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schriften über Civilverantwortlichkeit bei FF. „analog“ anzuwenden
waren. Hätte man damals schon bei FPÜ. den
allein zutreffenden Gesichtspunkt des Mitwissens erkannt,
so hätte die „analoge Anwendung“ in einem ausdrücklichen
Verzicht auf Strafe wegen Beteiligung bestanden.
Der Gewalthaber sollte nach den Intentionen des
Gesetzgebers wegen seiner ausgedehnten Haftung nicht noch
für jenes Verschulden beahndet werden, das die Begehung
eines FF. bezw. einer FPÜ. durch seine Untergebenen ermöglicht
und so seine Haftung ausgelöst hat; dies ist aber
dort allgemein nachlässige Aufsicht und hier aktive Beteiligung.
Man möchte nun diesen Ausführungen folgendes entgegenhalten:
Warum wird der Untergebene laut ausdrücklicher
Vorschrift bei FPÜ. von jeder Strafe frei gelassen,
wenn man auf Seite des Gewalthabers nicht Anstiftung etc.
und auf Seite des Untergebenen nicht metus reverentialis
präsumieren will ?
Daß aber diese Freilassung des eigentlichen Täters
auch aus den hier niedergelegten Anschauungen heraus sich
sehr wohl erklären läßt, besagen am besten die Worte Reuß,
in seiner mehrgenannten Arbeit (S. 125):
„Es entspricht der Billigkeit, den Täter, der
mehr oder minder nur ein Werkzeug in den Händen des
Besitzers ist, laufen zu lassen, zumal es sich um Polizeivorschriften
handelt, die an den Herrn des Waldes gerichtet
sind, welchem die Anordnung und Überwachung der Wirtschaftshandlungen
obliegt.“
Es ist dies der gleiche Gesichtspunkt, der sich in der
späteren bayer. Polizeistrafgesetzgebung wiederfindet, wo
es in Art. 18 Abs. 5 PStG. vom Jahre 1861 heißt:
„Werden polizeiliche Vorschriften, für deren Beobachtung
im Sinne des Gesetzes das Familienoberhaupt, der
Hausherr oder Hausbesitzer, der Dienstherr, Lehrherr, Gewerbsinhaber
oder Unternehmer zu sorgen hat, auf dessen
Anordnung oder Befehl durch Hauskinder, Mündel oder
Pflegebefohlene, Dienstboten, Lehrlinge, Lohnarbeiter oder
sonstige Hilfsarbeiter verletzt, so haftet n ur derjenige, auf
dessen Anordnung oder Befehl die PÜ. verübt worden ist,