Metadata : Die Gründung des Deutschen Ordenstaates in Preußen.

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Kulmischen  Schenkung  zu  versichern,  nach  Masovien  ab.  Das  Haupt
der  Gesandtschaft  war  Philipp  von  Halle,  ehemals  Komthur  in
Halle;  ihm  zur  Seite  stand  Heinrich  von  Böhmen  und  ein
Mönch,  Namens  Konrad.  Ein  Troß  von  Kriegsknechten  wird
nicht  gefehlt  haben.

In  Polen  waren  unterdeß  zwischen  den  Herzogen  selbst  blutige
Kämpfe  ausgebrochen.  Am  11.  November  1227  hatte  Swantopolk,
Herzog  von  Pommern,  den  Herzog  Leßek  von  Krakau  meuchlerisch
getödtet;  da  hatte  sich  ein  heftiger  Streit  erhoben  über  den  Besitz
Krakau's  und  des  Seniorates.  Heinrich  von  Breslau  war  an  der

tern  in  Masovien  findet  sich  aber  im  April  1226.  Acta  Bor.  I,  394.  Die
Verschreibung,  welche  ihnen  dort  zu  Theil  wird,  berechtigt  nicht  zur  Voraussetzung
langwieriger  Verhandlungen,  und  somit  dürsen  wir  ihre  Ankunft  etwa  in  den
März  1228  setzen.  —  Wir  machen  hier  noch  auf  ein  anderes  Mißverständniß  bei
Voigt  aufmerksam,  das  sich  durch  seine  Darstellung  vom  Jahre  1226  an  hinzicht.
Bei  dem  Anerbieten  1226,  in  der  angeblich  1226  abgefaßten  Verschreibung  und  öfter
nennt  er  neben  dem  Kulmerlande  auch  Löbau,  als  dem  Orden  vom  Herzog  angeboten,
  und  bemerkt  nicht,  daß  dies  allein  schon  die  ganze  Intrigue  Konrads  als  einen
Betrug  kennzeichnet,  indem  Löbau  im  Jahre  1215  nicht  etwa,  wie  er  II.
170.  glaubt,  blos  zum  Theil,  sondern,  wie  der  einfache  Wortlaut  der  Urkunde
beweist,  ganz  dem  Bischof  Christian  angehörte  (was  Voigt  II.  395.  nachmäglich
auch  zugesteht),  wogegen  sich  nirgends  eine  Spur  davon  findet,  daß  dies  Land  jemals
  dem  Herzog  zugestanden  habe,  —  man  müßte  denn  eben  das  Anerbieten  für
einen  Beweis  balten.  —  Es  sei  uns  erlaubt,  über  die  Art  und  Weise,  wie  Dusdiargsa
  Irrthum  entstanden,  eine  Vermuthung  auszusprechen.  Die  Urkunde  Konrads
  vom  Juni  1230  lag  ihm  vor,  das  ist  augenscheinlich.  Aber  auch  die
vom  Kaiser  aus  dem  Jahre  1226  muß  er  gehabt  haben;  denn
erstens  kann  er  nur  aus  ihr  entnommen  haben,  daß  Löbau  ebenfalls  dem  Orden
geschenkt  werden  sollte,  —  in  einer  Urkunde  Konrads  ist  nirgend  mehr
davon  Rede;  zweitens  ewwähnt  er  cetwas  früher,  in  demselben  Kapitel  5.,
der  „suggestio  Imperatoris  Friderici  II.  et  Principum  Almanniae,  die  den
Hochmeister  zur  Annahme  des  Geschenkes  bewogen  habe.  Da  er  nun  die  cigentliche
Lage  der  Verhälmisse  nicht  mehr  klar  erkannte,  so  mußte  ihm  die  kaiserliche  Schenkung
  als  die  wichtigere  Thatsache  erscheinen;  nehmen  wir  dazu,  daß  er  das  Datum
der  Urkunde  von  1230  vielleicht  nicht  gut  lesen  konnte,  so  glaubte  er  die  in  ihr
zum  Abschluß  gekommenen  Verhandlungen  zusammen  fassen  zu  dürsen  unter  der
chronologischen  Bestimmung:  „cimweca  an.  Dn.  MCXXVI.

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