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darüber Klage geführt, daß gerade die von diesen Anstalten kominenden
Katechumenen mangelhaft vorbereitet seien; wonach zu erwarten,
daß die geistliche Behörde sich zur Gewährung einer Erleichterung
gerade an diese Schülerkategorie nicht überall leicht bereit finden
lassen werde. Er sprach sich jedoch auch seinerseits für den Versuch
aus, den aus der angeblich geringen Qualification der betreffen den
Schüler entnommenen Einwand dadurch zu beseitigen, daß man die
Gewährung der gewünschten Erleichterung an die Ablegung einer
Prüfung knüpfe. — Die Dispensation der Katechumenen und Confirmanden
von dem Religionsunterricht der Schule sei durch die
Verfügung vom 29. Febr. 1872 auf Nachsuchen der Eltern zwar
gestattet; aber es sei nicht bestimmt worden, daß sie ohne weiteres
für alle erfolgen müfse, da man den Schülern die Theilnahme am
Unterricht der Schule ausdrücklich habe offen halten wollen.
Es wurden zwar Zweifel darüber laut, ob eine Verständigung
mit der kirchlichen Oberbehörde für diese Angelegenheit erreicht werden
könne (Löwe); der Herr Minister versprach indeß weitere Verhandlungen
einzuleiten.
Frage Nr. 7 der Vorlage: .
an hat den öffentlichen Schulen nenerdings
den Vorwurf gemacht, daß sie sich die Pflege des
Bewußtseins deutscher Nationalität zu wenig
angelegen sein lassen. Was kann zu demjenigen,
was bereits in dieser Richtung geschieht, durch
besondere Anordnungen neu hinzugefügt werden?
In seinem Referat hierüber ging Hr. Jäger davon aus, daß
durch die Ereignisse der Jahre 1866 und 1870, deren Bedentung er
dahin zusammenfassen zu können glaubte, daß durch den größten
der deutschen Territorialstaaten der deutsche Nationalstaat schaffen
worden, der Dualismus zwischen preußischem Staatsgefühl und
deutschem Nationalbewußtsein beseitigt sei. Bei der Nothwendigkeit
einer energischen und gewissermaßen egoistischen preußischen Politik,
welche in den unfertigen Zuständen Deutschlands ihre Veranlassung
gehabt habe, sei vor den Jahren 1866 und 1870 auch in der Schule
von Schulräthen, Directoren und Lehrern die Betonung deutschen
Nationalbewußtseins mit einem gewissen Mißtrauen betrachtet worden.
Jetzt dagegen sei man in der glücklichen Lage, preußisches
Staatsgefühl und deutsches Nationalbewußtsein zusammen in der
Jugend zu pflegen, und zwar so, daß man in den alten Provinzen
von dem preuplichen Staatsgefühl ausgehend das deutsche Nationalgefühl
stärken könne und in den neuen Landestheilen sich an das
deutsche Nationalbewußtsein wenden mässe, um dadurch das preu-Hische
Staatsgefühl zu weckkken.