waffen. 3. Die Inhaber von militärischen oder
distriktspolizeilichen Erlanbniescheinen. 4. Die
Angehörigen der militärischen Jugendorganisationen
nach näherer Mabgabe der für sie erlassenen
besonderen Vorschriften. Die unter Nr.
Z genannien Personen mussen während des Wafjentragens
den Erlaubnisschein bei sich haben.
Die Erlaubnis kann diesen Personen entzogen
werden, wenn sie sich als unzuverlässig erweisen.
2. Der Verkauf und jede sonstige entgeltliche
oder unentgeltliche Ueberlassung von Schußwaffsen
und Munition an andere als die in § 1, Abs.
2 bezeichneten Personen sind verboten.
§ 3. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis
u zu einem Jahr, beim Vorliegen mildernder
Umstände mit Haft= oder Geldltrafe bis zu
1500) Mark bestraft.
84. Diese Anordnung tritt mit ihrer Veröf
senllickung in Kraft.
Von Grenzschiachlwo#f# Loseheim
(Eine Zuschrist von unterrichteter Seite.)
Der Grenzschlachthof Rosenheim war ein
Schmerzenskind für die Stadt. Die Spelulalion
auf Schweineschlachtungen größten Un
langs war fehlgeschlagen. Oesterreich konnte die
Summe von 25 000 Schweinen pro Jahr nicht
über die Grenze geben, und verschiedene, unter
anderem politische Verhältnisse bewirkten cs. daß
sich das Ganze nicht recht entwideln wollte. Der
Grenzschlachthof war der Endpunkt der Ro—
senheimer Industriebahn und hat em solcer
daen beigewagen, daß diese ausgelaut und mit
modernen Ablader orrichtungen für #iech verseben
worden ist. Dies ist wiederum unseren
Viehmärkten zugute gelommen. Jedenfalls wan.
es nicht angebracht. die ganze Grenzschlachthofaulage
als ein kumsichiiges Unternehmen darzustellen,
das sich gar nichjt fruktifizieren ließe und
diejenigen Herren welche in der Gemeindeverwaltung
für den Ausbau des Grenzschlachtbofes
seinerzeit eingetreten sind, erleben heute
bie Gemgtuung, daß er zu einer der besten
städtischen Anlagen und zu einem äußerst nützlichen
gewinnbringenden Unternehmen sowohl
für die Stadt selbst als auch für viele Geschäfts
leute geworden ist.
Der Grenzschlachthof hat verschiedene Wandlungen
durchgemacht. Ausgebaut als Schweineschlachthalle
größten Stiles für Import diente
er nur kurze JZeit, war dann Arbeitshalle für
die Oberbayeriscze Ueberlandzenrale, nach dem
für den Fliegerhallentorbau des Herrn Wols
und ging endlich mietweise mit Wirkung vom
1. Axpril 1916 auf die Dauer von vorerst 5
Jahren in die Hände des Herrn Sebald Friedrich,
Großkanfmann aus München, Inhaber der
„Fleisckhandelsgesellsch aft Grenzschlachthof Roenheim“
über. Die Erträgnisse des Grenzschlachthofes
waren bis zum Einzug des neuen
Mieters sehr gering gewesen und belasteten
den Etat eigentlich des Schlachthofes
nächit war eine Durcklonstruktion der Anlage
notwendig geworden auch für Grofwiehschlachtungen,
die auf das glücklichste gelömtt worden
ist, sodaß es heute möglich ist, an einem einzigen
Tage die ungeheure Menge von 100 Stück
Eroßvich iu schlachten, auszubräten und sir u.
Vertig zu rerarbeiten, womit der derzeitige Be—
trieb in seiner Art eine einzigartige Lesstung
aufweist. Selbstwerständlich waren An- und Zubauten,
Maschinenanlagen. Heizung- -Kocheinrichlungen,
Vorratshallen, Aufbewahrungsspeicher,
Pessel., Siede- und Näucheranlagen etc. notwen
dig, die durch den neuen Mierer mit erstaunlichem
Geschid und Energie in überraschend lurzer
Zeit ausgestellt worden sind. Die Rosen-PGeimer
wissen im allgemeinen von der Grenzschlachtlofanlage
in ihrer jetzigen Form, von
ihren Einri4ktungen und ihrem Zweck merkwürdigerweise
her#lich wenig.
Die Fleischhandele gesellschaft hat zur zeit
einen Personalstand von etwa 75 80 Leuten
die samtlich mit sehr guten Löhnen bedacht sind.
Die Arbeilomenge. die dort bewältigt wird, ist
uberaus groß. Es wird das Material veras
beitet, für zahlreiche Gefangenenlager, für
Schwer- und Sckhwerstarbeiter, für verschiedene
größere Kommunalverkände, fur die Münchener
Let lschaft und in
neuester Zeit für den Staat selbft. d. h. für die-Baner.
Fleischversorgungeteelle in München.
welche auch das Wieh anliefert, sodaß also dio
Fabrif im sogenamten Werkvertrage arbeitet.
Es ist selbitverständlich, daß die Einrichtungen
eund der Betrieb erstklassig und hygienisch ein-„wandfrei
sind. Die Anlage selbst nähert sich
mit ihren umfangreichen Bauten, die etwa im
4—6 Wochen abgeschlossen sein werden, ihrer
Vollendung.
Die anfängliche Besorgniô einzelner Gschäftsleute
und solcher, denen ein Großbetrieb
dieser Qualität als unverständlich nicht in den
Mopf gehen wollte, als würde der Betrieb durch
seinen Massenwerdrauc, von lebendem Bieh die
Kommunalverbände Rosenheim- Hibt zdenemn
schwer schädigen, wor unbegründet. Es
sich ench Werkanlage, die keinem Rosenheimer
Geschäfte irgend welche Konkurreng bringen
will und kann, die aber ihrer Ausdehnung
bn Tersonalstand nach um das doppelte:
groger I als die ditten einheimischen Pri-Vatbetrirbe
jeglicher
TO
schwer. Zu-
!4.
Die F.-H.-G. schlohß mit der Stadt einen Vertrag
ab der für das Grenzschlachthofanweses
dessen Aau auf 125 000 Ml. ca. zi stehen kam,
eine Jahresmiete von 12 000 Mi. abwarf. Dar
bei mußte die F.-H.-G. ein Pauschale für Wasserrerbrauch
rro Jalr 1000 Mk. sowie die
Elektrizilät selbst bestreiten. Der Vertrag war
derart, daß er für die Stadt bei Ueberschreitung
einer Scklachtzahl von 2500 Stück noch die
Gebühren der Auolandofleischbesch, au, sowie bei
Ueberschreitung der Zahl 3000 # Schlachtstück
3 Mk. Einheitsgebühr sicherte. Der Vertrag verstand
sich dahin, daß die F.-S.-G. für 12 000;
Mk. Miete berechtigi war“ 3000 Stück Großvieh
zu schlachten. Dampf und Fleischbeschauleistung
eic. war von der Stadt zu stellen. Das
Unternehmen war von Anfang an in all seinen
Formen großzügig und die Bürgerschaft
wird aus nachfolgenden Angaben erlennen kön
nen, was eine größere industrielle Anlage bedenten
kann. -
Wenn es zunächst für die Stadt eine gewisse
Genugtuung ist ein derartiges Werl in ihren
auern zu wissen, so sind die pekuniären Ge.
winne für die Algemeinheit und für zahlreiche
Geschäftsleute gewiß eine sehr angenehm empsundene
Institution geworden. Die F.-ÖO
hat ab Februar 1916 bis Jannar 1917 2285
Stück Großpieh geschlachtet. Sie hat für Eleltrizitãt
ausgegeben 810.60 Mk., für Wasser 700
Ml., für die Zufulr von 501 Waggon auf dem
Industriegeleis 1452.90 Mark, für Auslandsleischbesckau
6819.80 Mk., ihr Mietanfall beluug
sonach 9000 Mk. sodaß sich also bereits für
1916 18783.30 Mark ergeben, denen für sie
Stlabt an Aucslagen gegenüberstehen ca. Mark
30)00 für Heizung (Rohlen) und eine 4½% ige
Zinsenanlage des Gebäudes 4125 Mk., ca 500
Ml. für verschiedene Ausgaben. Für Fleischbeschau.
Beaufsick tigung etc. hat die Stadt#-nichts
ausgegeben. stehen also 18 783.30
Mil. rbe ca. 9000 Ml. Ausgaben
gegenüber, sodaß ein Gewinn von rund 10000
in? . Geschäftsjahren verbleibt. Würde oie
Aufstellung des Vertragsjahr vom 1. 4. 16 bis
1. d. 17 umschließen so würde sich die Einnahme
um 3000 Mk. Miete, sowie um 1000 Mk.
Gebühren erhöhen, da bie Höchttschlachtziffer
um 300 Stück überschritten ist, die Ausgaben
würden 1375 Mk. Hypotheklaft und ca. 1000
Ml. Heizungslkosten mehr erfordern, sodaß sich
ein Gewinn errechnet von ungefähr 13 283.30
Mk. Zu überlegen ist bei dieser Aufstellung,
daß die Heizung deswegen teurer geworden ist,
weil die Kohlen um 257% höher im Preise
füehen. Zu allem kommt noch eine jährliche Mieteinnalme
von 500 Mark für die übernommenen
Mielgärten, die delr 30 Mark einbrackten.
Die F.-H.-G. hat Bauten und Maschinenan-Ln
aufgestellt von bislang um rund Mark
190 000. Davon treffen 70 000 Mk. auf auswärlige
Spezialmaschinenfabriken, 120 000 Mk.
verblieben also hier. Die wöchentlichen Löhne
betragen 2500 Mk., das sind jährlich 130 000
Mi. Die Einnahme des Verzehr= all dieser
Leute bleibt sicher zu Z, also mit jährlich ca.
100 000 Mi., am Platze. Das wären in gröblid.er
Ausfmachung für Rosenheim-Stadt und
die Geschäftewelt etma 220 000 Mk. im ersten
Jahre. Mit diesem günstigen Ausgang des
Geid aftes für die Allgemeinheit lönnen sicher
auck, die strittigsten Kannegießer *? sein,
umso mehr als der Inhaber der F.-H.-absichtigt,
den Grenzschlachthof der Zo- abzulaufen
und den Siß des Geschäfles selbst nach
Rosenheim zu verlegen. Da es sich, wenn die
Hieherverlegung zustande gekommen sein wird,
um die Transserierung eines Einkommens nach
Rosenheim handeln wird, das das größte hiesige
Privatleinkommen um weit über das Doppelte
uberkrifft, so wird dessen Vesteuerung for
die slädlische Aligemeinbeit sehr angenehm fühlbar
werden, besonder? dann, wenn mit dem
Erwerb des (Grenzschlachthofes auch noch die
entsprechende Grundbesigsieuer in Anschlag
kommen wird.
Der Inhaber der leischhandelogcsellschaft
oder „Fleischindutrrie- Rosenheim“ wie sic lünftig
heißen wird, hat neuerdings von der Löwenbrauerei
München die Pernlohnerkellergebäude.
in der Kellerstraße pachtweise übernommen unter
Sicherung des Vorlaufsrechtes. D Diese neue
UAnlage ist vortrefflich geeignet mit allen ihren
gesamten maschinellen Einricktungen für Kühlung
und Konservierung der rriesigen Materialvorräte
der Fleischindustrie. Damil in eine weitere
Sicherung für das Hierbleiben des rasch
emporgeblühten großindustriellen Um#e#rnehmen
gegeben.
Die vorstehende Aufslellung bezweckte, der
Allgemeinheit einen Ueberblick über die Entwiclung
des Grenzschlachthofunternehmens vorzulegen,
sowie auch zu zeigen, welchen pekuniären
Nuhen eine gute industrielle
Stadt darzureichen vermag. Es ist zweifellos,
daß das ganze Unternehmen, um das Nosen
heim von anderen Städten leneidet wird, sich
in aufsteigender Entwicklung befindet. Seldstkue
ging der Ausbau nicht ohne Hindernisse
vor 4 die derartige Unternehmen, namentlich
in lleinen
baben. Erforderlich für die Ausgeftaltung des
grofzügigen Werkes war vor An allem das Vnegensome
der ud — — Elm.
teilungen Bonar Laws im Unterhaus verbreitet
Anlage einer
Odberbefehl über die Urmee und im Felde dem
Städten immer zu überminden
der Schlachthofbeamten murde selbstos getragen,
die Stadt hatte keine Mehr ndungen
für Neueinstellungen, trotzdem diese von Anbeginn
an in Aussicht genommen waren. Die
dienstlce Abwicklung der Fleischbeschau u. anderen
Verwaltungsgeschäfte für diesen privaten
Großbetrieb überstieg erllärlicherweise um ein
Bedeutendes diejenige des alten Schlachthofes.
E wäre nur zu wünschen, uenn das Anteneh
men von allen Seilen diejenige Förderun
falren würde, die es im Interesse seiner Enkwiclung
und zum Nutzen der Allgemeinheit notwenbig
hat, und es wäre ferner zu münschen, wenn
der Gewinnung von sol.der Industrie ein besonderes
Augenmerk zugewendet würde; denn die
Verhälinisse der kommenden Tage werden es nöt.g
machen, daß neue Einnahmequel#en für Rosenheim
gesucht und gefunden werden, die die
klünftigen Lasten erleichtern helsen. Von diesen
Gesichtspunkten aus sind namentlich die Krililen
Nichlinformierter oder irgendwelcher Sonderinteressenten
auf das lebhafteste zu bedauern, die
für Rosenheim typisch geworden sind.
Der Weltkrieg
(D#tbericht.=——
ia Anhland
Die englischen Drahtzieher.
Rotterdam, 17. März. „Manchester
Guardian“ berichtet: Bieher konnte über den
Zweck von Lord Milners letzter Reise nach Rußland
nichts mitgeteilt werden, aber jetzt dürfe gesagt
werden, daß sie mit der inneren Lage Rußlands
zusammenhing. Die engl. Regierung war
seit langem von der inneren Krise in Rußland
unterrichtet; Buchanan hielt sie gut auf dem
Laufenden und war tatsächlich ein kräftiger Helfer
der russischen Liberalen. 4
Der Zargefangen?
Kopenhagen, 17. März. Ein Stockholmer
Blatt berichtet, daß der Zar im Tauris-Palats
untergebracht sei, wo er der Gefangene
der Duma sei. Jede Verbindung zwischen ihm
und der Zarin sei abgebrochen, da die Revolutionäre
die Zarin als ihre größte Feindin be-Ktrachten.
Nikolajewitsch als Diktator?
Stockholm, 17. März. Man glaubt, daß
Großfürst Rikolajewitsch, der das Vertrauen
der Rerolutionäre genieht, zum Diktator über
die Armee ernannt werden soll.
Die Kommunein Sicht?
Kopenhagen, 17. März. Dem neuen russischen
Ministerium wird in hiesigen unterrichteten
Kreisen leine lange Lebensdauer gegeben. Auch
dieser letzte Versuch, die unaufhaltsam andringende
demokratische Revolution in Rußland für
die Fortsetzung des Krieges auszunützen, wird
als aussichtslos betrachtet. Der allgemeine Ruf
der Arbeitermassen bei den Straßenkämpfen
war: „Weg mit dem JZaren! Gebt uns den Frieden!“
Uneinigkeiten der russischen
Re vaffeenon:“ Parteien.
Stockholm, 17,März. Ein Drahtbericht aus
gulunterrichetler Quelle besagt, daß die Uneinigleit
innerhalb der Träger der Revolution rapid
wachsen werde.
Wer ist der neuc Zar?
Petersburg, 17. März. Meldung der Peteroburger
Telegraphenagentur. Der Kaiser hat
dem Gropfürsten Nikolai Nilolajewitsch das
Oberlommando der Feldammeen übertragen.
Großfürst Michael Alerandrowitsch hat seiner
Ihronrechte emsagt. Der Minister des Acußern
Miljukom erklärte, seine Aeußerungen über
eine einstweilige Regentschaft des Grohfürsten
Michael Alerandrowitsch und der Thronfolge
des Großfürsten Alexeiew geben seine persönliche
Ansicht wieder.
Amsterdam, 17. März. Entgegen den Mit-
Neuter ein Petersburger Telegramm vom 16.
März, nach welchem der Zar zugunsten des
Großfürsten Michael abgedankt habe und seiner
T##o##chte entsagte. Der Zar übertrug den
Grohfürsten Rikolajewitsch.
Kopenhagen, 17. März. Das schwedische
Telegraphenbureau meldet aus London: Aus
Petersburg wird gemeldet, daß Erofgürst=Thronfolger
Aberesew zum Zaßen ausgerufen
wurde. Grobfürst Michael wird bis zur Mandigleitserklärung
des Zaren die Regemchast i
19 nicht zu trennen,
Petersburg, 17. „Mans. Die Petersburger
Telegraphenagentur peröfsentlicht ein Zalsertiches
Manffest, worin der Zar erklärt, um die
enge Vereinigung und Srganisation aller
Kräfte für einen raschen Sieg zu erleichtern,
in Uebereinkunft mit der Duma die Krone niederrulegen
und, um sich von dem geliebten.
die Nachfolge deun
Großfürsten Michael N. zu über-Aragen.
.
1# Die erschossenen (Hendarmen.
Kopenhagen, 17. März. Aus Stockholm
wird gemeldel: Ueberall in den Straßen Petersburgs
liegen Leichen erschossener Gendar
men. Alle Gendarmen, dle sich auf der Strahe
zeigten, wurden ohne Gnade medergeschossen.
Aue den Petersburger .
erolutionstagen.
Pe lurg, 17. März. Reuter. In den
Hauptstraßen wird noch hie und da geschofsen,
menn die Polizisten aus ihren gedeckien Stellun
ghen auf den Dächern das Feuer eröffnen. Wenn
man Polizisten findet, wird rasch mit ihnen ab
gerechnet. Man sieht überall rote Armstreifen.
selbst auf den Lanzen, Gewehren und Min
zen. Bürger, Truppen und Matrosen machen
mz zlige. Auf den Fr#ggen. die rorangetragen
werden, steht: „Gleichheit, Freiheit, Brüderlia.
leit!“ Aus der Menge hört man oft den Ap
rell, sich für das Vuterland zu opfern, aber aus,
Anklagen gegen die Dynastie und alles, was
mit dem altem Negime zusammenhängt. In
der Wandelhalle der Duma liegen Säcke nun
Mehl und Kisten mit Patronen. Am Eingan!
stehl ein Tisch mit Arzneien und Bertundzeug
zur erslten Hilfe für Berwundete.
·#"
Die Kämpse auf der Westfront.
Berlin, 17. März. Im Westen war das
Artilleriefeuer in Flandern nahe der See und
stellemweise zwischen der belgisch-französischen
Grenze und Arras lebhafter. Hier drangen
deutsche Erkundungstrupxen bis in die eriten
Häuser vor Arras vor; sie sliellen schwere Be
schädigungen der feindlichen Siellungen durch
deursches Artilleriefeuer fest und kehrten ohne
eigene Verluste mit Gefangenen in die veutsche.
Linien zurück. Schwere Verluste erlitten die
Englander bei dem im verwüfteten u. verschlumm
ten Gelände schwierigen Versuche, Truppenkörper
üter das deutscherseits geräumte Gebiel nackeuziehen.
Englische Besorgnisse.
Kristiania. 17. März. Ein Londoner Telegramm
des „Aflenposten“ meldet, daß der
englische Marineminister Carson im Alwyn
Klul bezuglich der Zufuhren von Lebensmit
teln zur See sich sehr ernst äußerte. Er sagie.
daß die deutschen U--Boote allein im Februar
eine halbe Million Tonnen versemtten. Selbir
wenu die Deutschen ihr Vernichtungswerk nicht
in dem gleichen Mafstab#e fortsetzen könnten,
würden weitere Cinschränlungen notwendig wer
den.
Bagdad.
Rern. 17. März. Im Berner „Bund“
schreibt Stegemann, die Besetzung Bagdade
durch die Engländer sei rermutlsich zu spät ge
kommen, um den Kriegsausgang zu beeinslussen.
PTreche der Krieg nicht in Revolution oder wirt
schuftlichen Nöten zusammen, so werde er nich!
ror Bagdad, sondern zwischen Lille und Beifort
ensschieden. «
Deutschland u. Merilo.
Basel, 17. März. Der „Matin“ meldet aus
Washington, die Admiralität erkkärte, daß die
Deutschen, denen es gelungen ist, das Ver
trauen Carranzas zu erwerben und seine Mit
hilse für die Verwirklichung ihrer Pläne zu ge
winnen, in politischer und finanziesler Bezichung
ollständig Herren von Merilo sind.
* m 2 —
Semteg, ben
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