Posen. Hamersleben. 151
und da in der Nachbarschaft sonst keine katholische Pfarr-Geistliche vor- A
handen sind, welche künftig bei der katholischen Seelsorge Aushtilfe leisten PN
können, mit 2 Pfarrern, die nach den im Allgemeinen angenommenen
Grundsätzen resp. der erste mit 400 Rthir., der andere aber mit 350 Rthlr.
zu dotiren sein würden, so wie denn auch für die übrigen Erfordernisse des
Gottesdienstes gesorgt werden muss.
U. Gleichergestalt ist für die Schule zu Hamersleben zu sorgen, und
da bis jezt den von Neu-Wegersleben und von andern Orten dorthin gekommenen
Schul-Kindern das Essen unentgeldlich vom Kloster gereicht
worden ist, so wird, wenigstens für die Bedürftigen, fürs erste noch diese
Speisung fortzusetzen und dafür etwas bestimmtes zur Bestreitung der
diesfälligen Kosten auszusetzen sein.
III. Hat das Kloster bisher die Verpflichtung gehabt, in Aschersleben
für die dortigen Katholicken, besonders des Cuirassier-Regiments von Quitzow,
einen Geistlichen zu halten. Nach unserm allersubmissesten Berichte vom
152 April c. hat das Dominicaner-Kloster zu Halberstadt für jährlich
47 Rihir. dieses wahrgenommen.
Wenn Lezteres jedoch auch, nach unsern in dem erwähnten Berichte
gemachten allerdevotesten Vorschlägen, eingehen sollte, so muss daftir
künftig auch Sorge getragen werden. Der in Aschersleben aldann anzustellende
Geistliche ist jedoch wegen seiner nicht häufigen Geschäfte mit
350 Rthir. jährlich hinreichend dotirt, und für die Kirchen-Bedürfnisse ist
dort selbst bisher gesorgt worden.
IV. Die Pensionirung der Kloster-Geistlichen von Hamersleben würde
nach den von E. K. M. im Allgemeinen bereits genehmigten Grundsätzen
dergestalt zu bestimmen sein, dass
a) Dem Prälaten, wenn er gleich nicht die volle Pension erhalten kann,
indem er von E. K. M. als soleher noch nicht bestätiget worden, doch,
nach der Billigkeit, die Hälfte dieser Pension mit 1000 Rthir. jährlich zukommen
würde, da die Wahl desselben verfassungsmässig von den Regierungs-Commissarien
vollzogen ist.
b) Wäre für jeden der Geistlichen 300 Rthlr. jährlich nach ihrer bisherigen
Lebensart zu bestimmen, nebst der Erlaubniss, in dem Kloster-Gebäude
wohnen zu können, mit Beibehaltung der Mobilien, ihrer Zellen
und des Gebrauchs eines kleinen Gartens, da von den 19 Geistlichen
zu Dorstadt,. . . 2 2 2200. . 3 Expositi
und als Geistliche in Hamersleben und Ascherseben
. . 2.2 2 220 nenne. 3 angestellt
werden sollen, mithin . . . 2 2 20er. 6 Geistliche
abgehen und nur noch . . . 2 > 2 2 2 m en ......13 Geistliche
übrig bleiben.
c) die zwei Novicen würden ferner das Ausgesezte nach allgemeiner
Vorschrift erhalten, und