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lich auf dem Rietberger Landrechte von 1697 240), und ist zusammengestellt
von Wigand in den Porovinzialrechten des Fuͤrstenthums
Minden u. s. w. Bd. l, S. 111 f. 403 f. Bd. II, S. 28 f., 85 f.,
472 und im revidirten Entwurfe der Standesherrschaften Nr. XI.
r) Die Grafschaften Tecklenburg und Lingen 241).
Die Grafschaften Lingen und Tecklenburg wurden im Anfange
des 18. Jahrhunderts von Preußen erworben (s. oben Anm. 31,
33, 37), weshalb auch neben den anerkannten Particularitäten seitdem
das preußische Recht zur Anwendung gelangte. Seit dem 26. October
1806 bis zum 28. November 1813 waren sie in fremdem Besitze. Die
Niedergrafschaft Lingen wurde durch den Staatsvertrag vom 29. Mai
1815 an Hannover abgetreten 242). Das schon seit 1780 bearbeitete
Provinzialrecht wurde neu redigirt von Schlüter (Provinzialrecht
Westphalens Bd. II) und erhielt dann eine Stelle im revidirten
Entwurfe der Standesherrschaften Nr. XIV.
s) Die Grafschaften Wittgenstein 213) nebst Zubehéör #10).
Die Grafsschaft Wittgenstein zerfiel nach dem Tode Ludwig's
I. im Jahre 1607 in zwei Theile, von denen der eine Wittgenstein
und Vallendar, der andere Berleburg und Homburg
an der Mark in sich begriff. Wir sondern hiernach
1) Wittgenstein-Wittgenstein. Bis zum Jahre 1806
blieben die Grafen reichsunmittelbar, nachdem sie 1801 die Fürstenwürde
erlangt hatten;z dann sielen sie unter die Landeshoheit von
Hessen-Darmstadt, und durch den Vertrag vom 30. Juni 1816 an
Preußen 248).
2) Die Herrschaft Vallendar war bis 1767 Trier'sche Gemeinschaft
und theilte dann die Schicksale des Erzstiftes, dem sie seitdem
allein zugehört hatte 215).
3) Wittgenstein-Berleburg blieb bis 1806 unter den seit
1792 zu Reichsfürsten erhobenen Grafen, und kam dann gleichfalls
unter Hessen, endlich unter Preußen.
240) Bei v Kampt Jahrbücher Bd. XXIX, S. 183 flg. Wigand,
Archiv für Geschichte Westohalens Bd. V. S. 132 flg.
241) v. Kampg, die Provinzialrechte Bd. II, S. 415 f., 426 f. Jacobson
a. a. O. S. 404 f., 433 f.
242) Gesetzsammlung von 1818. Anhang S. 15.
243) v. Kampt a. a. O. Bd. II, S. 583 f.
244) Vallendar und Homburg an der Mark, obschon zur Rheinprovinz
gehörig, sind des Zusammenhanges wegen doch hier gleich mit berücksichtigt
worden. Vgl. darüber v. Kampe a. a. O. Bd. II, S. 590, 598 f.
Bd. III. S. 247 f., 250. Jacobson, Geschichte a. a. O. S. 572 f., 832 f
S. auch unten Anm. 261.
245) Gesetzsammlung von 1818. Anhang S. 100.
246) Jacobson, Geschichte cit. S. 459, 460 und unten.