Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Acervatim

lõgica.  G.  20,  36  [philologische  A.]  von  P.  Lauremberg
  2c.  —  Arerv#ätim  (lat.),  adv.:  gehäuft,
haufenweise.  =  ation,  f.;  -en;  —#-:  Anhäufung.
#en,  tr.:  häufen.  ulin,  a.:  Das  gehäufte
(„a-e“)  Wachsthum.  Ausld.  38,  643b.  —  Jlçese-ent
(lat.),  a.:  säuerlich.  -entia,  pl.:  Stoffe,  die
leicht  in  saure  Gärung  übergehn.  enz;,  f.;  0:;
Hinneigung  zur  sauern  Gärung.  —  NKokt-abuläria
(lat.),  f.  [S  24,  11:  eine  Gattung  Moose,
Schilrschwamm.  abuliféren,  pl.:  Cerhalopoden
(s.  d.)  mit  —  wie  Tentakuliferen  ohne  —  Saugnäpfe
  an  den  Armen.  Jurmeister  Gsch.  381.  -abulum
  (§  24,  2,  u.]):  Esügflasche.  -  ät,  n.,  —e)8;
—e:  essigsaures  Salz.  Cisch,  a.:  essighaltig
(acöticus).  -omster,  m.,  n.,  —#;  uv.:  ein  Instrument,
  um  den  Gehalt  an  Essigsäure  zu  bestimmen.
Karmarsch  T.  1,  735;  Prechil  5,  342.  omelrié,
f.;  0:  die  Bestimmung  des  Gehalts  an  Essigsäure.
339.  ométrisch,  a.:  zur  Aretometrie  gehörig,
darauf  bezüglich  rc.  -on,  n.,  —#;  0:  Esfiggeist.
Karmarsch  Techn.  1,  721;  425.  Tosella,  f.;  0:
Sanerklee.  —um,  n.  [8  24,  2,  u.):  Essig,  z.  B.:
A.  cerevisia,  Bieressig;  A.  concenträtum,  koncentrierter;
  A.  infüsum  s.  medicätum,  Kräuterefüg;
A.  Lithárgyri  s.  plimbsum  s.  saturninum,  Bleiessig;
  A.  pyrolignösum,  Holzessig;  A.  vini,  Weinessig
  2c.  -5l,  a.,  -e)8;  0:  Die  Cssigszure,
C.  HaOz,  wird  als  ein  Oxy#r-  einer  hüpothetischen  Grundlage,
  des  A-s,  CHe  betrachtet,  welches  in  Verbindung
mit  1  Atom  Sauerstoff  den  Alrehyd  od.  das  A.-Oxrbd,
mit  2  Atomen  Sauerstoff  die  acetylige  Säure  (Alreborsäure,
  Lamrinsäure),  endlich  mit  3  Atomen  Sauerstoff
  die  Essigsäure  od.  A.-Säure  bildet.  Karmarsch
T.  1,  734;  2,  8.

Achäer  (gr.),  pl.:  ein  altgriech.  Volksstamm;
auch  als  Bez.  der  Griechen  übrh.  (so  auch  Panachaͤer):
  Da  das  griech.  Volk  in  4  Hauptstämme  zerfiel
  ..,  die  A.  od.  Achaier,  die  Jonier,  die  Noler  od.
Aioler  u.  die  Dorer  2c.  Ariegk  1,  170.  Dazu:;  achäisch.
—  Atchalandieren  (krz.  asch-),  tr.:  Kunden
heranziehn;  in  Kundschaft  bringen.  —  Achar
(rers.  ätschar),  n.,  —s;  0:  „gemischt“,  Art  orientalischer
  Mirpickles  (s.  d.):  Die  jungen  Wurzelsrröslinge
  ldes  Bamkus]  werden  eingemacht  u.  ünd  ein
Haurtbestanrtheil  des  auch  in  Europa  berühmten  Konfekts
A.  Ohen  3,  420.  —  Acharistit  (gr.),  f.;  0:  Undank.
  —  Acharnär:  s.  Akarnar.  —  Acharnement
  (frz.  ascharn'mäng),  n.,  —#;  0:  die  hitzige
Gier  nach  Eiwas;  Wuth,  Erbittrung;  Kamrfwuth;
  Mordgier.  -iren,  tr.:  gegen  Einen  od.
Etwas  hetzen,  mit  Wuth,  Gier  erfüllen:  Acharniert,
erpicht.  —  Acharna:  s.  Atscharja.  —  Achat  (gr.),
m.,  —(e);  —e:  Geschlechtsname  aller  feinen  sarbigen
  Hornsteine  (vgl.  Chalceron,  Onx),  eine  halbdurchschtige
  Abindrung  des  Quarzes  von  unvollkommen
  muschligem,  dabei  splittrigem  Bruch  (zuw.
in  franz.  Form:  Agät  —  s.  d.  —,  auch:  Des
Agäths  buntfarbiges  Gestein.  HKleict  Bül.  250  cc.,
vgl.:  Die  agätleyne  Dose.  Mötike  N.  30):  Nach  der
versch.  Zeichnung  heißt  der  A.  Band-,  Baum.,  Festungsod.
  Fortifikatibns-,  Landoschafts)-,  Mond-,  Regenbogen.,

Ichrolitisch  9

Stern-,  Trümmer-,  Wolken-A.  ic.;  wenn  er  weiße  Flccken
hat,  Milch-;  wenn  er  mit  Jaspis,  Keystall  2c.  vcrwachsen
ist,  Jäsp-,  Krystäáäll=  od.  Eis-A.  2c.;  Ring-A.
(s.  Kacholong)  2c.;  ferner  nach  der  Färbung,  z.  B.:
A--Kegel,  Art  Kegelschnecke,  Cönus  tülipa;
Schlange,  Sepsden;  -Schnecke,  Achätina  cc.
—  chät-es,  m.  (§  24,  3,  zsI:  in  Virgil's  Anelde
G.  B.  6,  15.8:  fidus  A.)  der  treue  Gefährte  u.
Freund  des  Anegs;  danach  als  Gattungsname:
Don  Sploio  mit  seinem  getreuen  A.  w.  1,  238.  —
Ichatisikren,  tr.:  Glasfstüssen  die  Achatfärbung
geben.  —  Acheln  (hebr.),  tr.,  auch  o.  Obj.:  essen.
—  Achemin-ement  (frz.  ascheminemäng),  n.,  —S#;
—s:  Anbabnung,  Einleitung.  ren,  tr.:  den
Weg  zu  Etwas  bahnen,  es  einleiten,  in  Gang

bringen.  —  Achernär:  s.  Akarnar.  —  acher  -on
(gr.),  m.,  —#;  0:  ein  Fluß  der  Unterwelt  —  u.:
diese  selbst  (s.  Flectere).  -öntisch,  a.:  auf  den
Acherrn  bezüglich:  Gleich  dem  a-#en  Kahn,  nur
Schatten  u.  Idole  kann  er  tragen.  Sch.  100a;  Edd.  1,
225  2.  —  Achtropĩta  (gr.  fr),  pl.:
„nicht  von  Händen  gemachte“,  himmlische  Bilrer
des  Heilands,  der  heil.  Zungsrau.  —  Ascheval
(frz.  aschewäl):  s.  Cheval.  —  Achi:  s.  Ajis.  —
Ichi=  a,  f.;  0;  -ar,  n.,  —§;  0:  —  Achar.  —
Achian,  n.,  —s;  —#:  offner  Schlilten  bei  den
Lappländern  (vgl.  Pulk,  bedeckter),  best.:  Kjöre  A.,
vgl.  Raid  (s.  d.).  A.,  die  in  einer  Reihe  an  einander
befestigten  Schlitten  für  Packwaaren  2c.  Grubt  Ch.
1,  11.  —  Achill,  m.,  —s;  -e  (JÖ##icheelis  244),
—en  (w.  22,  20):  Achilles.  ha  (nlat.),  f.;
kzen:  Schafgarbe,  bes.  A.  millefölium.  Jes
(lat.;  gr.  Achilleus),  m.,  uv.;  uv.:  1)  der  schnellfüßige
  Hauptheld  des  trojanischen  Kriegs  (s.  Aakire,
Pelire),  der  Sage  nach  nur  an  der  Ferse  verwundbar
  (s.  w.  21,  39);  auch  als  Bez.  eines  großen
Helden  übrh.:  Der  A.  der  großen  Armée,  wie  man
ibn  [Murat]  nannte.  Harimann  Letzte  Tage  53.  —  2)
Die  Breitflügler  der  srinnerartigen  Schmetterlinge  lheilt
man  in  trojanische  Ritter  mit  einem  Ordensstern  u.  in
Friechische  ohne  solchen.  Zu  diesen  gebören  z.  B.  der  A.,
Idömeneus,  Machäon,  Meneläus,  Nsster,  Protesiläus,
Teñcer,  Ulbsses  2c.;  zu  jenen  der  Anchises,  Angas,  Hektor,
Helenus,  Päris,  Polörmas,  Priamus  2c.,  auch:
Kelena.  —  3)  ein  Trugschluß  zum  Beweis,  daß  der
„fußschnelle  A.“  (1)  selbst  eine  langsame  Schilekröte,
  wenn  sie  einen  Vorsprung  hat,  niemals  einholen
  könne  (s.  w.  13,  39).  —  4)  Als  Bsiw.
(s.  1)z.  B.:  A.-Ferse,  die  Stelle,  wo  Jemand  sterblich,
  verwundbar  ist:  Sehne,  die  an  die  Ferse  angeheftete
  Sehne.  —  Ichlps#  (gr.),  f.;  uv.:  „Nebel“,
Verdunklung  der  Hernhaut  im  Auge,  vgl.  Nerbelium.
  —  Achne  (gr.),  f.;  0:  Charpie.  —  acholfe
(gr.),  f.;  0:  1)  „Gallenlosigk.“  —  2)  Cholera.
—  Ichor:  1)  (gr.)  m.  [§  24,  3,  Sris]:  Kopfgrind.
  —  2)  (türk.)  m.,  —#;  —:  Stall:  A.-Emir
od.  Emir-A.,  Stallmeister.  —  Achröa  (gr.),  k.;
0:  Bleichsucht.  —  Achroliĩtisch,  a.:  Statuen  a-er
u.  chryselephantinischer  Art,  eine  zweckmäßige  Benennung