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unter dem Vorsitze besonderer Ausführungskommissarien. Die Zahl der Mitglieder
dieser Kommissionen wird mit Rücksicht auf den Umfang des Veranlagungsbezirks
und die Anzahl der dazu gehbrigen Stadte von der Bezirksregierung
bestimmt.
Die Mitglieder werden von der kreisständischen Versammlung, für solche
Städte jedoch, welche einen Veranlagungsbezirk für sich bilden, von der Stadtverordnetenversammlung
gewahlt.
Bei der Wahl durch die kreisständische Versammlung ist darauf zu sehen,
daß die dem Veranlagungsbezirke angehörigen Städte angemessen vertreten werden;
auch kann einzelnen dieser Städte von der Bezirksregierung das Recht beigelegt
werden, durch die Stadtverordnetenversammlung ein Mitglied der Veranlagungskommission
wählen zu lassen.
g. 10.
Die Beschluͤsse der Veranlagungskommission werden nach einfacher Stimmenmehrheit
gefaßt. Im Fall einer Stimmengleichheit giebt die Stimme des
Vorsitzenden den Ausschlag. Dem letzteren steht auch das Recht zu, gegen die
Beschluͤsse der Veranlagungskommission die Berufung an die Bezirksregierung
einzulegen, welche die Veranlagungskommission nochmals 9 hoͤren und demnaͤchst
die Entscheidung zu treffen —* an welche sodann die Kommission gebunden
ist.
Das Ergebniß der Veranlagung wird den Gebaude-Eigenthümern durch
Offenlegung der Veranlagungs sung und durch Zufertigung von Auszügen
aus derselben bekannt gemacht.
Die gedachten Auszüge müssen unter spezieller Bezeichnung der zur Veranlagung
gekommenen Gebaude die für diese in Ansatz gebrachten Miethswerthe
und die den Gebäuden auferlegten Gebäudesteuerbeträge enthalten. Die Veranlagungsnachweisungen
sind während eines Zeitraums von mindestens vierzehn
Tagen offen zu legen.
Reklamationen gegen die geschehene Veranlagung dürfen nur binnen einer
Präklusiofrist von vier Wochen! vom Empfang des Auszugs aus der Veranlagungsnachweisung
an gerechnet, bei dem Ausführungskommissar des Veran-—
angebracht werden, was den Betheiligten besonders zu eröffnen
ist.
g. 11.
Ueber die Reklamation (H. 10.) entscheidet nach Vernehmung des Gutachtens
der Veranlagungskommission die Regierung. Gegen die Entscheidung
derselben steht dem Reklamanten innerhalb einer Praäklusiofrist von sechs Wochen
nach dem Empfange der Entscheidung der Rekurs an den Finanzminister offen.
Die durch die Untersuchung unbegründeter Reklamationen entstandenen
Kosten sind von dem Reklamanten zu erstatten.
K. 12.
Der Finanzminister, welchem die oberste Leitung des gesammten Veran-(Nr.
5360.) la-