisamthier:  Das  Thier  heißt  bei  den  Tataren  K.  u.
daher  kommt  der  Name  des  kabardinischen  Bisams.
Olen  7,  1271.  —  Käbaro:  Handtrommel  der
Agypter  (vgl.  Darabakteh).  —  Kabüärre:  s.  Gabarre.
  —  Cab  bas  (irz.  —4),  m.,  uv.:  uv.:  Binsenkörbchen,
  zu  Feigen  :c.  —  Kabbal-alh)  (bebr.,
—,  k.;  0:  1)  magische  Geheimlebre  der  Zuden.
H.  Gott  1111  W.  30,  23;  De  in  der  K.  sebr  Viel
gethan.  10.  298  2rc.,  vgl.:  Was  sie,  die  Cabala,  auch
kann!  entbilden  u.  entheblen.  Gryphius  514;  Aus  dem
Cabala  der  judischen  Rabinen.  Filchart  B.  (1588)  590;
55a;  Der  Juden  Kabalen  u.  Thalmud.  29b;  Von  eines
Namens  Schrift  aus  Salomons  Cabälen.  Opiv  W.  1,

376  (auch  frz.  cabale.  —  aus  dem  Begriff  der

Geheimlehre  übergehnd  in  den  des  Geheimbunds
e  *m-  —  2)  (gw.  nur  —)  die  einem
Schächter  (s.  d.)  zur  Ausübung  des  Amts  v.  einem
Rabiner  ertheilte  Befugnis.  ismus,  in.,  uv.;
0:  die  Lehre  der  Kabbala  (s.  d.  1).  ö.  Gott  110;

Abccher  Rabb.  2,  2,  47.  Zifl,  m.,  -en,  —  :„  en:
Kenner,  Ausüber  der  Kabbalas,  Zaubrer  2c.  W.  1½,
30  1.  -isterẽi,  f.;  —en:  kabbalistische  Kunst  r2c.:

Die  etwas  schwarze  Kunst  der  „Cabalisierey“.  Hagedorn
2,  22  2c.,  auch:  Kabbalistik,  f.  isticum  (§  24,
2,  n.  :  kabbalistische  Schrift  2c.:  Die  Kabbalisuita  in
seines  Ahnherrn  Bitbliotbef.  ADicer  Rabb.  2,  2,  152.
vistisch,  a.:  zur  Kabbala  gehörig,  ihr  bizen  2
1,  1,  215  2c.  —  Cabeeila  (span.),  #.;  —#:  Mit
dem  Schmeichelwort  der  Spanier  nannte  er  die  t
immer  nur  c.,  sein  Köpschen.  çewold  Vill.  R.  1,  22,  s.
Cabeza.  —  Käb-eliau  (-ian),  m..  —#;  —,  e:
ein  Fisch,  Gädus  morrhua,  der  frisch  auch  Läng.,
getrocknet  Siock-,  gesalzen  u.  getrocknet  Kliprfisch,
bloß  eingesalzen  Laberran  heißt:  Backaliau  od.
gw.:  K.  BVodrik  82a;  Baecalaos  ..,  woraus  die
Deutschen  durch  Versetzung  ..  K.  gemacht.  DMus.  1.  1,
179;  Große  Zuge  v.  K—s.  Uatur  4,  641;  Mit  den  Keen.
Olen  6,  159;  Einzelne  Kabliauen.  Hansen  Schl.  247
(vgl.  grönländ.:  Kalulia,  K.:  Kalulisen,  Stockfisch.
Oltorius  Reis.  86b).  Kabes,  m.:  s.  Gna.  —
Cabest-än  (frz.,  auch  —ing),  m.  —6  „:  —4,  e:
Ankerwinde,  Gangspill,  vgl.:  Vom  Werkplatz  seines
Capstans.  Gartent.  16,  155b;  Am  Hauptearstan
des  Walesufers.  ebb.  —o  (span.),  m.,  —;  —:

„Halster“  2c.,  daber  Bez.  der  zahmen  Ochsen,  mittels
  deren  man  die  Kampfstiere  in  die  Um3zäunung
lokl.  Globus  4,  10Za;  Maget  2,  1722  .  —  Räübrgun