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ging. 200 Gefangene, worunter faft alle Offiziere, eine
große Zahl Pferde, die Bagage und 8 Etandarten waren die
Trophäen biejed von dem bayerifhen Dbriften Eporf fo glüdih
unternommenen Weberfalls. Die Zahl der Todten über:
ftieg die der Gefangenen*).
Eovdald Marfhall Guebriant vor Rottweil eingetroffen
war, berathfchlagte er mit feinen eneralen, ob man biefen
laß angreifen folle oder nit. Die Meinungen waren ge:
theilt. Der Marquis von Montaugier, Herr von Rocquefers
viered und der Obrijt Dehm widerriethen die Belagerung,
weil die Jahreszeit ichleht, der Blaß feft und gut verproviantirt
war, weil bie weimarifhen Negimenter aus neuge>
worbenen, zur Defertion geneigten Eoldaten beftanden umd
eine Vereinigung der Bayern mit dem Faiferlihen General
Graf Hapfeld zu befürdten fiehe. Eie riethen, weiter vorzurüden,
Bayern zu bedrohen und dabdurd die bayerifcdhe
Armee zu zwingen, ihr betrohtes Land zu fhügen und dadurd
die Nheingegend dem franzofifdy= weimarijhen Heere zu
überlaffen. Der Marfhall Guebriant und der Generallteus
tenant Graf von Rangau waren dagegen entfchieten für bie
Belagerung, weil die frangöjiich= weimarifche Armee feinen
einzigen fejten Play vdieffeitd red Edhmwarzivaldes in Befts
habe, Rottweil aber, bei der zu großen Entfernung Breifadhe
vom SKriegsfhauplage, ein vortreffliher Stüßpunft fei und
die Armee im nähften YBeldguge ftetd mit Munition und
PBroviant hinreichend verfehen Fonnez zudem miüffe man ohnes
bin das auf dem IUmmege tiber Freiburg nod nit einge:
troffene Gefhüg abivarten, fowie den Proviant, da das mitgenommene
Brod verzehrt war**. Man entfhloß fih alfo
zur Belagerung und eröffnete die Laufgräben auf verfhiedenen
Seiten. Das Belagerungscorps zählte beiläufig 16,000 Mann.
In der Stadt befand fi) der bayerifche Obriftlieutenant Zobft
Hettlah) vom Gold’fhen Regimente al8 Commandant einer
*) Siehe Beilage 6.
**) Mothenburg 730, 731.