Gars(r)ocha
136. — Garsr)och-a (span. Sötscha), f.; —:
Lanze zum Stacheln der Stiere bei Stiergefechten,
s. auch Salto. Jon, m., —; -önes: kleine Lanze
zum Stiergefecht. — Sarkthöttt)-e (span.), k.;
—n: Halseisen am Pfahl zur Hinrichtung durch
Erdroßlung. Nat3 20, 161; Scherzer Nat. 365 rc.
-er, m., —, uv.; —#: Garrottierer. Cartenl. 16,
294a; 17, 202b; Nach Art der Gs niedergeschlagen.
Schulles Süd. 2, 170 2rc., auch: Garoteur lört,
m., 6; —#. kren, tr.: 1) mittels der Garrotte
tödten: Fusillaren u. Garottierungen. Grenzb.
25, 1, 213 2rc. — 2) von Riubern, die ihre Orfer
jählings überfallen u. niederschlagen od. sonst ihr
Schreien unmöglich machen: Zum Schutz gegen die
Garokttierer. Upitaval 36, 77; Gt#c#stächer Neis. 2,
194 rtec., s. Garrotter. — Garrua (massauisch), m.,
—6; —#: das Männchen einer Art Antilope (Sirepsiceros
Küdu), das Weibchen: Nellet. Brehm Hab.
66. — Särr-ülitas (lat.), f. [8 24, 3, ätis):
Geschwätzigk.: Von der G. senilis Igreisenhaften].
Scherr Bl. 2, 524. ulität, f.; 0: Geschwätzigk.
-„ulus, m. I§ 24, 21: Schwätzer; Heher. —
Garter (engl.), m., —#; #: (Knie-), Hosenband:
G.-Orden, frz. ordre de la jarretidre. — Gartinc,
f.; —n: ein Feld mit Gartenrecht. — Sartsherrie
(engl. —scherri): eine Sorte od. Marke Roheisen.
Uai. 20, 401 2c. — Garüda (ind.), m., —#; —:
ein großer Adler, Reitvogel des Wischnu. Söser
Urw. 91; 6. — Garum llat., § 24, 2, n.]:: eine
appetitreizende Füchbrühe der Alten. Oken 6, 199.
— Garzétt-a (it.), f.; ze: der kleine Silberreiher
(vgl. Aigrette), vgl.: Ein Schwarm od. Volk dieser
Stelz= u. Wasservögel ist am Apure unter dem Namen
Garcero bekannt, weil darin die Reiher Garcas
vorherrschen. Unter den Kranichen, Garcones cre.
Globus 5, 2 46a, sämmtlich richtiger mit z statt c.
— Sarzüne, m., —I# -n: s. Gargçon.
Sas, n. (m., z. B. w. 33, 111), -es; Se:
(Chem.) Luftart (frz. gaz): Van Helmont (###1 6441,
welcher sich zuerst des Woris Ge bedient hat 2c. Humboldi
K. 2, 385; Stoffe, die beim gewöhnlichen Luftdruck
u. den natürlichen Temperaturnnterschieden luftförmig
bleiben, nennt man G-e, permanente nennt man
sie dann, wenn sie sich weder durch Druck noch durch
Kälte tropfbar darstellen lassen. Burmeisttr Gsch. 155;
Koercible G-e, die durch Druck od. Abkühlung
tropfbar-flüssig werden 2c.; Chlor-G.; Gruben-G.,
die sich nam. in Steinkohlengruben sammelnde
Luftart, schlagende Wetter, Sumpfluft; Sauer.
stoff= od. Orygen-G.; Stick(stoff)- od. Nitrogen-G.;
Wasserstoff= od. Hydrogen-G.;
Kohlenwasserstoff-G.; Schwefelwasserstoff--G.
2c. Ohne Bstw. versteht man im gw.
Leben meist das zur Beleuchtung dienende G.,
Leucht-G., wovon es versch. Arten giebt, nam.:
Steinkohlen-G., ferner z. B. (s. Karmarsch 2,
43 ff.) Harz-; Holz-; Ol--G. 2c. Als Bstw.
z. B.: G.-Anstalt;-Art;-Bad;-Behälter;
Beleuchtung; = Brenner; -Douche (s. d.);
Flamme; förmig; Heizung (HKarmarsch 2,
50); -Kandelaber; Krug; -Lampe; La-Gassatim
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terne; „Leitung; --Licht; -Messer (m. od.
.Ubr); Im G.-Raume des werdenden Planeten. Burmeister
Gsch. 155; G.-Reflektor (s. d.); „Neservoir
(s. d.); Röhre; „Uhr, „Messer;-Bulkan,
G. ausströmend; -Werk 2c. — Sthasa (ar.),
f.; —#: heiliger Kampf. Hammer 10, 347 (auch
Ghasirscha, m.; Geral). Dazu: Ghäsi, Sieger,
Kämpfer im heiligen Krieg. ebd.; 1, 604; 8, 218 2c.;
auch als Name einer Goldmünze: 60000 Goldstacke.
. Die 60000 Gbasi lin Agyptens. fallmerayer
Gs W. 1, 60. — Gase: s. Gaze. — Saf#l (ar.),
n., e)s; —e; -e, f.; -n: eine orientalische
Dichtform, ein kürzeres — wie Kassice ein längres
— Gedicht, in dem alle graden Zeilen mit der
ersten reimen: Die Form des Gs. Daumer 1, VIII;
Kanzonetten u. Ghaselen. Heine Rom. 225; Gee. Plalen
2, 13;1; Das Ghasel. Rosenkranz Gsch. Poes. 359;
Ghaselen. Schac 1, 20; Das G. 2, 52; Von den
Gasellen umsprungen) u. von den, Ghaselen umklungen.
Rüchert Mak. 1, 97 2c. -enhaft, a.: gaselenartig:
Ghaselenhaft gleichtönend. frankl Zer. 1, 361 2cc. —
Gasélle: s. Gazelle. — Gäsen, tr.: behufs der
Appretur Baumwollzeuge mit Gas sengen. Karmarsch
M. 2, 561. Zsstzg.: Ver-g., kr.: in Gas verwandeln;
refl.: zu Gas werden, in gasförmigen
Zustand übergehn: Indem das kehlensaure Ammoniak
sich in der Hitze vergast. Karmarsch 2, 479 2c.; Zur
Verqgasung des .. Kohlenstoffs. Liebig Th. 81 rc.
— Sälich: s. Gawaze. — Slh)äs-i, m., —s: —5;
Zidscha, m., —s; —#6 : s. Gasa; Gawaze. — Gas--isicieren,
tr., refl.: vergasen. -isihatiön, k.;
—en: Vergasung. -ig,, a.: gasartig: Die g-en
Erhalationen. Hausbl. (65) 4, 362; Die Lehre von dem
g—en Urzustande der Welt. Kolaischen St. d. 3. 139 re.;
auch: Die vor-#g—e Zeit. DMus. 15, 1, 307, ehe es
Gasbeleuchtung gab. — Gasc-ogne (frz. —ön):
Landschaft des sudwestl. Frankreichs, deren Bewohner
(Gascogner) als Aufschneider gelten
(s. Hagedorn 2, 85 ff.): Der Ton der G. voll Ruhmredigkeit
u. Prahlerei klang in seinen Außrungen wieder.
Erenzti FrBoden 1, 113. -ögnern, intr. (haben):
fanfaronieren. Scherr Bl. 3, 218, auch: gasconnieren.
w. 11, 75; -onisièren 2c. -on(n)ade,
f.; —: Fanfaronade. t. 7, 21; w. Merck 2, 72.
-onisch, a.: aufschneirerisch. — Gaso-chemic,
f.; —(ehn: Chemie in Betreff der Gase. i#ter, m.,
n., —: ur.; -litrum (5 24, 2, n.]: ein nach
Grundlage des Litre eingetheilter Gasometer.
-meter, m., n., —s; uv.: Gasbehälter, zugleich
als Maß (s. Gasmesser). Karmarsch 2, 40 2c.; „Daß
mir plötzlich ein Licht aufgegangen ist". Warum nicht
ein ganzer G. ? Uing Verl. Gschl. 4, 121 2c. -phrion,
n., -s; ken: Feuerzeug, in dem ein Platinschwamm
durch darauf strömendes Wasserstoffgas sich entzündet
(Tachyryrion od. Schnell-, gw.: Platina=Feuerzeug).
-õs, a.: s. gazeux. — Gasso (perf.),
m., —s; —#: eine Münze: Mamudis zu 20 Gs
Kourant.. Werih eines Mamudi 6 Sgr. 7 Tf.
Encykl. f. Kaufl. 373a ꝛc. — Sassatim (deutschlat.):
G. (p. 21, 41; Simplicilstimus 1, 42 822 2c.),
— auch: gassaten (Hollei Es. 1, 232) od. kassä-